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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den heiligen Pankratius, der mit 14 Jahren aus Liebe zum Evangelium zum Märtyrer wurde. Gebet für die Jugendlichen, dass sie dem Evangelium und dem Herrn begegnen mögen.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Johannes 6,44-51

Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.

Bei den Propheten heißt es: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen.

Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen.

Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben.

Ich bin das Brot des Lebens.

Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben.

So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon ißt, wird er nicht sterben.

Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot ißt, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium erzählt uns weiter von der Rede Jesu in der Synagoge von Kafarnaum. Zu Beginn dieses Abschnitts stellt Jesus klar, dass keiner sein Geheimnis erfassen kann ohne den Glauben, den der Vater schenkt. Jesus offenbart das Geheimnis des christlichen Lebens. Der Glaube ist demzufolge nicht Frucht des Bemühens der Menschen, die sich anstrengen, ein tugendhaftes Leben zu führen, sondern eine Frucht der Bereitschaft, sich von ihm anziehen zu lassen. „Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt …“ Die Anziehungskraft, von der Jesus hier spricht, ist keine Frage des Intellekts, sondern des Herzens, der Leidenschaft, der Überzeugung. Der Glaube insgesamt ist eine Frage der vollendeten Liebe, also eine Frage, die Geist und Herz betrifft. Dies geschieht, wenn man mit einer bereitwilligen Haltung auf das Wort Gottes hört. In den Worten des Herrn liegt eine anziehende Kraft, mit der man jedes Hindernis und jede Schwierigkeit überwinden kann, denn die Schönheit des Lebens mit ihm vertreibt jedes Gefühl, Verzicht zu leisten oder Opfer zu bringen. Jesus sagt: „Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen“, denn er erkennt, wo er den wahren Sinn des Lebens finden kann und die Nahrung, die ihn erhält und nie wanken und schwach werden lässt. Es ist wirklich schwer vorstellbar, dass sich Gott in der Schwäche der Worte des Evangeliums offenbart und dass man seine Liebe in der Liebe seiner Söhne und Töchter spüren kann. Es scheint natürlicher zu sein, die Nahrung für unser Leben und die Sicherheiten und Beziehungen, die unserem Leben Glück und Stütze versprechen, woanders zu suchen, in Dingen, die äußerlich verlässlicher zu sein scheinen. In Wirklichkeit ist dies eine Illusion, denn wir alle kennen die Vergänglichkeit und die Schwäche alles Menschlichen. Es ist viel besser, sich einem Gott anzuvertrauen, der die Worte eines Menschen gewählt hat, um sein Wort kundzutun, der die schwachen Zeichen der Sakramente gewählt hat, um uns seine Kraft zu schenken. Es bedarf keiner übermenschlichen Anstrengungen, um die himmlischen Dinge zu verstehen. Wer Gott kennenlernen will, muss seinen Sohn kennenlernen. Wer das Geheimnis Gottes verstehen möchte, braucht nur das Evangelium zu lesen. Wer sich vom Evangelium anziehen lässt, lässt sich von Gott anziehen und erhält das Brot, das nicht verdirbt: „Ich bin das lebendige Brot … wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.“ Dies ist das Geheimnis, das wir immer erleben, wenn wir an der heiligen Messe teilnehmen, wo wir das Geschenk des Brotes, des Wortes und das seines Leibes erhalten.


12/05/2011
Gedenken an die Kirche


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