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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den Propheten Jesaja. Erinnerung an Athenagoras (1886–1972), den Patriarchen von Konstantinopel und Vater des ökumenischen Dialogs.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Matthäus 10,7-16

Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.

Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.

Steckt nicht Gold, Silber und Kupfermünzen in euren Gürtel.

Nehmt keine Vorratstasche mit auf den Weg, kein zweites Hemd, keine Schuhe, keinen Wanderstab; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Unterhalt.

Wenn ihr in eine Stadt oder in ein Dorf kommt, erkundigt euch, wer es wert ist, euch aufzunehmen; bei ihm bleibt, bis ihr den Ort wieder verlaßt.

Wenn ihr in ein Haus kommt, dann wünscht ihm Frieden.

Wenn das Haus es wert ist, soll der Friede, den ihr ihm wünscht, bei ihm einkehren. Ist das Haus es aber nicht wert, dann soll der Friede zu euch zurückkehren.

Wenn man euch aber in einem Haus oder in einer Stadt nicht aufnimmt und eure Worte nicht hören will, dann geht weg, und schüttelt den Staub von euren Füßen.

Amen, das sage ich euch: Dem Gebiet von Sodom und Gomorra wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt.

Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; seid daher klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben!

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jesus hat die Zwölf erwählt und ihnen die Mission der Verkündigung des Kommens des Reiches Gottes anvertraut. Dann erklärt er weiter den Inhalt der Verkündigung, den die Jünger denen, denen sie begegnen, weitergeben sollen. Das Evangelium, das verkündet werden muss, hat einen zentralen Kern, auch wenn es auf sehr verschiedene Weise erklärt werden kann, ausgehend von den verschiedenen Menschen und Völkern.
Jesus sagt ihnen: „Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus!“ Er fügt hinzu, dass sie den Frieden in die Häuser der Menschen einkehren lassen sollen. Dies ist ein wesentlicher und unumgänglicher Gedanke für die Jünger und für die Kirche jederzeit und für jede christliche Gemeinschaft. Dies muss die erste und wahre Sorge der Jünger sein. Jesus warnt sie, sich nicht von anderen Sorgen überwältigen zu lassen. Und er zählt sie auf: Gold, Silber, Kupfermünzen, Vorratstasche, zweites Hemd, Schuhe, Wanderstab. Und doch scheinen diese Dinge nützlich, wenn nicht sogar notwendig für die Mission. In Wahrheit aber entfernen sie die Jünger oft auf hinterlistige Weise vom absoluten Vorrang des Evangeliums. Es ist nötig, oft über diesen Abschnitt des Evangeliums nachzudenken, um den wahren Schatz zu verstehen, der uns übergeben wurde und zu verstehen, dass unsere Kraft allein in Jesus liegt. Sie liegt sicherlich nicht in unseren Organisationsformen, Programmen oder Strategien. Jesus verweist auf den Frieden als Gabe, die die Jünger in die Städte, Dörfer und Häuser der Menschen tragen müssen. Lukas spricht im parallelen Abschnitt vom Friedensgruß: „Friede diesem Haus!“ (10,5). Es ist ein Gruß, den die Welt heute besonders nötig hat. Die ersten zehn Jahre des neuen Jahrhunderts sind schon vergangen, und die Welt ist noch immer gezeichnet durch Gewalt und Konflikte, die das Leben vieler vergiften. Oft sind es genau unsere Häuser und unsere Familien, die diesen Frieden suchen, den sie nicht finden. Dieser Friede jedoch bleibt die einzige Basis für ein ausgeglicheneres und glücklicheres Leben. Spannungen und Unverständnis machen zu oft aus unseren Häusern Orte von Spaltungen und Brüchen. Die christliche Gemeinschaft ist gerufen, für den Frieden zu arbeiten und ihn in die Konfliktsituationen zu bringen, die den Völkern wie auch den Häusern unserer Städte Leid zufügen. Die Jünger Jesu sind wie Schafe in diese Welt gesandt, als schwache Männer und Frauen, die aber friedfertig und friedensstiftend sind. Das geschieht nicht ohne Widerstand. Das Evangelium warnt uns: „Wenn man euch aber ... nicht aufnimmt ...“. Die fehlende Aufnahme und die Ablehnung verringern die Kraft nicht und auch nicht das Wissen darum, dass die einzige Mission der Kirche die ist, das Evangelium zu verkünden und den Frieden allen Menschen zu bringen.


07/07/2011
Gedenken an die Kirche


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