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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den Propheten Jesaja


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Galater 5,1-12

Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Bleibt daher fest und laßt euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen!

Hört, was ich, Paulus, euch sage: Wenn ihr euch beschneiden laßt, wird Christus euch nichts nützen.

Ich versichere noch einmal jedem, der sich beschneiden läßt: Er ist verpflichtet, das ganze Gesetz zu halten.

Wenn ihr also durch das Gesetz gerecht werden wollt, dann habt ihr mit Christus nichts mehr zu tun; ihr seid aus der Gnade herausgefallen.

Wir aber erwarten die erhoffte Gerechtigkeit kraft des Geistes und aufgrund des Glaubens.

Denn in Christus Jesus kommt es nicht darauf an, beschnitten oder unbeschnitten zu sein, sondern darauf, den Glauben zu haben, der in der Liebe wirksam ist.

Ihr wart auf dem richtigen Weg. Wer hat euch gehindert, weiter der Wahrheit zu folgen?

Was man auch gesagt hat, um euch zu überreden: es kommt nicht von dem, der euch berufen hat.

Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig.

Doch im Glauben an den Herrn bin ich fest davon überzeugt, daß ihr keine andere Lehre annehmen werdet. Wer euch verwirrt, der wird das Urteil Gottes zu tragen haben, wer es auch sei.

Man behauptet sogar, daß ich selbst noch die Beschneidung verkündige. Warum, meine Brüder, werde ich dann verfolgt? Damit wäre ja das Ärgernis des Kreuzes beseitigt.

Diese Leute, die Unruhe bei euch stiften, sollen sich doch gleich entmannen lassen.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Nachdem Paulus aufgezeigt hat, dass die Rechtfertigung nicht durch Werke des Gesetzes, sondern durch den Glauben geschieht, möchte er nun daraus die moralischen Schlussfolgerungen für das christliche Leben ziehen. So sagt er, dass Christus uns zur Freiheit befreit hat, damit wir ein freies Leben führen. Darum ermahnt Paulus, „fest“ zu bleiben, die Freiheit zu bewahren und sich nicht von Neuem „das Joch der Knechtschaft“ auflegen zu lassen. Mit nachdrücklichen Worten warnt er die Galater vor der Beschneidung, denn dadurch würden sie das Evangelium der Freiheit zunichtemachen. Wenn sich der Christ durch die Beschneidung auf den Weg der Rechtfertigung durch das Gesetz begibt, weist er nicht nur die Hilfe Christi von sich und verfällt wieder dem Fluch des Gesetzes, er zerbricht sogar alle Bindungen und trennt sich von Christus, auf den er getauft worden ist (vgl. Gal 3,27). Das Wort, das Paulus verwendet, um auszudrücken, dass jemand „mit Christus nichts mehr zu tun“ hat, beinhaltet auch die Vorstellung des Endens oder Vergehens. Wer die Rechtfertigung durch das Gesetz sucht, besiegelt den eigenen Niedergang. Wer jedoch dem Evangelium nachfolgt, lebt aus dem Geist. Daher retten uns weder die Beschneidung noch das Unbeschnittensein, das heißt, nicht die Werke, sondern nur der Geist, der in uns wirkt. Darum spricht Paulus vom „Glauben, der in der Liebe wirksam ist“. Glauben und Liebe sind untrennbar miteinander verbunden; die Liebe lässt den Glauben wirken, und der Glaube öffnet das Herz für die Liebe. Paulus kann es nicht fassen, dass die Galater, die auf einem so guten Weg waren, sich davon haben abbringen lassen. Er erinnert daran, dass schon wenige Worte gegen das Evangelium genügen, um das ganze Leben negativ zu prägen. Angesichts dieser Möglichkeit vertraut Paulus auf den Herrn. Er hat Vertrauen, dass die Galater zur Einsicht kommen, und hofft, dass sein Brief sie überzeugen kann. Ganz streng ist das Urteil über diejenigen, die das spirituelle Leben der Gemeinde gefährden; sie verfallen der Strafe Gottes.


09/05/2012
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