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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Christi Himmelfahrt


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Johannes 16,16-20

Noch kurze Zeit, dann seht ihr mich nicht mehr, und wieder eine kurze Zeit, dann werdet ihr mich sehen.

Da sagten einige von seinen Jüngern zueinander: Was meint er damit, wenn er zu uns sagt: Noch kurze Zeit, dann seht ihr mich nicht mehr, und wieder eine kurze Zeit, dann werdet ihr mich sehen? Und was bedeutet: Ich gehe zum Vater?

Sie sagten: Was heißt das: eine kurze Zeit? Wir wissen nicht, wovon er redet.

Jesus erkannte, daß sie ihn fragen wollten, und sagte zu ihnen: Ihr macht euch Gedanken darüber, daß ich euch gesagt habe: Noch kurze Zeit, dann seht ihr mich nicht mehr, und wieder eine kurze Zeit, dann werdet ihr mich sehen.

Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet bekümmert sein, aber euer Kummer wird sich in Freude verwandeln.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Heute betrachten wir das Geheimnis Jesu, der in den Himmel hinaufsteigt. Die Jünger hatten ihn gefragt, ob nun endlich der Moment gekommen ist, an dem er das Reich Israel wieder neu errichten würde. Dabei handelte es sich um eine wichtige Frage, mit der sie ausdrücken wollten: „Können wir nun endlich aufhören, uns Sorgen zu machen? Haben wir ein für alle Mal das Böse besiegt? Wann zeigst du definitiv, dass du der Messias bist?“ Nicht zum ersten Mal fragten sie Jesus danach, ob der Moment gekommen sei, an dem sich alles bestätigen und klären würde. Vielleicht liegt in dieser Frage der faule Wunsch, sich nicht mehr abmühen zu müssen gegen Spaltungen und Schwierigkeiten oder auch die Erwartung der schwachen und unsicheren Jünger angesichts einer feindseligen Welt, die vom Bösen gezeichnet ist. Diese Frage steigt besonders dann in uns auf, wenn das Böse in unserer Nähe hereinbricht. Wann wird die Liebe die Oberhand gewinnen und wann wird der Tod für immer besiegt sein? Wann werden die Tränen der Menschen getrocknet sein? Jesus beantwortet diese Frage der Seinen nicht. Wir verstehen vom Leben so wenig, dass wir es leicht auf das reduzieren, was wir selbst verstehen, auf unsere Dinge und auf das, was wir erfahren. Das Leben ist aber, so scheint Jesus uns sagen zu wollen, viel größer und es steht uns sicherlich nicht zu, seine Zeiten und Orte zu wissen! Doch der Herr lässt uns nicht allein und verspricht die wahre Kraft des Geistes der Liebe, der auf die Jünger herabkommt.
Jesus ist also in das Heiligtum des Himmels hinaufgestiegen, in eines, das nicht von Menschenhand erbaut wurde wie es bei unseren Kirchen der Fall ist. Dennoch sind wir, jedes Mal, wenn wir die heilige Messe feiern, gleichsam mit hineingenommen in das Geheimnis der Himmelfahrt. Sind wir nicht jeden Sonntag, wenn wir uns vor den Altar stellen, in die Gegenwart Gottes aufgenommen? Erleben wir nicht zusammen mit Jesus das Geheimnis der Himmelfahrt? Vom Ambo aus, wie von jenem Berg, lehrt Jesus die Seinen und segnet sie. Können wir die Wolke, die ihn umgibt, nicht vergleichen mit den Weihrauchschwaden, die den Altar umhüllen und das heilige Brot und den Kelch des Heils umgeben, die zum Himmel erhoben werden?
