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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gebet für die Einheit der Kirchen. Besonderes Gedenken an die christlichen Gemeinden in Afrika.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch der Sprichwörter 7,1-27

Mein Sohn, achte auf meine Worte, meine Gebote verwahre bei dir!

Achte auf meine Gebote, damit du am Leben bleibst, hüte meine Lehre wie deinen Augapfel!

Binde sie dir an die Finger, schreib sie auf die Tafel deines Herzens!

Sag zur Weisheit: Du bist meine Schwester!, und nenne die Klugheit deine Freundin!

Sie bewahrt dich vor der Frau eines andern, vor der Fremden, die verführerisch redet.

Vom Fenster meines Hauses, durch das Gitter, habe ich ausgeschaut;

da sah ich bei den Unerfahrenen, da bemerkte ich bei den Burschen einen jungen Mann ohne Verstand:

Er ging über die Straße, bog um die Ecke und nahm den Weg zu ihrem Haus;

als der Tag sich neigte, in der Abenddämmerung, um die Zeit, da es dunkel wird und die Nacht kommt.

Da! Eine Frau kommt auf ihn zu, im Kleid der Dirnen, mit listiger Absicht;

voll Leidenschaft ist sie und unbändig, ihre Füße blieben nicht mehr im Haus;

bald auf den Gassen, bald auf den Plätzen, an allen Straßenecken lauert sie.

Nun packt sie ihn, küßt ihn, sagt zu ihm mit keckem Gesicht:

Ich war zu Heilsopfern verpflichtet, und heute erfüllte ich meine Gelübde.

Darum bin ich ausgegangen, dir entgegen, ich habe dich gesucht und gefunden.

Ich habe Decken über mein Bett gebreitet, bunte Tücher aus ägyptischem Leinen;

ich habe mein Lager besprengt mit Myrrhe, Aloe und Zimt.

Komm, wir wollen bis zum Morgen in Liebe schwelgen, wir wollen die Liebeslust kosten.

Denn mein Mann ist nicht zu Hause, er ist auf Reisen, weit fort.

Den Geldbeutel hat er mitgenommen, erst am Vollmondstag kehrt er heim.

So macht sie ihn willig mit viel Überredung, mit schmeichelnden Lippen verführt sie ihn.

Betört folgt er ihr, wie ein Ochse, den man zum Schlachten führt, wie ein Hirsch, den das Fangseil umschlingt,

bis ein Pfeil ihm die Leber zerreißt; wie ein Vogel, der in das Netz fliegt und nicht merkt, daß es um sein Leben geht.

Darum, ihr Söhne, hört auf mich, achtet auf meine Reden!

Dein Herz schweife nicht ab auf ihre Wege, verirre dich nicht auf ihre Pfade!

Denn zahlreich sind die Erschlagenen, die sie gefällt hat; viele sind es, die sie ermordet hat;

ihr Haus ist ein Weg zur Unterwelt, er führt zu den Kammern des Todes.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wieder wird auf das Thema des Ehebruchs eingegangen. Nach der anfänglichen Ermahnung, dass Gottes Lehre Leben ist, werden die Bilder des vorigen Kapitels wieder aufgegriffen und ein neues Bild der Weisheit vorgestellt: „Sag zur Weisheit: Du bist meine Schwester! Und nenne die Klugheit deine Freundin! Sie bewahrt dich vor der Frau eines andern, vor der Fremden, die verführerisch redet“; mit der „Frau eines andern“ ist hierbei eine Dirne gemeint Diese Dirne widersetzt sich der Weisheit, während die Fremde die Klugheit, oder genauer die „Einsicht“, behindert. Die Anrede „meine Schwester“ ist eine der Bezeichnungen für die Geliebte im Hohenlied (4,9.10.12). Wenn die Weisheit eine Mutter war, so hat sie mit ihren Warnungen belehrt; als Geliebte warnt sie mit ihren Ratschlägen und vor allem schützt sie mit ihrer Liebe. Wir sehen hier die gute Liebe einer ehelichen Braut, der Weisheit. Dagegen steht die verdorbene Liebe einer Fremden und Ehebrecherin. Die Weisheit setzt sich so zum ersten Mal mit der Braut der Jugend gleich, die schon in Kapitel 5 auftrat. Auf diesem Gegensatz beruht das ganze Kapitel, das in allen Einzelheiten die Verführungsschritte der Dirne schildert, die versucht, die „Unerfahrenen“ zu umgarnen, „unter den Burschen einen jungen Mann ohne Verstand“. Wer sich nicht schon von Jugend auf die Weisheit zur Liebe seines Lebens nimmt, wer nicht von Jugend an Umgang mit dem Wort Gottes hat und es nicht liebt, wird leicht von oberflächlichen Illusionen umgarnt werden und sich vom Weg des Lebens entfernen. Das Leben eines Christen ist wie ein Liebesgeschehen zwischen Gott und seinem Volk, das sich aus dem Wort Gottes nährt, das Weisheit, Einsicht, Lehre, Wegweiser, Orientierung und Gebot ist. Nur wenn man diesen Weisheitsschatz liebt, kann man sich vor den oberflächlichen Illusionen schützen, die uns täglich angeboten werden und die uns dazu bringen, dass wir den Wert des Lebens verlieren: „ihr Haus ist ein Weg zur Unterwelt, er führt zu den Kammern des Todes“. Das Haus des Lebens, auf das wir uns stützen und auf dem wir bauen können, ist der Fels des Wortes Gottes, von dem Jesus zu uns gesprochen hat. Alles andere ist wie Sand, den der Wind mühelos hinwegweht.


23/01/2012
Gedenken an die Armen


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