Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

change language
sie sind in: home - gebet - das tägliche gebet kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  

Das tägliche Gebet


 
druckversion

Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Das Buch Kohelet 2,18-26

Mich verdroß auch mein ganzer Besitz, für den ich mich unter der Sonne anstrenge und den ich dem Menschen lassen muß, der nach mir kommt.

Wer weiß, ob er ein Wissender ist oder ein Unwissender? Jedenfalls wird er über meinen ganzen Besitz verfügen, für den ich mich unter der Sonne angestrengt und mein Wissen eingesetzt habe. Auch das ist Windhauch.

Ich stellte mich um und überließ mich der Verzweiflung über meinen ganzen Besitz, für den ich mich unter der Sonne angestrengt hatte.

Denn es kommt vor, daß ein Mensch, dessen Besitz durch Wissen, Können und Erfolg erworben wurde, ihn einem andern, der sich nicht dafür angestrengt hat, als dessen Anteil überlassen muß. Auch das ist Windhauch und etwas Schlimmes, das häufig vorkommt.

Was erhält der Mensch dann durch seinen ganzen Besitz und durch das Gespinst seines Geistes, für die er sich unter der Sonne anstrengt?

Alle Tage besteht sein Geschäft nur aus Sorge und Ärger, und selbst in der Nacht kommt sein Geist nicht zur Ruhe. Auch das ist Windhauch.

Nicht im Menschen selbst gründet das Glück, daß er essen und trinken und durch seinen Besitz das Glück selbst kennenlernen kann. Ich habe vielmehr beobachtet, daß dies von Gottes Verfügung abhängt.

Denn wer hat zu essen, wer weiß zu genießen, wenn nicht ich?

Aber es gibt Menschen, denen Gott wohlwill. Es sind die, denen er Wissen, Können und Freude geschenkt hat. Und es gibt Menschen, deren Leben verfehlt ist. Es sind diejenigen, die er mit dem Geschäft beauftragt hat, zu sammeln und zu horten und dann alles denen zu geben, denen er wohlwill. Auch das ist Windhauch und Luftgespinst.

 

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

All die „Anstrengung“ (V.18) hat dem Salomo zwar einen immensen Besitz, wertvolle Schätze und großartige Bauten eingebracht, doch er fragt sich, wer all diesen Reichtum erben wird, den er mit derart großer Mühe angesammelt hat. Der Verfasser hält sich den Weg seiner Karriere noch einmal vor Augen und erklärt dabei von Neuem, wie groß seine Unternehmungen und Erfolge waren, in die er sein gesamtes Wissen und seine Intelligenz investiert hat. Bei der Vorstellung, dass er all dies einem anderen überlassen muss, der ihm folgen wird, lässt er sich jedoch von Abscheu (V.18) und Verzweiflung (V.20) ergreifen. Hierin liegt eine Wahrheit, die das Leben eines jeden Menschen angeht, der in einer verschlossenen Welt „unter der Sonne“ lebt. Ein Mensch müht sich bei seiner Arbeit ab, er setzt sich mit wissenschaftlicher und technischer Kompetenz für sie ein (vgl. V.21), um Reichtümer zu erwerben, doch dann ist er dazu gezwungen, seinen Besitz einem anderen zu hinterlassen, ohne dass dieser sich angestrengt hat. „Wer weiß, ob er ein Wissender ist oder ein Unwissender?“, fügt Kohelet an. Es leuchtet jedem ein, dass die Arbeit, die Mühe, das Wissen und die technische Fertigkeit weder vor dem Tod noch vor einem möglichen Verlust aller Güter bewahren können. Etwas „Schlimmes“ (V.21) bedroht den Menschen, der nicht weiß, auf welche Weise er sich sein Glück erarbeiten kann. Das Leben des Menschen ist voller Pein, Mühe und Trauer und seine Tage und Nächte werden durch Sorge, Ärger und Alpträume durchkreuzt (V.23). Es gibt keine Ruhe vor der Angst und vor der endlosen Anstrengung. Der Verfasser fragt sich, ob es für den Menschen möglich ist, das Glück zu finden. Tun, bauen, pflanzen, genießen und besitzen und dabei immer den Geist von allen Dingen unberührt lassen, um das „Wissen“ und „Können“ zu bewahren: All dies führt nicht zum Glück. Die ständige Wiederholung des Begriffs „hebel“ (2,1.11.15.17.19.21.23) gleicht einem Leitmotiv, das die gesamte menschliche Existenz durchzieht. Das Ende der Erzählung ist dramatisch: Der sogenannte König wird zu einem armen und verschuldeten Sklaven, der sich Tag und Nacht quält, einem Schuldner gleich, der seine Schulden nicht abzahlen kann. Doch eine Überzeugung bleibt bestehen: Die Freude hängt nicht vom Menschen ab, sondern von Gott. Das Glück des Menschen kommt aus der Hand Gottes (V.24), nicht aus unseren persönlichen Bemühungen. Es ist ein Glück, das allein dem zukommt, dem Gott „wohl will“, der nämlich jenes Glück als Gabe dankbar annimmt. Ihm schenkt Gott Wissen, Können und Freude (V.26). Ihm gelingt es, in all seiner Mühsal zufrieden zu sein, ja sie werden zum Ursprung seines Glücks. Dem Sünder, dem, der sein Leben „verfehlt“ hat, wird die bittere Strafe auferlegt, für den zu sammeln und zu horten, dem Gott wohlgesonnen ist. Nicht von Guten oder Schlechten ist hier die Rede, sondern von Menschen, denen „Gott wohl will“ oder „deren Leben verfehlt ist“. Es geht weder um eine moralische Regel noch um ein kausales Gesetz. Alles ist das Ergebnis eines unerklärlichen Rätsels, alles ist „Windhauch“, „hebel“. Auch wenn der Mensch mit den bestmöglichen Voraussetzungen lebt und somit unter ausgezeichneten Bedingungen für seine Selbstverwirklichung wie im Fall des Salomo, macht er die Erfahrung der radikalen Endlichkeit, die kurz zusammengefasst werden kann in dem Satz: „Ich werde nicht ewig leben“. Der Mensch ist kein selbständiges Wesen. Was ihn hält, befindet sich außerhalb seiner selbst. Kohelet lässt uns vor die Tür Gottes treten.


24/02/2010
Gedenken an die Heiligen und die Propheten


Veranstaltungen der woche
DEZ
4
Sonntag 4 Dezember
Liturgie des Sonntags
DEZ
5
Montag 5 Dezember
Gebet für die Kranken
DEZ
6
Dienstag 6 Dezember
Gedenken an die Mutter des Herrn
DEZ
7
Mittwoch 7 Dezember
Gedenken an die Heiligen und die Propheten
DEZ
8
Donnerstag 8 Dezember
Fest der unbefleckten Empfängnis Mariens
DEZ
9
Freitag 9 Dezember
Gedenken an den gekreuzigten Jesus
DEZ
10
Samstag 10 Dezember
Vorabend des Sonntags
DEZ
11
Sonntag 11 Dezember
Liturgie des Sonntags

Per Natale, regala il Natale! Aiutaci a preparare un vero pranzo in famiglia per i nostri amici più poveri