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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Hohelied 1,7-8

Du, den meine Seele liebt, sag mir: Wo weidest du die Herde? Wo lagerst du am Mittag? Wozu soll ich erst umherirren bei den Herden deiner Gefährten?

Wenn du das nicht weißt, du schönste der Frauen, dann folge den Spuren der Schafe, dann weide deine Zicklein dort, wo die Hirten lagern.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

In zwei Versen beschreibt der Autor die Suche der Frau nach ihrem Geliebten. Dieser ist noch nicht selbst in das Geschehen eingetreten, wird jedoch von der Frau gerufen: „Du, den meine Seele liebt, sag mir: Wo weidest du die Herde? Wo lagerst du am Mittag?“ Ihre Frage klingt ernsthaft und betrübt. Die Antwort jedoch drückt nicht die entsprechende Leidenschaft aus, ja sie hört sich wenig herzlich an: „Folge den Spuren der Schafe.“ Die Sehnsucht der Frau reicht nicht aus, um den Geliebten zu treffen. Sie benötigt Auskunft über den Weg. Zu Recht, denn sie will weder ins Leere laufen noch den verirrten Schafen folgen: „Wozu soll ich erst umherirren bei den Herden deiner Gefährten?“ Die Gefühle dieser Frau geben dem Gläubigen Anlass zum Nachdenken. Sie sind eine Empfehlung, die vom Herrn kommenden Anweisungen unbedingt zu beachten, damit die Suche nicht vergeblich sei. Es besteht eine unerlässliche Verbindung zwischen der Sehnsucht nach Gott, dem Wunsch nach seiner Freundschaft und den Anweisungen, die er selbst uns geben muss. Im Zweiten Buch der Chronik wendet sich beispielsweise der Prophet Asarja mit folgenden Worten an die Gläubigen: „Der Herr ist mit euch, wenn ihr zu ihm haltet. Wenn ihr ihn sucht, lässt er sich von euch finden; wenn ihr ihn aber verlasst, verlässt er euch. Lange Zeit lebte Israel ohne den wahren Gott, ohne einen belehrenden Priester, ohne Gesetz. In ihrer Not bekehrten sie sich zum Herrn, dem Gott Israels, und da sie ihn suchten, ließ er sich von ihnen finden“ (2Chr 15,2-4). Dies geschah in einer schwierigen Zeit des Volkes Israel, in der es an Frieden mangelte. Die Suche nach dem Herrn bedarf der Hilfe Gottes selbst, um an ein gutes Ende zu gelangen. Denn er kennt uns in der Tiefe, mehr als wir uns selbst kennen. Er lässt uns niemals im Stich, aber nicht nur das: Auf dem Weg kommt er uns zu Hilfe. Es ist kein Zufall, dass der Autor nun den „Chor“ zu Wort kommen lässt, der die „Schönste der Frauen“ sanft tadelt und sie auffordert: „Folge den Spuren der Schafe, dann weide deine Zicklein dort, wo die Hirten lagern.“ Der Gläubige wird eingeladen, den „Spuren der Schafe“ zu folgen. Das heißt, er soll das Volk, das Gott sich erwählt hat, nicht verlassen und sich nicht von der Gemeinschaft entfernen, die Gott selbst erbaut hat. In ihr hat sich der Herr niedergelassen, damit keiner verloren gehe. So schreibt der Psalm: „Der Herr behüte dich vor allem Bösen, er behüte dein Leben. Der Herr behüte dich, wenn du fortgehst und wiederkommst, von nun an bis in Ewigkeit“ (121,7.8). Der Herr überlässt seine Kinder nicht einem blinden Schicksal oder gar der Herrschaft des Bösen. Von uns wird nichts anderes verlangt, als unsere Suche nach Gott zu intensivieren, damit wir ihn nicht verlieren sondern neu zu ihm finden. An der Seite der Frau des Hohenliedes können wir eine andere Frau erkennen, Maria von Magdala, die nicht müde wurde, ihren Geliebten, Jesus, zu suchen, selbst nach seinem Tod. Mit großer Ernsthaftigkeit fragte sie den Gärtner am Grab: „Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen“ (Joh 20,15). Und der Herr ließ sich finden.


01/12/2011
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