Comunità di S.Egidio


Erdbeben in
El Salvador
Bilder von
dem Erdbeben
Erneutes Erdbeben am 13.02.2001
Die Hilfe die geschickt wird

Bericht 20/01/2001

Die Ankunft des ersten Containers

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Wiederaufbau

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Sammlung von Spenden zugunsten 
der Erdbebenopfer in Salvador

20/01/2001
Übergabe der ersten Hilfsgüter an die Opfer des Erdbebens in der Region Armenia (Distrikt Sonsonate): 
6 Tonnen an dringend benötigten Bedarfsgütern
Ein Bericht von Jaime Aguilar

 

 

"Am Sonntag, den 20 Januar überreichten wir 6 Tonnen Hilfsgüter (Reis, Bohnen, Mais, Brot, Hygieneartikel, Kleider, Trinkwasser und Spielsachen), die von der Gemeinschaft Sant´Egidio in San Salvador in der Woche nach dem (ersten) Erdbeben gesammelt wurden. Die Hilfsgüter wurden den Familien direkt übergeben. Viele haben mit Tränen in den Augen gesagt: "Gott hat uns nicht vergessen! Ihr seid die Einzigen gewesen, die zu uns gekommen sind."

Während der Fahrt konnten wir auch die vom Erdbeben besonders betroffenen Gebiete durchqueren. Die Straßen, die durch die Erdrutsche verschüttet waren, sind dort seit kurzem wieder befahrbar. Wir sind in eines der am stärksten betroffenen Gebiete gegangen. Nach Armenia in den Distrikt Sonsonate, wo 23 Erdbebenopfer zu beklagen sind. Dort ist die Verzweiflung und die Not der Leute besonders groß. Zuerst sind wir in das Viertel "Las Brizas" gegangen, um jeder Familie, Haus für Haus, ein Paket zu überreichen. Wenig später sind wir einige hundert Meter zu einem anderen Dorf den Berg hinuntergestiegen. Die Leute drängten sich um uns in der Hoffnung, einige Lebensmittel zu erhalten. Wir haben alles verteilt, was wir hatten, bis der Lastwagen ganz leer war und wir haben es geschafft, jedem wenigstens etwas zu geben.

Uns hat beeindruckt, wie die Kinder in diesem Gebiet leben: sie sind am verletzlichsten und es sind viele. In Las Brizas sind es etwa 200 und einige hundert in dem ländlichen Gebiet in der Nähe, das wir besucht hatten. Sie sind schutzlos, sie haben viel erlitten und viel Angst gehabt. Ever, ein 4-jähriger Junge, der gesehen hat, wie das Haus seiner Familie einstürzte, weint und sagt: "In einer Woche wird es wieder ein Erdbeben geben" und um das Gesagte zu unterstreichen, nimmt er ein Plastikspielzeug, schüttelt es wie wild herum und will uns damit zeigen, wie es seinem Haus ergangen ist.

Die Situation dieser Kinder ist schwierig. Sie haben nichts zu essen, viele sind unterernährt, sie weinen nicht, sie lachen nicht. Sie haben einen starren und leeren Blick. Ihre Gesichter spiegeln den Schmerz, und die Härte der Armut wieder, die durch das Erdbeben noch mehr erschwert ist. Man kann sich nicht jeden Tag waschen, denn in der ganzen Umgebung gibt es nur einen Brunnen. Hinzu kommt, dass es in den letzten Tagen sehr kalt war, was besonders in der Nacht unerträglich war. Epidemien treten auf, die besonders die Kinder betreffen: Atemwegs- und Durchfallerkrankungen, bis hin zu einem Fall von Cholera."


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