Gedenken an die Märtyrer und Glaubenszeugen des XX. Jahrhunderts
Gebet im Gedenken an den Glaubenszeugen André Jarlan

In der Kirche San Bartolomeo auf der Tiberinsel wird seit dem Jubiläumsjahr 2000 der Märtyrer und Glaubenszeugen des XX. Jahrhunderts gedacht. Ihnen ist die große Ikone über dem Hauptaltar gewidmet. Die Seitenkapellen erinnern an die Märtyrer und Glaubenszeugen, die bei bestimmten geschichtlichen Ereignissen in verschiedenen Gegenden der Welt zu Opfern von Gewalt wurden.

Basilika San Bartolomeo auf der Tiberinsel

Freitag, 21. Oktober

20.00 Uhr
Kirche San Bartolomeo auf der Tiberinsel

Gedenkort an die Märtyrer und Glaubenszeugen des XX. Jahrhunderts

Gebet im Gedenken an den Glaubenszeugen André Jarlan

Der Zeremonie steht S.E. Mons. Alejandro Goic' Karmelicic' vor,
Bischof von Rancagua und Präsident der chilenischen Bischofskonferenz

Bildergalerie
André Jarlan André Jarlan André Jarlan
Pressespiegel
La casa di padre André Jarlan

In der Kapelle, die den Glaubenszeugen aus Lateinamerika gewidmet ist, wird ein weiterer Gegenstand zum Gedenken niedergelegt werden:
eine Stola, die Pater André Jarlan gehörte, einem Priester, der 1984 in Chile in einem Armenviertel von Santiago ermordet wurde. Dort hatte er seinen pastoralen Dienst an der Seite der Armen verrichtet.

Kurz vor seinem Tod hatte er geschrieben: "Die, die Leben ermöglichen, sind die, die ihr Leben darbieten, nicht die, die es anderen nehmen."

Der Priester André Jarlan ist 1984 in einem Armenquartier von Santiago de Chile durch die Kugeln der Polizei umgekommen. Als man ihn fand, war sein Kopf auf die Bibel gesunken, in der er gerade las; aufgeschlagen war Psalm 130: "Aus der Tiefe, rufe ich, Herr, zu dir: Herr, höre meine Stimme!" André Jarlan hatte sein Leben der Gefahr ausgesetzt , indem er die Situation schwerer Spannungen in dem Stadtviertel wo er lebte, gemeinsam mit den anderen auf sich nahm. Einer seiner letzten Briefe beleuchtet sehr schön die Vorstellung, die der Christ vom Leben selbst hat, ein Leben, das dem Martyrium entgegengeht: "Diejenigen, die ihr eigenes Leben hingeben, sind es, die Leben ermöglichen, nicht diejenigen, die es den anderen entziehen. Für uns ist die Auferstehung kein Mythos, sondern wahrhaftig eine Realität; dieses Ereignis, das wir in jeder Eucharistie feiern, bestätigt uns, dass es sich lohnt, das Leben für die anderen hinzugeben, und es verpflichtet uns, es zu tun."

A. Riccardi, Salz der Erde, Licht der Welt, Freiburg im Breisgau 2002, S. 28).