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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Fest der Kreuzeserhöhung, das an die Wiederauffindung des Kreuzes Jesu durch die heilige Helena erinnert.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Johannes 3,13-17

Und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn.

Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muß der Menschensohn erhöht werden,

damit jeder, der (an ihn) glaubt, in ihm das ewige Leben hat.

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Dieser Festtag erinnert an den 14. September 335, als sich eine große Menge Gläubiger zur Feier der Weihe der Heilig-Grab-Basilika in Jerusalem versammelte, die unter Kaiser Konstantin restauriert worden war. Bei diesem Anlass gedachte man auch der Auffindung des Holzes des heiligen Kreuzes. Seit jenem Tag wird in Jerusalem jedes Jahr diese Gedenkfeier begangen. Noch heute hebt der zelebrierende Priester das Kreuz in die vier Himmelsrichtungen, um die Universalität des Heils zu zeigen. Diese Feier mit ihrer großen spirituellen Bedeutung blieb nicht auf Jerusalem beschränkt. Bald breitete sie sich in den verschiedenen Kirchen aus, zunächst in denen des Ostens, ausgehend von Konstantinopel, dann in den Kirchen des Westens, ausgehend von Rom. Auch heute ist es nötig, das Kreuz in allen Teilen der Erde aufzurichten, weil Jesus für die Rettung aller Menschen am Kreuz erhöht wurde.
Die erste Lesung der heutigen Liturgie erinnert uns an eine Geschichte, die Israel in der Wüste widerfahren ist, als viele an giftigen Schlangenbissen starben. In dieser Erzählung können wir die heutige Situation vieler Völker erkennen. Auch in unserer Welt gibt es viele Giftschlangen, und oft sind es die Menschen selbst, die anderen einen giftigen und oft tödlichen Biss versetzen. Mose hob eine bronzene Schlange in die Höhe. Wer sie betrachtete, musste nicht sterben. Mose tat dies als Sinnbild; seine Geste war eine Vorwegnahme des Kreuzes. Der Evangelist Johannes schreibt ausdrücklich: „Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden“ (Joh 3,14), und später fügt er hinzu, als ob er die biblische Szene nachzeichnen wollte: „Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben“ (Joh 19,37). Auch heute noch muss man das Kreuz erheben und hoch aufrichten, damit es alle sehen.
Doch wie kann man ein Folterinstrument erhöhen, ja ihm sogar einen Festtag widmen? Das ist so, als ob wir in der heutigen Zeit den elektrischen Stuhl feiern würden, überall Bilder von ihm aufhängen und ihn als Anhänger um den Hals tragen würden. Wir würden sicher für eigenartig gehalten werden, wenn nicht noch schlimmer. Leider hat die Gewöhnung an das Bild des Kreuzes dazu beigetragen, dass das Bewusstsein für die Grausamkeit verloren ging, die es verkörpert. Man denkt nicht mehr daran, dass das Kreuz zu den härtesten und grausamsten Folterinstrumenten zählte. Aber wenn wir das Bewusstsein dafür verlieren, verstehen wir auch nicht, wie weit die Liebe Jesu ging. Die Kirche möchte mit dem Fest der Kreuzerhöhung allen die unsagbare Liebe Jesu zu jedem von uns zeigen. Deshalb ist es wirklich gut, Gott für das Kreuz zu danken. In der Präfation der Messe heißt es: „hat er sterbend die Arme ausgebreitet am Holz des Kreuzes. Er hat die Macht des Todes gebrochen und die Auferstehung kundgetan.“ Es ist richtig, das Kreuz zu erhöhen. Auf diesem Holz wurde die Eigenliebe für immer besiegt und es triumphiert endgültig die Liebe zum Nächsten. Das Kreuz ist die Synthese, ja der Höhepunkt der Liebe Jesu zu uns. Der Apostel Paulus schreibt in seinem Hymnus im Brief an die Philipper, dass Jesus seinen Weg zum Kreuz so begann: „Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein.“ Aus Liebe „entäußerte (er) sich und wurde wie ein Sklave“. Aus Liebe „erniedrigte (er) sich, war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz“. Der Vater selbst war so bewegt von der selbstlosen Liebe des Sohnes, dass er ihn „über alle erhöht (hat) und ihm den Namen verliehen (hat), der größer ist als alle Namen“.
Am Kreuz begegnen sich der Tod und das Leben zum letzten und endgültigen Kampf. Dieser Kampf wird im Leib Jesu ausgetragen. Er stirbt, aber mit ihm stirbt auch endgültig die Selbstliebe. Alle, die unter dem Kreuz dabeistanden, riefen: „Hilf dir selbst“. Aber wie sollte er sich selbst retten, wenn er doch nie für sich gelebt hatte? Sein Evangelium sagte genau das Gegenteil: „Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen“ (Mt 20,28). Man könnte dies so übersetzen: Ich bin nicht gekommen, um mich selbst zu retten, sondern um die anderen zu retten. Sicher hätte Jesus den Tod umgehen können. Er hätte nur auf Petrus und die anderen Jünger hören müssen, als sie ihn davon abbringen wollten, nach Jerusalem zu gehen. Oder er hätte eine Abmachung mit Pilatus treffen können, wie sie ihm Pilatus angeboten hatte. Aber so hätte er sein Evangelium verleugnet, das genau das Gegenteil von dem sagt, was die Welt lehrt: „Hilf dir selbst“. Durch sein Sterben rettet Jesus die Liebe. Nun können wir endlich sagen, dass mitten unter uns einer ist, der die anderen mehr liebt als sich selbst. Er ist einer, der bereit ist, sein ganzes Leben für jeden von uns hinzugeben. Der Apostel Paulus lässt uns tiefer darüber nachdenken, wenn er schreibt, „dabei wird nur schwerlich jemand für einen Gerechten sterben; vielleicht wird er jedoch für einen guten Menschen sein Leben wagen. Gott aber hat seine Liebe zu uns darin erwiesen, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren“ (Röm 5,7–8).


14/09/2011
Fest der Kreuzerhöhung


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