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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Tobit 14,2-15

Er war achtundfünfzig Jahre alt, als er sein Augenlicht verlor; acht Jahre später konnte er wieder sehen. Er blieb immer wohltätig und hörte nie auf, Gott, den Herrn, zu fürchten und sich zu ihm zu bekennen.

Er wurde sehr alt. Eines Tages rief er seinen Sohn und dessen Kinder zu sich und sagte: Mein Sohn, ich bin alt und werde bald aus dem Leben scheiden.

Zieh mit deinen Kindern nach Medien, mein Sohn; denn ich bin überzeugt, daß der Prophet Jona recht hatte, als er sagte, daß Ninive ganz zerstört werden wird; in Medien aber wird vorläufig noch Frieden herrschen, bis auch für dieses Land die Zeit gekommen ist. Ich bin auch überzeugt davon, daß unsere Brüder, die noch in der Heimat leben, aus dem gesegneten Land verjagt werden; Jerusalem wird verlassen sein, und das Haus Gottes wird niedergebrannt werden und verwüstet daliegen, bis eine bestimmte Zeit vergangen ist.

Dann wird Gott Erbarmen mit ihnen haben und sie wieder in die Heimat zurückführen. Sie werden den Tempel wieder aufbauen, doch nicht so schön, wie der frühere war; er wird stehen, bis die Zeit dieser Welt abgelaufen ist. Dann werden alle aus der Gefangenschaft zurückkehren und Jerusalem in seiner ganzen Pracht wieder aufbauen. In seiner Mitte wird das Haus Gottes errichtet, ein herrlicher Bau, der für alle Zeiten Bestand hat bis in Ewigkeit. Das haben die Propheten über Jerusalem geweissagt.

Und alle Völker werden sich dem Herrn, unserem Gott, zuwenden und ihm wahre Ehrfurcht entgegenbringen. Man wird die Götterbilder vergraben, und alle Völker werden den Herrn preisen.

Sein Volk wird sich zu Gott bekennen, und der Herr wird sein Volk großmachen. Alle, die den Weg der Wahrheit und Gerechtigkeit gehen, werden sich freuen; sie werden Gott, den Herrn, lieben und ihren Brüdern Gutes tun.

Zieh also fort aus Ninive, mein Sohn; denn es wird alles eintreffen, was der Prophet Jona gesagt hat.

Befolge das Gesetz und die Gebote; sei immer barmherzig und gerecht, dann wird es dir gutgehen. Begrab mich und deine Mutter in Ehren; gib ihr ein Grab an meiner Seite! Doch bleibt nicht länger in Ninive!

Mein Sohn, denk daran, wie Nadab an Achikar gehandelt hat, der ihn aufgezogen hatte; er hat ihn aus dem Licht in die Finsternis gestoßen und ihm seine Fürsorge übel vergolten. Achikar wurde gerettet; dem Nadab aber wurde sein übles Verhalten vergolten, und er stürzte selbst in die Finsternis. Achikar war barmherzig und wurde aus der tödlichen Falle gerettet, die Nadab ihm gestellt hatte. Nadab aber geriet selber in die Falle und ging zugrunde.

Daran könnt ihr sehen, meine Kinder, daß die Barmherzigkeit viel vermag und daß die Gerechtigkeit rettet. Als Tobit das gesagt hatte, verstarb er auf seinem Lager. Er war hundertachtundfünfzig Jahre alt geworden, und Tobias begrub ihn in Ehren.

Als Hanna gestorben war, begrub er sie an der Seite seines Vaters. Dann zog er mit seiner Frau und seinen Kindern nach Ekbatana zu seinem Schwiegervater Raguël.

Er war von allen geachtet und erreichte ein hohes Alter. Er begrub seine Schwiegereltern in Ehren und erbte ihren Besitz ebenso wie zuvor den Besitz seines Vaters Tobit.

Im Alter von hundertsiebenundzwanzig Jahren starb er in Ekbatana in Medien.

Vor seinem Tod hörte er noch vom Untergang Ninives, das von Nebukadnezzar und Xerxes erobert wurde. So konnte er sich noch vor seinem Tod über den Fall Ninives freuen.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Erzählung endet mit dem Tod des Tobit, der mit dem Sterben der großen Patriarchen Israels in Verbindung gebracht wird. Bevor er stirbt, hält er seinem Sohn Tobias eine lange Rede, die einem Testament gleicht: Bis zum Ende bleibt er seinem Gott treu und ist nicht nur in der Lage dazu, die Gegenwart einzuschätzen, sondern auch den Sinn der Geschichte zu verstehen und hierdurch die Zukunft vor sich zu „sehen“. Er kündigt Tobias die Zerstörung Ninives an, die vom Propheten Nahum vorhergesagt wurde. In Wahrheit war zu dieser Zeit Ninive bereits zerstört. Doch den Verfasser interessiert nicht die chronologische Abfolge der Geschichte. Er will erneut die Wirksamkeit des Wortes in den Mittelpunkt stellen: Es ist nicht vergeblich, sondern geht in Erfüllung. Dies war auch in Ninive so geschehen. Doch die Deportation der Israeliten, die objektiv ein Unglück darstellt, kann auch die Gelegenheit zur Umkehr zu Gott sein. Diese Botschaft durchzieht wie ein roter Faden das gesamte Buch: Das babylonische Exil ist nicht das letzte Wort über Israel. Der Herr bereitet für sein Volk die Rückkehr in die Heimat vor und stellt ihm das neu erbaute Jerusalem vor Augen: In dieser Stadt wird Israel nicht nur Zuflucht finden, sondern alle Völker der Erde werden dorthin ziehen, um in ihr zu wohnen. „Alle, die den Weg der Wahrheit und der Gerechtigkeit gehen, werden sich freuen; sie werden Gott, den Herrn, lieben und ihren Brüdern Gutes tun“ (V.7). Tobit hinterlässt seinem Sohn die Ermahnung, dass er mit Barmherzigkeit und Gerechtigkeit handeln soll. Das Gewicht dieser Ermahnung wird durch die Aufforderung erhöht, nicht nur selbst danach zu handeln, sondern auch seine Kinder darin zu unterweisen: „Daran könnt ihr sehen, meine Kinder, dass die Barmherzigkeit viel vermag und dass die Gerechtigkeit rettet“ (V.11). Tobit stirbt, doch sein Tod ist heiter wie der Tod seines Vaters und wie der Tod der heiligen Patriarchen, die Gott und seinem Volk treu geblieben sind.


11/02/2010
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