Die Auffahrt in den Himmel bedeutet nicht, dass Jesus sich von den Jüngern entfernt hätte. Vielmehr bedeutet sie, dass er zum Vater gelangt ist und sich neben ihn in Herrlichkeit gesetzt hat. Das Hinaufsteigen steht also für eine endgültige Beziehung zu Gott. „Nach oben“ ist somit nicht räumlich zu verstehen, sondern es bedeutet eher, wenn wir so wollen, dass Jesus überall gegenwärtig ist: So wie der Himmel uns bedeckt und umhüllt, so bedeckt und umhüllt Jesus uns alle. Ich würde sogar noch weitergehen und sagen: Indem Jesus in den Himmel auffährt, bedeckt er die ganze Erde so, wie dieser sich über die Erde wölbt. Damit ist die Himmelfahrt kein Sich-Entfernen, sondern eher eine tiefere und ergreifende Annäherung. Anders ließe sich auch die Freude der Jünger nicht verstehen. Wie sonst hätten sie voller Freude sein können in dem Moment, in dem sich der Herr entfernte? Lukas schreibt nämlich: „Dann kehrten sie in großer Freude nach Jerusalem zurück“ (Lk 24,52). Die Apostel sind also nicht nur nicht traurig über die Trennung, sondern regelrecht voller Freude über die neue Fülle der Gegenwart Jesu.
Was ist geschehen? An jenem Tag machten die Jünger eine tiefe religiöse Erfahrung. Sie erfuhren, dass der Herr nun endgültig bei ihnen blieb, mit seinem Wort und seinem Geist. Hierbei handelte es sich um eine Nähe, die sicherlich geheimnisvoller war, aber vielleicht auch realer als vorher. Zweifellos kamen ihnen die Worte wieder in Erinnerung, die sie von Jesus gehört hatten: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt 18,20). An jenem Himmelfahrtstag wurden ihnen diese Worte in ihrer ganzen Tiefe klar: An welchem Ort auf Erden auch immer, zu welcher Epoche und zu welcher Stunde auch immer sich zwei oder drei Jünger des Herr versammeln, ist er mitten unter ihnen. Von diesem Augenblick an würde die Gegenwart Jesu in Raum und Zeit noch weitreichender sein. Er würde die Jünger auf ewig begleiten, überall und in jeder Weise. Hierin lag also der Grund für ihre Freude. Niemand auf der Welt konnte nunmehr Jesus aus ihrem Leben entfernen. Die Freude der Jünger ist heute auch unsere Freude.
Der Himmel wirkt kaum wie eine konkrete Dimension, er scheint weit weg, fast wie ein unerreichbarer Traum zu sein, der uns wegen seiner Schönheit bezaubern kann, aber nichts zu tun hat mit unseren konkreten Entscheidungen. Das irdische Leben scheint also eine Sache zu sein, das himmlische Leben dagegen eine ganz andere. In Wirklichkeit aber geht das Leben weiter. Der auferstandene Herr Jesus selbst erscheint seinen Jüngern nicht in einem neuen und vollkommenen Leib, sondern in dem Leib, der von der Geschichte und der Gewalt gezeichnet ist. Der auferstandene Jesus, ein Mann der Erde und des Himmels, ist kein Gespenst. Der auferstandene Jesus stellt in seiner Konkretheit gerade diese Verbindung zwischen dem Leben auf Erden und dem im Himmel dar. Der Apostel Paulus sagt dies feierlich in seinem Brief an die Kolosser: „Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, um durch ihn alles zu versöhnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut“ (Kol 1,19–20). Die Himmelfahrt zeigt uns die Zukunft, die Gott seinen Kindern vorbehalten hat. Sie liegt in dem Himmel, den Jesus erreicht hat und zu dem er geht, um uns, wie er gesagt hatte, einen Platz zu bereiten, damit wir da sind, wo auch er ist. Von heute an nimmt der Herr uns mit sich mit.
Die Jünger Jesu haben nicht alle ihre Probleme gelöst: Sie sind schwache, ungläubige Menschen und voller Angst. Doch wir können Zeugen dieser Liebe sein, immer und bis an die Enden der Erde und damit für alle Menschen, also auch die, die wir nicht beachten oder bei denen wir uns das Recht herausnehmen, sie schlecht zu behandeln. Wir werden ein Stück Himmel im Leben eines jeden Menschen finden und auch selbst Menschen des Himmels sein.


13/05/2010
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