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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch der Sprichwörter 10,1-23

Sprichwörter Salomos: Ein kluger Sohn macht dem Vater Freude, ein dummer Sohn ist der Kummer seiner Mutter.

Unrecht Gut gedeiht nicht, Gerechtigkeit aber rettet vor dem Tod.

Das Verlangen des Gerechten sättigt der Herr, die Gier der Frevler stößt er zurück.

Lässige Hand bringt Armut, fleißige Hand macht reich.

Wer im Sommer sammelt, ist ein kluger Mensch; in Schande gerät, wer zur Erntezeit schläft.

Segen ruht auf dem Haupt des Gerechten, im Mund der Frevler versteckt sich Gewalttat.

Das Andenken des Gerechten ist gesegnet, der Name der Frevler vermodert.

Verständiger Sinn nimmt die Gebote an, wer Törichtes redet, kommt zu Fall.

Wer aufrichtig seinen Weg geht, geht sicher, wer krumme Wege geht, wird durchschaut.

Wer mit den Augen zwinkert, schafft Leid, wer offen tadelt, stiftet Frieden.

Der Mund des Gerechten ist ein Lebensquell, im Mund der Frevler versteckt sich Gewalttat.

Haß weckt Streit, Liebe deckt alle Vergehen zu.

Auf den Lippen des Einsichtigen findet man Weisheit, auf den Rücken des Unverständigen paßt der Stock.

Weise verbergen ihr Wissen, der Mund des Toren ist drohendes Verderben.

Dem Reichen ist seine Habe eine feste Burg, dem Armen bringt seine Armut Verderben.

Der Besitz des Gerechten führt zum Leben, das Einkommen des Frevlers zur Sünde.

Den Weg zum Leben geht, wer Zucht bewahrt; wer Warnung mißachtet, geht in die Irre.

Wer Haß verbirgt, heuchelt; wer Verleumdung ausstreut, ist ein Tor.

Bei vielem Reden bleibt die Sünde nicht aus, wer seine Lippen zügelt, ist klug.

Erlesenes Silber ist die Zunge des Gerechten, das Sinnen des Frevlers ist wenig wert.

Die Lippen des Gerechten leiten viele, die Toren sterben an Unverstand.

Der Segen des Herrn macht reich, eigene Mühe tut nichts hinzu.

Des Toren Freude ist es, Böses zu tun, des Verständigen Freude, weise zu sein.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Mit Kapitel 10 beginnt eine zweite Sammlung von Sprichwörtern, die weniger einheitlich ist als die erste und mit Kapitel 22,16 abschließt. Der Titel „Salomonische Spruchsammlung“ ist offensichtlich fiktiv und dient dazu, auf die Gewichtigkeit des Folgenden hinzuweisen. Das Kapitel zehn sammelt eine Reihe voneinander unabhängiger Sprichwörter. Im Begriff „der Gerechte“ könnte man jedoch den Schlüssel zum Verständnis des Textes erkennen. Dreizehnmal findet sich das Wort „der Gerechte“, V.2 spricht zudem von „Gerechtigkeit“. Dem Text ist also vor allem daran gelegen, den „Gerechten“ dem Bösen und Frevler gegenüberzustellen. Vor allem „rettet“ die Gerechtigkeit „vor dem Tod“ und Gott lässt den Gerechten nicht Hunger leiden. Gott beschützt also das Leben des Gerechten, dessen, der dem Wort Gottes treu bleibt, der auf das Wort hört und es befolgt, anstatt sich selbst zu folgen. Der Herr segnet ihn, schenkt ihm also seine Freundschaft, sodass sein Leben zum Segen für den Nächsten wird: „Segen ruht auf dem Haupt des Gerechten ... Das Andenken des Gerechten ist gesegnet“. Wer hingegen Böses tut, übt Gewalt aus und sein Name wird vergessen. Öfter ist die Rede vom Gerechten als einer Quelle des Lebens, er ist es mit dem Mund, das bedeutet mit seinem Sprechen. Der Text kommt mehrmals auf „Mund und Lippen des Gerechten“ zu sprechen. Worte können anderen sehr schaden, aber auch sehr viel Gutes bewirken. Die Bibel spricht immer wieder von der Bedeutung des Wortes als Weg zu Dialog und Begegnung. Gott selbst hat das Wort als den Weg erwählt, auf dem er sich der Menschheit mitteilt. Wie oft verletzt man im Alltag die anderen mit Worten, wenn man sie mit Missgunst beurteilt, ihnen Übles nachredet, sie kritisiert, sich auf Klatsch, Streit, und unnötige und törichte Zornesausbrüche einlässt. Deshalb sind Mund und Zunge des Gerechten „erlesenes Silber“ (V.20), sie „leiten viele“ (V.21), „bringen Weisheit hervor“ (V.31), seine Lippen „achten auf das, was gefällt“ (V.32) und sie sind Quelle der Weisheit. Dagegen bewirkt die Sprache dessen, der sich an das Böse gewöhnt, Torheit und in seinem Munde „versteckt sich Gewalttat“ (Verse 6,11). Es gibt eine Gewalt der Worte, die Freundschaft und Gemeinschaft verhindert, an die man sich gewöhnt und die man schließlich als normal hinnimmt. Darin liegt oft die große Torheit des alltäglichen Lebens, in dem man sich für gerecht hält, sich aber nicht wie ein Gerechter verhält.


28/01/2012
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