Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

change language
sie sind in: home - gebet - das tägliche gebet kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  

Das tägliche Gebet


 
druckversion

Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Das Buch Kohelet 1,4-11

Eine Generation geht, eine andere kommt. Die Erde steht in Ewigkeit.

Die Sonne, die aufging und wieder unterging, atemlos jagt sie zurück an den Ort, wo sie wieder aufgeht.

Er weht nach Süden, dreht nach Norden, dreht, dreht, weht, der Wind. Weil er sich immerzu dreht, kehrt er zurück, der Wind.

Alle Flüsse fließen ins Meer, das Meer wird nicht voll. Zu dem Ort, wo die Flüsse entspringen, kehren sie zurück, um wieder zu entspringen.

Alle Dinge sind rastlos tätig, kein Mensch kann alles ausdrücken, nie wird ein Auge satt, wenn es beobachtet, nie wird ein Ohr vom Hören voll.

Was geschehen ist, wird wieder geschehen, was man getan hat, wird man wieder tun: Es gibt nichts Neues unter der Sonne.

Zwar gibt es bisweilen ein Ding, von dem es heißt: Sieh dir das an, das ist etwas Neues - aber auch das gab es schon in den Zeiten, die vor uns gewesen sind.

Nur gibt es keine Erinnerung an die Früheren, und auch an die Späteren, die erst kommen werden, auch an sie wird es keine Erinnerung geben bei denen, die noch später kommen werden.

 

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Kohelet blickt auf den Horizont der gesamten Schöpfung und die Wiederkehr der Generationen: Die ganze Realität ist in ständigem Wandel begriffen – das Adjektiv „alles“ kommt in diesem kleinen Buch 91 Mal vor. Sie besteht aus einem mühevollen Kommen und Gehen aller Dinge, für das gilt: „Es gibt nichts Neues unter der Sonne“ (V.9). Die Schöpfung, so Kohelet, scheint zu einer sich unaufhörlich wiederholenden und doch ziellosen Bewegung verurteilt zu sein. In ihrer Bewegung gleicht ihr Schicksal dem des Windes, der kommt und geht (V.6). Dabei handelt es sich nicht um den Wind des Geistes, der bei der Schöpfung über den Wassern schwebte, noch um den sanften Wind der Gotteserscheinung vor Elia auf dem Berg Horeb und ebenso wenig um den Wind, der „das Antlitz der Erde erneuert“ (Ps 104,30). Was der Verfasser vor sich sieht, ist einzig ein wirres Treiben, das die Schöpfung endlos und ohne Ziel erfasst. Er betont mit dieser Aussage die radikale Begrenztheit, die auch die Bewegungen des Menschen und der Dinge erfasst. Der Mensch wird vom Strudel der Schwachheit ergriffen und ist nicht in der Lage dazu, das letzte Wort über irgendetwas zu sagen: Niemals kommt sein Reden und Verstehen zu einem Abschluss! Seine Worte und seine Theorien sind eine endlose und nie abgeschlossene Suche: „Alle Dinge sind rastlos tätig, kein Mensch kann alles ausdrücken“ (V.8). Alles, der Mensch und die Natur, erliegt der Unbeständigkeit: „Was geschehen ist, wird wieder geschehen, was man getan hat, wird man wieder tun“ (V.9), gleich einem vergänglichen Strudel, in dem sich nichts wirklich Neues ereignen kann. Selbst die Erinnerung an die Vergangenheit verwischt sich. Hierin ist der Autor weit entfernt von der Aussage des Psalmisten: „Ewig denkt man an den Gerechten“ (Ps 112,6). Sowohl die Natur als auch der Mensch erzählen eine monotone Geschichte, die sich wiederholt und jedes Mal von Neuem dort beginnt, wo ihr Anfang war. Ihr Inhalt ist nichts als Mühe und Erschöpfung, Unzufriedenheit und Enttäuschung: Die Augen und Ohren der Menschen finden weder in den Naturerscheinungen noch in den menschlichen Werken Befriedigung (V.8). Selbst die Wissenschaft erkennt den tiefen Sinn der Geschichte nicht: Sie vermag den Wandel der Dinge nicht zu verstehen, der nichts Neues oder Standhaftes hervorbringt. Wenn das, „was geschehen ist“, also die Naturphänomene, und das, „was man getan hat“, also die menschliche Geschichte, zu nichts wahrhaft Neuem führen (V.9), wo lassen sich dann der Sinn und die Erfüllung dieses unendlichen Drehens (V.6) finden? Alles scheint immer und immer wieder von der Sinnlosigkeit umhüllt zu sein. Mit diesen Aussagen könnte man eine Haltung der Resignation rechtfertigen. Oft wird gesagt, man könne nichts ändern und alles bleibe immer gleich. Doch Kohelet besteht nicht auf der Lehre von der „ewigen Wiederkehr aller Dinge“. Angesichts der Tatsache, dass Gott der Schöpfer ist (12,1), lässt er vielmehr erahnen, dass die menschliche Existenz an ein Ende kommen wird (vgl. 12,7 und 12,14). Gott erwähnt er an dieser Stelle allerdings nicht und kommt hierin der Situation von Ijob nahe. Wenn wir jedoch dieses kleine Buch im Rahmen der gesamten Heiligen Schrift lesen, verstehen wir, dass die Stabilität und der Sinn des Lebens ihren Ursprung in Gott haben. Hieran erinnern uns die Propheten. So lässt Gott durch Jesaja sagen: „Seht her, nun mache ich etwas Neues“ (Jes 43,19).


19/02/2010
Gedenken an den gekreuzigten Jesus


Veranstaltungen der woche
DEZ
4
Sonntag 4 Dezember
Liturgie des Sonntags
DEZ
5
Montag 5 Dezember
Gebet für die Kranken
DEZ
6
Dienstag 6 Dezember
Gedenken an die Mutter des Herrn
DEZ
7
Mittwoch 7 Dezember
Gedenken an die Heiligen und die Propheten
DEZ
8
Donnerstag 8 Dezember
Fest der unbefleckten Empfängnis Mariens
DEZ
9
Freitag 9 Dezember
Gedenken an den gekreuzigten Jesus
DEZ
10
Samstag 10 Dezember
Vorabend des Sonntags
DEZ
11
Sonntag 11 Dezember
Liturgie des Sonntags

Per Natale, regala il Natale! Aiutaci a preparare un vero pranzo in famiglia per i nostri amici più poveri