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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch der Sprichwörter 1,20-32

Die Weisheit ruft laut auf der Straße, auf den Plätzen erhebt sie ihre Stimme.

Am Anfang der Mauern predigt sie, an den Stadttoren hält sie ihre Reden:

Wie lang noch, ihr Törichten, liebt ihr Betörung, gefällt den Zuchtlosen ihr dreistes Gerede, hassen die Toren Erkenntnis?

Wendet euch meiner Mahnung zu! Dann will ich auf euch meinen Geist ausgießen und meine Worte euch kundtun.

Als ich rief, habt ihr euch geweigert, meine drohende Hand hat keiner beachtet;

jeden Rat, den ich gab, habt ihr ausgeschlagen, meine Mahnung gefiel euch nicht.

Darum werde auch ich lachen, wenn euch Unglück trifft, werde spotten, wenn Schrecken über euch kommt,

wenn der Schrecken euch wie ein Unwetter naht und wie ein Sturm euer Unglück hereinbricht, wenn Not und Drangsal euch überfallen.

Dann werden sie nach mir rufen, doch ich höre nicht; sie werden mich suchen, aber nicht finden.

Weil sie die Einsicht haßten und nicht die Gottesfurcht wählten,

meinen Rat nicht wollten, meine ganze Mahnung mißachteten,

sollen sie nun essen von der Frucht ihres Tuns und von ihren Plänen sich sättigen.

Denn die Abtrünnigkeit der Haltlosen ist ihr Tod, die Sorglosigkeit der Toren ist ihr Verderben.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Ermahnung zur Weisheit, die wie eine Person dargestellt wird, genügt nicht. Sie "ruft laut auf der Straße, auf den Plätzen erhebt sie ihre Stimme, an den Stadttoren hält sie ihre Reden". In diesem Vers nehmen wir die Liebe Gottes und seinen Schmerz wahr, seine Stimme, die schreit, ruft und mahnt, damit jemand auf sie hören möge. Was sollte Gott anderes für uns tun, als seine Stimme hören zu lassen und uns die Weisheit seiner Rede zu verkünden? Der Schluss des Abschnitts besteht auf der Notwendigkeit des Hörens: "Wer aber auf mich hört, wohnt in Sicherheit, ihn stört kein böser Schrecken." Das Hören bringt Frieden und Sicherheit, wogegen das Leben oft eine Plage ist. Denn wer ängstlich nach dem eigenen Wohlstand strebt und die eigenen Interessen verfolgt, wird immer unzufrieden sein und den Frieden und die Herzensruhe nicht finden können, die er sich einbildet, mit dem Reichtum zu gewinnen. Zwischen den beiden entgegengesetzten Stellen vom Anfang und Ende des Abschnitts, dem Ruf zu Beginn und der abschließenden Folgerung, finden wir die schmerzhafte Feststellung Gottes gegenüber den Menschen, die nur auf sich selbst hören: "Als ich rief, habt ihr euch geweigert, meine drohende Hand hat keiner beachtet; jeden Rat, den ich gab, habt ihr ausgeschlagen, meine Mahnung gefiel euch nicht." Wir müssen uns immer die Frage nach unserer eigenen Antwort auf das Wort Gottes stellen. Er lässt nicht ab von uns, er spricht zu uns und weist uns zurecht. Wie ein Vater und eine Mutter hilft er uns in Schwierigkeiten und führt uns zu einem unbeschwerten und friedlichen Leben. Dennoch nehmen auch wir seinen Rat oft nicht ernst und sind schnell dabei, sein Wort zu unterdrücken, indem wir uns von der Eigenliebe beherrschen lassen. Dann aber kommt eine Zeit, in der man nicht mehr zuhören kann. Wer das Zuhören verschiebt und vorgibt, er werde es morgen nachholen oder er sei heute mit sich selbst und seinen Problemen beschäftigt, der muss befürchten, dass sich sein Herz verhärtet und ihn so weit von Gott entfernt, bis er sich aus seiner Freundschaft ausschließt. Was der Text sagt, ist keine Drohung, sondern die Folge eines Lebens, das nur auf sich selbst gehört hat. "...wenn der Schrecken euch wie ein Unwetter naht und wie ein Sturm euer Unglück hereinbricht, wenn Not und Drangsal euch überfallen. Dann werden sie nach mir rufen, doch ich höre nicht; sie werden mich suchen, aber nicht finden." Wenn wir den Eindruck haben, dass Gott uns nicht hört, dann sollten wir uns nicht beklagen. Vielmehr müssen wir uns fragen, ob es nicht die Folge unserer Sünde und der Tatsache ist, dass wir für zu lange Zeit nicht auf ihn gehört haben und deshalb keine Worte mehr finden, um uns an ihn zu wenden.


11/01/2012
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