Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

change language
sie sind in: home - gebet - das tägliche gebet kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  

Das tägliche Gebet


 
druckversion

Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Apostelgeschichte 3,1-10

Petrus und Johannes gingen um die neunte Stunde zum Gebet in den Tempel hinauf.

Da wurde ein Mann herbeigetragen, der von Geburt an gelähmt war. Man setzte ihn täglich an das Tor des Tempels, das man die Schöne Pforte nennt; dort sollte er bei denen, die in den Tempel gingen, um Almosen betteln.

Als er nun Petrus und Johannes in den Tempel gehen sah, bat er sie um ein Almosen.

Petrus und Johannes blickten ihn an, und Petrus sagte: Sieh uns an!

Da wandte er sich ihnen zu und erwartete, etwas von ihnen zu bekommen.

Petrus aber sagte: Silber und Gold besitze ich nicht. Doch was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, geh umher!

Und er faßte ihn an der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich kam Kraft in seine Füße und Gelenke;

er sprang auf, konnte stehen und ging umher. Dann ging er mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.

Alle Leute sahen ihn umhergehen und Gott loben.

Sie erkannten ihn als den, der gewöhnlich an der Schönen Pforte des Tempels saß und bettelte. Und sie waren voll Verwunderung und Staunen über das, was mit ihm geschehen war.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

In diesem Abschnitt sehen wir die ersten Schritte der Gemeinde des Herrn, die sie ohne die sichtbare Anwesenheit des Meisters geht. Vielleicht erinnern sich die Apostel an die ersten Reden Jesu, die im sechsten Kapitel des Markusevangeliums wiedergegeben sind: „Er rief die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben“. Petrus und Johannes setzen dieses Wort in die Tat um und gehen zum Tempel. Es ist unwichtig, dass Johannes bei dieser Begebenheit nichts zu tun scheint. Denn wiederum: Worauf es ankommt ist nicht der Protagonismus, sondern die unerlässliche Kommunion der Liebe zwischen den beiden, die ihrer Kraft und ihrem Charisma zugrunde liegt, auch wenn dann – wie in diesem Fall – nur Petrus spricht und handelt. Ihre Einmütigkeit, ihre Liebe, ihre gemeinsame Leidenschaft für das Evangelium ist nicht nur ihr erstes Zeugnis, sondern auch der Grund für ihre Kraft. Dies gilt auch für jede christliche Gemeinschaft, die dem Herrn folgen will. Petrus und Johannes setzen sich als Erste in Bewegung und taten dies gemeinsam. Der Weg auf ihren Spuren muss weiter fortgesetzt werden bis heute. Als sie an die Schöne Pforte des Tempels kommen, sehen sie einen Mann, der seit seiner Geburt gelähmt ist. Er ist vierzig Jahre alt. Den größten Teil seines Lebens hatte er wohl damit verbracht, an diesem Ort zu betteln. Er saß vor dem Tempel. Er konnte den Tempel nicht betreten, nicht nur weil er nicht gehen konnte, sondern auch wegen seiner Krankheit. Es gab damals ein trauriges Sprichwort, das lautete: „der Blinde und der Lahme werden nicht eintreten“. Auch heute sind viele Arme und manchmal auch ganze Länder gezwungen, vor den Türen der Reichen zu stehen und sich mit Brotresten oder einer milden Gabe zu begnügen. Wahrscheinlich erhoffte sich der Gelähmte von den beiden Jüngern, die vor ihm angelangt waren, nicht mehr als ein kleines Almosen. Doch Petrus bleibt stehen, „sie blickten ihn an, und Petrus sagte: Sieh uns an!“ Dies zeigt die Forderung nach einer direkten, liebevollen und auf gewisse Weise tiefen, fortdauernden Beziehung. Bereits hier taucht etwas Neues auf: Vielleicht ist dieser Mann nie jemandem begegnet, der stehen geblieben war, um mit ihm zu sprechen und nach einem Gespräch mit ihm zu verlangen. Viele sind vorbeigegangen und haben ein paar Münzen geworfen, sind dann aber weiter ihres Weges gegangen. Sie hatten ihn immer an jenem Ort gelassen. Dieses Mal geschieht etwas Neues. Das Evangelium fordert eine neue Aufmerksamkeit, ein wirksames, persönliches und direktes Interesse. Die Liebe erwächst nicht aus einer Organisation, sondern nur aus der Umkehr. Für die Christen sind die Armen kein soziales Problem, sondern Personen, denen man in die Augen blickt und die man liebt, um sie aus ihrer traurigen Situation zu retten. Petrus sagt dem Gelähmten deutlich, dass sie nicht genügend Geld haben, um sein Problem zu lösen. Doch sie haben viel mehr: den Urheber des Lebens. Mit der Vollmacht der persönlichen Liebe sagt Petrus zu ihm: „Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, geh umher!“ und er gibt ihm die rechte Hand, um ihn aufzurichten. Im Text heißt es, dass Petrus den Mann aufrichtete; er weckte ihn gleichsam aus dem Schlaf der Einsamkeit und Verlassenheit. Diese beiden Hände, die sich begegnen, zeigen, wie die Kirche am Beginn des neuen Jahrtausends sein soll, und sie sprechen von einer festen Bindung, die nicht nur aus vorübergehenden Almosen (die freilich gegeben werden müssen!), sondern aus einer grenzenlosen Liebe besteht. Diese Art der Liebe nach dem Evangelium ist stark und bewirkt Wunder.


02/06/2010
Gedenken an die Heiligen und die Propheten


Veranstaltungen der woche
DEZ
4
Sonntag 4 Dezember
Liturgie des Sonntags
DEZ
5
Montag 5 Dezember
Gebet für die Kranken
DEZ
6
Dienstag 6 Dezember
Gedenken an die Mutter des Herrn
DEZ
7
Mittwoch 7 Dezember
Gedenken an die Heiligen und die Propheten
DEZ
8
Donnerstag 8 Dezember
Fest der unbefleckten Empfängnis Mariens
DEZ
9
Freitag 9 Dezember
Gedenken an den gekreuzigten Jesus
DEZ
10
Samstag 10 Dezember
Vorabend des Sonntags
DEZ
11
Sonntag 11 Dezember
Liturgie des Sonntags

Per Natale, regala il Natale! Aiutaci a preparare un vero pranzo in famiglia per i nostri amici più poveri