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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch der Sprichwörter 27,1-27

Rühme dich nicht des morgigen Tages, denn du weißt nicht, was der Tag gebiert.

Rühmen soll dich ein anderer, nicht dein eigener Mund, ein Fremder, nicht deine eigenen Lippen.

Schwer ist der Stein, und eine Last ist der Sand, doch der Ärger mit einem Toren ist schwerer als beide.

Mag der Zorn grausam sein und überschäumend die Wut, wer aber besteht vor der Eifersucht?

Besser offener Tadel als Liebe, die sich nicht zeigt.

Treu gemeint sind die Schläge eines Freundes, doch trügerisch die Küsse eines Feindes.

Der Satte tritt Honig mit Füßen, doch dem Hungrigen schmeckt alles Bittere süß.

Wie ein Vogel, der aus seinem Nest flüchtet, so ist ein Mensch, der aus seiner Heimat fliehen muß.

Salböl und Weihrauch erfreuen das Herz, die Herzlichkeit eines Freundes erfreut mehr als duftendes Holz.

Deinen Freund und deines Vaters Freund gib nicht auf, geh nicht in das Haus deines Bruders, wenn du in Not bist. Besser ein Nachbar in der Nähe als ein Bruder in der Ferne.

Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz, damit ich dem antworten kann, der mich beschimpft.

Der Kluge sieht das Unheil und verbirgt sich, die Unerfahrenen laufen weiter und müssen es büßen.

Nimm ihm das Kleid; denn er hat für einen andern gebürgt, fremder Leute wegen pfände bei ihm!

Wer seinen Nächsten zu laut begrüßt, dem wird es frühmorgens als Verwünschung ausgelegt.

Ein ständig tropfendes Dach in der Regenzeit und eine zänkische Frau gleichen einander.

Wer sie festhält, hält den Wind fest, und seine Hand greift nach Öl.

Eisen wird an Eisen geschliffen; so schleift einer den Charakter des andern.

Wer einen Feigenbaum pflegt, wird seine Frucht essen, wer auf seinen Herrn achtgibt, wird geehrt.

Wie Wasser ein Spiegel ist für das Gesicht, so ist das Herz des Menschen ein Spiegel für den Menschen.

Unterwelt und Totenreich sind unersättlich, und unersättlich sind die Augen des Menschen.

Der Schmelztiegel prüft das Silber, der Ofen das Gold, der Mensch aber wird geprüft im Urteil dessen, der ihn lobt.

Zerstampfst du den Toren auch mit dem Stößel, [im Mörser zwischen den Körnern,] seine Torheit weicht nicht von ihm.

Kümmere dich um das Aussehen deiner Schafe, und sorge für deine Herden;

denn Besitz bleibt nicht für ewig und Reichtum nicht für alle Zeit.

Kommt das Gras hervor, erscheint das Grün, sammelt man die Kräuter auf den Bergen,

dann gibt es Lämmer für deine Kleidung, Böcke als Kaufpreis für Äcker

und genug Ziegenmilch für dich als Nahrung, als Nahrung für dein Haus [und Lebensunterhalt für deine Mägde].

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Allem Anschein nach ist dies ein seltsames Kapitel, denn es scheint sehr unterschiedliche Situationen miteinander zu verbinden. Dennoch ist ein roter Faden vorhanden, der darauf hinweisen will, dass jede Person in ein Geflecht von Beziehungen eingebunden ist und deshalb niemand sich selbst genügen kann. Somit setzt sich eine Gesellschaft aus vielen verschiedenen Personen zusammen, der Freund, der Bruder, der Fremde, der Unbekannte, der Nächste, die Ehefrau, die Nachbarn. Dann werden die Güter aufgezählt, die jeder besitzt: die Viehherden, Grasweiden, Lämmer, Ziegen. Schließlich hört das Leben eines Individuums nicht bei sich selbst auf. Jeden Tag muss man sein Tun mit einer Vielzahl von Personen und Dingen abstimmen. Deshalb gilt es, weise zu sein und nicht einfältig. Gleich zu Beginn des Kapitels wird davor gewarnt, sich für etwas zu rühmen. Dazu neigt jeder von uns instinktiv. „Rühme dich nicht des morgigen Tages ... Rühmen soll dich ein anderer, nicht dein eigener Mund, ein Fremder, nicht deine eigenen Lippen.“ Die Demut ist ein Schlüssel dafür, um eine richtige Beziehung mit dem Nächsten aufzubauen. Sie beginnt mit der Freundschaft. „Treu gemeint sind die Schläge eines Freundes, doch trügerisch die Küsse eines Feindes“ (V.6). Weisheit bedeutet, „Schläge“, d. h. auch harte Zurechtweisungen, eines Freundes zu akzeptieren, denn sie sind ehrlich gemeint und stammen von einem, der wohlgesinnt ist. Die Küsse eines Feindes dagegen sind nur trügerische Schmeichelei. Freilich führt die Zurechtweisung zu Verwundungen in der Seele, aber sie hilft, zu wachsen. Ja, ein wahrer Freund ist einer, der sich der Verantwortung stellt, den anderen zurechtzuweisen. Dasselbe gilt für den Rat eines Freundes, der „das Herz erfreut“. Deshalb soll man den Freund nicht verlassen und ihn immer in der Nähe halten, denn seine Nähe ist wertvoller als die Nähe eines Bruders. Wir sind dazu aufgerufen, uns im täglichen Leben gegenseitig zu helfen, denn niemand kann sich allein genügen: „Eisen wird an Eisen geschliffen, so schleift einer den Charakter des andern“ (V.17). Die Menschen ergänzen einander, das ist für das Leben jedes Einzelnen unverzichtbar: „Wie Wasser ein Spiegel ist für das Gesicht, so ist das Herz des Menschen ein Spiegel für den Menschen“ (V.19). Oft bemühen wir uns wie in einem Wettstreit, uns voneinander zu unterscheiden und werden zu dummen Selbstdarstellern. Dabei vergessen wir, dass wir mit den anderen vieles gemein haben. Dies sollte uns helfen, uns gegenseitig zu verstehen und zusammenzuarbeiten, indem wir die offensichtlichen Unterschiede und Gegensätze überwinden. Das Wort Gottes gibt uns auf vielerlei Arten Hinweise, wie eine Welt aufgebaut werden kann, in der es möglich ist, in gegenseitigem Respekt zusammenzuleben.


27/02/2012
Gedenken an die Armen


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