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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Der Geist des Herren ruht auf dir,
der von dir geboren wird, wird heilig sein.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Der erste Brief an Timotheus 3,8-13

Ebenso sollen die Diakone sein: achtbar, nicht doppelzüngig, nicht dem Wein ergeben und nicht gewinnsüchtig;

sie sollen mit reinem Gewissen am Geheimnis des Glaubens festhalten.

Auch sie soll man vorher prüfen, und nur wenn sie unbescholten sind, sollen sie ihren Dienst ausüben.

Ebenso sollen die Frauen ehrbar sein, nicht verleumderisch, sondern nüchtern und in allem zuverlässig.

Die Diakone sollen nur einmal verheiratet sein und ihren Kindern und ihrer Familie gut vorstehen.

Denn wer seinen Dienst gut versieht, erlangt einen hohen Rang und große Zuversicht im Glauben an Christus Jesus.

 

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Hier sind, Herr, deine Diener,
uns geschehe nach deinem Wort.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Neben dem Amt des Bischofs ruft Paulus das des Diakons in Erinnerung. Hier handelt es sich um ein besonders wichtiges Amt im Leben der ersten christlichen Gemeinden. Die Apostelgeschichte berichtet von der Wahl der Diakone und der Aufgabe, die ihnen im Hinblick auf die Eintracht im Leben der Schwestern und Brüder anvertraut wurde. Paulus fordert, dass sie vor ihrer Wahl geprüft werden, weil ihr Dienst am Leben der Gemeinde besonders heikel ist. Sie wurden von den Aposteln eingesetzt, um die erste schwere Krise zu bewältigen, die über die apostolische Gemeinschaft hereinbrach, als bei der Versorgung die hellenistischen gegenüber den Jerusalemer Witwen vernachlässigt wurden (Apg 6,1-7). Paulus fordert, dass erst dann Jünger für den Dienst des Diakons ausgewählt werden, nachdem man sich über ihre Lebensführung vergewissert hat. Einmal gewählt und geweiht, sind sie dazu aufgerufen, "mit reinem Gewissen am Geheimnis des Glaubens" festzuhalten, damit sie den Armen beistehen, predigen und taufen. Nichts schadet dem Glauben mehr als Stolz und Geltungssucht, durch die die Wahrhaftigkeit im Diener-Sein - wie das Wort "Diakon" selbst aussagt - faktisch verleugnet wird. Die Diakone zeigen in gewisser Weise dem Bischof und allen Gläubigen, dass das Leben eines Jüngers immer "diakonisch" sein muss - ein beständiger Dienst am Evangelium, an der Gemeinde und an den Armen. Paulus erwähnt hier auch die Frauen, vielleicht die Ehefrauen der Diakone oder jene, die ein dienendes Amt in der Gemeinde bekleideten, die "Dienerinnen", von denen später (5,9-16) die Rede ist. Als eine von ihnen wird Phöbe, "die Dienerin der Gemeinde von Kenchreä" (Röm 16,1), genannt. Da diese wesentliche Tätigkeiten in der Gemeinde ausführen, müssen sie "ehrbar sein, nicht verleumderisch, sondern nüchtern und in allem zuverlässig". Wie für die Bischöfe wird auch für die Diakone gefordert, dass sie nur einmal verheiratet seien. Paulus hält das Diakonat in großen Ehren und schreibt an Timotheus, dass, "wer seinen Dienst gut versieht", "einen hohen Rang" erlangt. Dies gilt jedoch offensichtlich nicht im weltlichen Sinne der sozialen Rolle, sondern innerhalb der spezifischen Logik des Evangeliums, die dem Diener - nichts anderes bedeutet ja das Wort "Diakon" - den ersten Rang in der Kirche einräumt.


13/03/2012
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