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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch der Sprichwörter 23,1-14

Wenn du zu Tisch sitzt bei einem Herrscher, so achte nur auf das, was vor dir steht.

Setz ein Messer an deine Kehle, wenn du ein gieriger Mensch bist.

Sei nicht begierig auf seine Leckerbissen; sie sind eine trügerische Speise.

Müh dich nicht ab, um Reichtum zu erwerben und dabei deine Einsicht aufzugeben.

Flüchtig ist er; schaust du nach ihm, ist er weg; plötzlich macht er sich Flügel und fliegt wie ein Adler zum Himmel.

Iß nicht das Brot des Geizigen, sei nicht begierig auf seine Leckerbissen!

Denn sie schmecken in der Kehle wie etwas Ekliges. Er sagt zu dir: Iß und trink!, doch sein Herz ist dir nicht zugetan.

Den Bissen, den du gegessen hast, mußt du erbrechen, und deine freundlichen Worte hast du vergeudet.

Rede nicht vor den Ohren eines Törichten; denn er mißachtet deine klugen Worte.

Verschieb nicht die alte Grenze, dring nicht in die Felder der Waisen vor!

Denn ihr Anwalt ist mächtig, er wird ihre Sache gegen dich führen.

Öffne dein Herz für die Zucht, dein Ohr für verständige Reden!

Erspar dem Knaben die Züchtigung nicht; wenn du ihn schlägst mit dem Stock, wird er nicht sterben.

Du schlägst ihn mit dem Stock, bewahrst aber sein Leben vor der Unterwelt.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wir werden mit einer Reihe von Sprichwörtern konfrontiert, die zur Mäßigung und zur Ausübung von Gerechtigkeit aufrufen. Der Verfasser hat eine reiche Gesellschaft vor sich, die anziehend wirkt. Wer wünscht sich denn nicht, in Überfluss und Wohlstand zu leben? Auch in unserer materialistischen Gesellschaft hat sich eine Kultur des Geldes und des Reichtums breitgemacht, für die man bereit ist, alles zu geben. Vor allem kennt der Wunsch nach Besitz keine Grenzen. Der rechtfertigt sogar das Überschreiten von Regeln und Prinzipien einer Gerechtigkeit, die den schützt, der in Bedürftigkeit und Armut lebt. Wir leben gewissermaßen in einer Diktatur des Materialismus. Die Leckerbissen des Reichen sind eine trügerische Speise, dies merkt der Text mahnend an. Das Glück kommt nicht davon, dass man sich damit den Bauch vollschlägt. Denn der Reichtum kommt und verschwindet in einem Augenblick, ohne dass man sich dessen gewahr wird: „Flüchtig ist er; schaust du nach ihm, ist er weg; plötzlich macht er sich Flügel und fliegt wie ein Adler zum Himmel.“ Wenn dich der geizige Reiche für sich vereinnahmt, sei achtsam, denn er denkt nur an sich selbst. In Vers 9 beginnt eine Ermahnung, die den Törichten betrifft, und dann treffen wir auf zwei Situationen, die im Buch oft wiederkehren, die Verteidigung der Waisen und die Zurechtweisung der Kinder. Der Text geht von einer konkreten Situation aus, die sich auf den Landbesitz bezieht. Wir sehen vor uns eine Gesellschaft, die von der Landwirtschaft lebt und in der der Besitz von Land das Überleben und die Eigenständigkeit ermöglichen. Deswegen wird dazu aufgerufen, die Grenzen der Felder der Waisen nicht zu verschieben (vgl. 22,28), denn daran hängt ihr Lebensunterhalt. Hier greift Gott ein. Er ist der Verteidiger der Waisen und Witwen und der, der den Armen zum Recht verhilft (vgl. 14,6). Bedeutend ist, dass im Text unmittelbar auf den Aufruf, sich nicht vom Reichtum verführen zu lassen, die Mahnung folgt, sich nicht den Landbesitz der Waisen anzueignen, weil man dadurch eine schwere Ungerechtigkeit begeht. Die Habgier bringt Ungerechtigkeit hervor, denn das einzige Ziel des Gierigen besteht darin, das eigene Hab und Gut zu vermehren, denn er ist einer, der nur an sich denkt, „sein Herz ist dir nicht zugetan“. Schließlich greift der Hinweis auf die Zurechtweisung des Kindes erneut eine konstante Sorge des Buches auf: Die Zurechtweisung ermöglicht es den Kindern heranzuwachsen. Man braucht Väter in einer Gesellschaft von Waisen, wo jeder nur sich selbst nachläuft und niemanden hat, auf den er hören kann und dem er folgen kann, und wo man auf Erziehung verzichtet aufgrund einer falschen Vorstellung von Freiheit und Selbstbestimmung. Nehmen wir die Zurechtweisung an, um im Glauben, in der Weisheit und in der Menschlichkeit zu wachsen. Die Jünger Jesu werden bei der Mutter Kirche immer jemanden finden, der bereit ist, ihnen zu helfen und sie zurechtzuweisen.


20/02/2012
Gedenken an die Armen


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