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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief des Jakobus 1,1-8

Jakobus, Knecht Gottes und Jesu Christi, des Herrn, grüßt die zwölf Stämme, die in der Zerstreuung leben.

Seid voll Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet.

Ihr wißt, daß die Prüfung eures Glaubens Ausdauer bewirkt.

Die Ausdauer aber soll zu einem vollendeten Werk führen; denn so werdet ihr vollendet und untadelig sein, es wird euch nichts mehr fehlen.

Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemand einen Vorwurf.

Wer bittet, soll aber voll Glauben bitten und nicht zweifeln; denn wer zweifelt, ist wie eine Welle, die vom Wind im Meer hin und her getrieben wird.

Ein solcher Mensch bilde sich nicht ein, daß er vom Herrn etwas erhalten wird:

Er ist ein Mann mit zwei Seelen, unbeständig auf all seinen Wegen.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Zu Beginn seines Briefes stellt Jakobus sich als "Knecht Gottes" vor. Auf diesen Titel gründet er die Autorität seiner Worte und fügt sich so in die biblische Tradition ein. Darin hatte der Herr Mose, Abraham, David und alle Propheten zu seinen Knechten erwählt. Mit Autorität also wendet sich Jakobus an alle christlichen Gemeinden, "die in der Zerstreuung leben". Auch wenn sie in allen Teilen der Welt zerstreut sind, sind sie doch durch das Evangelium Jesu in dem einzigen neuen Gottesvolk vereint. Denn die Kirche nimmt das Erbe der zwölf Stämme Israels auf und bezeugt es auf der ganzen Welt. Ohne lange Vorreden wünscht Jakobus, dass es den Gemeinden gut geht. Er schreibt ihnen, dass sie auch inmitten der Schwierigkeiten und Prüfungen, die sie erdulden müssen, immer "voll Freude" sein sollen. Die "Prüfung", so schreibt der Verfasser, ist in Wahrheit ein günstiger Augenblick für das Wachstum, sowohl der Gemeinde als auch jedes einzelnen Gläubigen. Er bezieht sich dabei auf die alte Tradition, in der es hieß: "Mein Sohn, wenn du dem Herrn dienen willst, dann mach dich auf Prüfung gefasst! Sei tapfer und stark, zur Zeit der Heimsuchung überstürze nichts! Hänge am Herrn und weiche nicht ab, damit du am Ende erhöht wirst ... Denn im Feuer wird das Gold geprüft und jeder, der Gott gefällt, im Schmelzofen der Bedrängnis" (Sir 2,1-5). Die Freude, von der Jakobus spricht, unterscheidet sich von der Freude der Welt, die um jeden Preis und zuweilen auch verzweifelt versucht, Widrigkeiten aus dem Weg zu gehen. Franz von Assisi wird später von der vollkommenen Freude sprechen, die eben darin besteht, den zahlreichen Prüfungen des Lebens, den unvermeidlichen "Versuchungen" die Stirn zu bieten, ohne dass sie Zorn oder Enttäuschung hervorrufen und ohne dass sie die Entscheidung infrage stellen, den Herrn zu lieben und sich von ihm geliebt zu fühlen. Der Teufel versuchte Hiob, um zu beweisen, dass Hiobs Glaube nur stark war, weil die Dinge für ihn gut liefen. In der Finsternis muss man ans Licht glauben. Daran erinnern uns die vielen Märtyrer, angefangen bei jenen aus der ersten Christengeneration bis hin zu jenen aus dem vergangenen Jahrhundert, die die schwierigsten Prüfungen mit Geduld und Gottvertrauen auf sich nahmen. Die Prüfungen helfen nämlich, eine Tugend zur Reife zu bringen, die vielleicht ein wenig aus der Mode gekommen und gleichsam aus einer anderen Zeit zu stammen scheint: die Geduld. Diese Tugend ist allen möglich. Für den Apostel hat Geduld nichts mit Resignation zu tun. Vielmehr führt die Hast, immer alles schnell erledigen und sofort Ergebnisse sehen zu wollen, nur zu Oberflächlichkeit und Enttäuschung. Die Geduld ist eine Kraft, die uns in Prüfungen standhalten lässt. Das Leben des Evangeliums erfordert immer einen Kampf, um die Versuchungen zu überwinden, die zum Kompromiss mit der Sünde führen. Deshalb muss der Gläubige Gott um die Weisheit bitten, die Gott dem, der darum bittet, einfach und bedingungslos schenkt. Die Weisheit kommt von oben, sie entsteht nicht aus uns oder aus unseren Traditionen. Wir brauchen diese Weisheit, die man nicht mit Begriffen misst, die keine technische Fähigkeit ist und die dennoch alles Tun und Denken der Menschen erleuchtet. Die Weisheit Gottes ist ein tiefes, menschliches, innerliches Herz, welches das, woran es glaubt, auch zu leben vermag. Selbst der große König Salomo bat Gott inständig darum, um sein Volk mit Klugheit und Liebe lenken zu können (Weish 9). Alle müssen sich klein machen und bescheiden sein, um die Weisheit zu empfangen. In der Schwäche und Bedürftigkeit, so sagt uns Jakobus, bleibt der, der allein sich selbst vertraut und stolz nur auf seine eigenen Kräfte setzt, unsicher und unschlüssig, weil es ihm an jener inneren Kraft fehlt, die ihm hilft, auf die Prüfungen des Lebens zu reagieren. Deshalb ruft er dazu auf, mit dem Vertrauen von Kindern zu beten, die sich dem Vater ohne Vorurteile, Ängste und Vorbehalte anvertrauen und sicher sind, dass er tun wird, worum sie ihn bitten. Wir dagegen geben gerne unseren Unsicherheiten nach, sie sind uns sogar lieb geworden, wie wir ja auch an die zahlreichen Schwankungen unseres Herzens gebunden bleiben. Sie sind oft banal und oberflächlich, aber sie fühlen sich vertraut an und wir vermögen uns nicht von ihnen zu befreien. Nicht der, der alles geklärt und gelöst hat, handelt ohne Zögern, sondern der, der sich zu kindlichem Vertrauen entschließt. "Wie ein kleines Kind bei der Mutter ist meine Seele still in mir", sagt der Psalmist (Ps 131,2). Bitten wir Gott also um die Weisheit des Herzens, damit wir im Leben stark und geduldig sind.


18/06/2012
Gedenken an die Armen


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