Comunità di S.Egidio

Weihnachten 
1982-2001
Zwanzig Jahre beim gemeinsamen Festmahl



„Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, so lade nicht deine Freunde oder deine Brüder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich ein, und damit ist dir wieder alles vergolten. Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein. Du wirst selig sein, denn sie können es dir nicht vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.“ (Lukas 14.12-14)


Weihnachtsessen 
in der Basilika 
Santa Maria in Trastevere, Rom

Wer sind die Freunde, die an diesem Fest teilnehmen?

Es handelt sich vor allem um Menschen, die auf der Straße leben: unsere obdachlosen Freunde, Flüchtlinge, die keine Wohnung haben und Straßenkinder. Aber auch Bettler, Ausländer, sowie Sinti und Roma, alleinstehende alte Menschen, AIDS-Kranke, Lepra-Kranke, psychisch Kranke und Gefangene in vielen Teilen der Welt.

Neben den Armen kommen auch viele Menschen zusammen, die einfach auf der Suche nach einem wahren Sinn Weihnachtens sind, das oft zu einem leeren Ritus geworden ist. Es sind Leute, die uns unterstützen wollen, die bei der Vorbereitung und bei der Sammlung der notwendigen Dinge mithelfen oder die beim Essen servieren.

Menschen unterschiedlichen Alters nehmen an den Weihnachtsessen Teil, doch auch unterschiedlicher Sprachen, Traditionen und Religionen – nicht nur Christen, sondern auch Juden und Moslems. Es ist ein großes Volk ohne Grenzen, das Volk, das heute die Gemeinschaft in der ganzen Welt ist und das an diesem Fest in tiefem Einklang zusammenkommt. 

Im Jahr 2000 fiel Weihnachten auf den vorletzten Tag des Fastenmonats Ramadan der Moslems. Deshalb hat die Gemeinschaft in vielen Städten Europas, in Afrika und Asien am Abend, zur Zeit des Fastenbrechens, gemeinsam mit den Moslems das Fest gefeiert. Es ist besonders bedeutsam, dass in der Mensa der Via Dandolo in Rom die muslimischen Ausländer der Bewegung „Menschen des Friedens“ die anderen christlichen Ausländer bei Tisch bedienten, während sie selbst das Fasten einhielten, und dass zwei Tage später beim Fest zum Ende des Ramadan die Christen die selbe Geste der Freundschaft gegenüber ihren muslimischen Freunden übten. 

Die Weihnachtsessen sind das konkrete Bild dafür, dass es möglich ist, dass verschiedene Völker in großem Respekt und in großer Freundschaft zusammenleben. Dies ist der wahre Sinn des Festes. 

continua...

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Die Vorbereitung


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Solidarität
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von Francesca Zuccari