Comunità di S.Egidio

Weihnachten 
1982-2001
Zwanzig Jahre beim gemeinsamen Festmahl



„Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, so lade nicht deine Freunde oder deine Brüder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich ein, und damit ist dir wieder alles vergolten. Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein. Du wirst selig sein, denn sie können es dir nicht vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.“ (Lukas 14.12-14)


Weihnachtsessen 
in der Basilika 
Santa Maria in Trastevere, Rom

Ein Fest, das die ganze Welt erfasst

Das Fest hat sich im Lauf der Jahre ausgebreitet, als wirke es auf schöne Weise ansteckend. Es hat auch viele Länder des Südens in allen Kontinenten der Welt erreicht. 

Es sind schöne Feste, die oft mit ganz wenigen Mitteln, doch einem ausgesprochen großen Engagement seitens der Jugendlichen organisiert werden, die oft in Situationen der Armut oder des Konflikts leben.

In Amerika feierten ca. 4.000 Leute in Salvador, Mexiko, Argentinien, Guatemala und auch in Cuba, wo die Jugendlichen des Landes des Regenbogens ein Essen für alte Menschen organisiert und veranstaltet haben.

In Cochabamba in Bolivien besuchen einige junge Frauen der Gemeinschaft das Frauengefängnis, in dem auch viele Kinder gemeinsam mit ihren Müttern leben. Diese Frauen, die arm sind und oft nicht lesen und schreiben können, sind oft allein und nicht in der Lage, sich um ihre Kinder zu kümmern. Mit ihnen wurde im letzten Jahr ein Essen im Gefängnis organisiert, an dem über 600 Gefangene Teil nahmen. 

In vielen Städten Indonesiens, dem Land mit den meisten Moslems der Welt, stellte die Einladung der Gemeinschaft einen Ausdruck des Festes und der Freundschaft zwischen den verschiedenen religiösen Gemeinschaften dar. 

Doch auch an vielen Orten Afrikas ist die Freude des Festes angekommen: Allein in Mosambik wurden in 16 Städten Feste gefeiert, bei denen Straßenkinder, Bettler, Leprakranke, Blinde, arme Familien und viele Gefangene einbezogen wurden.

In Afrika ist die Armut in den Gefängnissen besonders extrem. In den meisten Fällen gibt es weder Betten noch Bäder und die Zellen sind völlig überfüllt. Die hygienischen Verhältnisse sind ausgesprochen schlecht: Darum ist die Gefahr groß, zu erkranken und oft auch an den Krankheiten zu sterben. Die Nahrung, die vom Gefängnis zur Verfügung gestellt wird, ist völlig unzureichend. Wer keine Verwandten hat, die ihm zu Essen bringen, leidet Hunger. Deshalb besuchen viele Mitglieder der afrikanischen Gemeinschaften in Mosambik, Guinea Conakry und Burkina Faso nicht nur regelmäßig Gefangene, sondern bereiten am Weihnachtstag ein Essen vor, das für viele das einzig richtige Essen im ganzen Jahr ist.

In der Elfenbeinküste, in Kamerun, in Madagaskar, in Tansania und in Uganda werden Feste mit den blinden Bettlern und mit den Straßenkindern gefeiert. 

Im Kongo haben in Kinshasa die Kinder, die am Weihnachtsfest teilnahmen, als Geschenk Kleidung erhalten, die von ihren Freunden der Gemeinschaft extra für sie genäht worden war. 

In Bujumbura wurde trotz der schwierigen Situation Burundis, in dem seit Jahren Krieg herrscht, Weihnachten mit einem Picknick am Ufer des Tanganica-Sees gefeiert. 

Es hat eine große Bedeutung, dass trotz der wenigen Mittel, über die diese Gemeinschaften verfügen, auch hier Zehntausende von Menschen erreicht werden, genauso viele wie in Europa. 

Das Weihnachtsessen
mit den Armen

Die Vorbereitung


Presse

Aus dem Archiv: 
Weihnachten 2000

Solidarität
mit den Armen


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von Francesca Zuccari  

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