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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Ester 5,1-5

Am dritten Tag legte Ester ihre königlichen Gewänder an und ging in den inneren Palasthof, der vor dem Haus des Königs lag. Der König saß im Königshaus auf seinem Königsthron, dem Eingang gegenüber. [Am dritten Tag legte Ester, als sie ihr Gebet beendet hatte, ihr Bußgewand ab und zog ihre Prunkgewänder an. (a) Nachdem sie ihre strahlende Schönheit wieder gewonnen hatte, betete sie zu dem allsehenden Gott und Retter. Dann nahm sie zwei Dienerinnen mit; auf die eine stützte sie sich nach der Art der vornehmen Frauen, die andere ging hinter ihr und trug ihr die Schleppe. (b) Sie selbst strahlte in blühender Schönheit, ihr Gesicht war bezaubernd und heiter, ihr Herz aber war beklommen vor Furcht. (c) Sie durchschritt alle Türen und blieb vor dem König stehen. Er saß auf seinem königlichen Thron, angetan mit seinen Prunkgewändern voll Gold und Edelsteinen. Der Anblick war furchterregend. (d) Als er aufblickte und die Königin in wildem Zorn mit feuerrotem Gesicht ansah, wurde sie bleich, fiel in Ohnmacht und sank auf die Schulter der Dienerin, die vorausging. (e) Da erweichte Gott das Herz des Königs. Besorgt sprang er vom Thron auf und nahm sie in seine Arme, bis sie wieder zu sich kam. Dann redete er ihr mit freundlichen Worten zu und sagte: (f) Was hast du, Ester? Ich bin dein Bruder, sei unbesorgt! Du sollst nicht sterben; denn unser Befehl gilt nur für die anderen. Komm her!

Als der König die Königin Ester im Hof stehen sah, fand sie Gnade vor seinen Augen. Der König streckte ihr das goldene Zepter entgegen, das er in der Hand hielt. Ester trat näher und berührte die Spitze des Zepters. Dann nahm er das goldene Zepter, legte es ihr auf den Nacken, küßte sie und sagte: Nun rede mit mir! (a) Da sagte sie zu ihm: Ich sah dich, Herr, wie einen Engel Gottes, und mein Herz erschrak aus Furcht vor deinem majestätischen Anblick; denn du bist herrlich, Herr, und dein Gesicht ist voll Wohlwollen. (b) Während sie mit ihm redete, fiel sie wieder in Ohnmacht. Der König war sehr bestürzt, und sein ganzes Gefolge suchte ihr Mut zu machen.]

Der König sagte zu ihr: Was willst du, Königin Ester? Was hast du für einen Wunsch? Auch wenn es die Hälfte meines Reiches wäre, du sollst es erhalten.

Ester antwortete: Wenn es dem König gefällt, möge er heute mit Haman zu dem Festmahl kommen, das ich für ihn vorbereitet habe.

Der König sagte: Holt in aller Eile Haman her, damit wir Esters Wunsch erfüllen können. Und der König kam mit Haman zu dem Festmahl, das Ester vorbereitet hatte.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ester bereitet sich darauf vor, vor den König zu treten. Der hebräische Text unterstreicht nur, dass sie als Königin zu ihm ging: „Sie bekleidete sich wieder mit der Königinnenwürde“, so könnte man mit der Übersetzung der hebräischen Wendung sagen, die sich nicht nur auf die Kleidung bezieht, sondern auch auf das wiedererlangte Bewusstsein ihrer Rolle als Königin. Ester ist weise, voller Verantwortung, auf die Interessen des Königreiches bedacht (vgl. Kap. 7) und Schwester ihres Volkes. Selbstvergessen strebt sie nicht nach Privilegien, sie gibt sich hin und begibt sich für die anderen in Gefahr. Der griechische Text (der mit Buchstaben gekennzeichnet ist) hebt dagegen Esters Schönheit und die Pracht des Königs hervor und stellt ihre Begegnung als das dramatische Aufeinandertreffen zweier strahlender Personen und der aus ihnen strömenden Gefühle dar. Der König streckt in beiden Versionen sein Zepter aus und rettet Ester. Diese lädt ihn zu einem Festmahl ein, das für ihn und den mächtigen Haman bereitet wird. Die hebräische Fassung berichtet nur, dass der König Ester aufnimmt und zeigt alleine dadurch, dass durch sie die Rettung der Juden geschehen wird und dass sie deshalb zur Königin wurde. So ist der Herr in der Entwicklung der Ereignisse gegenwärtig, auch in der Sympathie des Königs für Ester. Es genügt also diese Andeutung, um auf die Worte Mordechais (vgl. 4,13–14) zu verweisen. Der griechische Text hingegen betont sowohl die Gefühle, die Ester und den König antreiben, als auch Gottes direktes Handeln. Ester ist hier nicht mehr die starke und entschlossene Königin, sondern eine gefühlsbetonte Frau, die der Spannung dieser Situation nicht gewachsen ist. Ester scheint sehr schlau, doch braucht sie die Hilfe des Herrn. Der König ist von der zerbrechlichen Zartheit der Königin ergriffen, nimmt sie in die Arme und rettet sie. Die wahre Schönheit Esters liegt im Bewusstsein, dass sie nicht nur für sich selbst verantwortlich ist, sondern für ihr Volk. Das ist der höchste Ausdruck des Königtums des Mannes und der Frau, denen der Herr die Herrschaft über das Universum anvertraut hat. Die Fülle des Königtums des Mannes und der Frau zeigt sich dann, wenn sie ihr Königtum nicht nur für sich selbst, sondern für alle leben. Der griechische Text besteht darauf, dass Ester von dem „herrlichen“ Anblick des Königs geblendet scheint. Diese Herrlichkeit ist nicht nur ein äußerlicher Glanz, sondern zeigt das Gewicht und die Tragweite seiner Königsmacht, einer Macht über Leben und Tod, die auch Schrecken hervorruft. Doch hier erscheint der König Ester wie ein Engel des Lebens und mit einem strahlenden Gesicht, während seine Haltung sich in Wohlwollen und Erbarmen wendet. Ester erkannte hier gleichsam die Offenbarung (der Text verwendet das Wort Epiphaneia) Gottes. Angesicht von Esters Angst sagt der König: „Ich bin dein Bruder …“, was nur deshalb aus dem Mund eines Mannes kommen kann, der in zweierlei Weise ihr „Herr“ ist (als Ehemann und König), weil es ihm der Herr selbst in den Mund gelegt hat, der will, dass die Völker nicht sterben sondern leben.


23/09/2010
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