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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der erste Brief des Petrus 1,6-12

Deshalb seid ihr voll Freude, obwohl ihr jetzt vielleicht kurze Zeit unter mancherlei Prüfungen leiden müßt.

Dadurch soll sich euer Glaube bewähren, und es wird sich zeigen, daß er wertvoller ist als Gold, das im Feuer geprüft wurde und doch vergänglich ist. So wird (eurem Glauben) Lob, Herrlichkeit und Ehre zuteil bei der Offenbarung Jesu Christi.

Ihn habt ihr nicht gesehen, und dennoch liebt ihr ihn; ihr seht ihn auch jetzt nicht; aber ihr glaubt an ihn und jubelt in unsagbarer, von himmlischer Herrlichkeit verklärter Freude,

da ihr das Ziel des Glaubens erreichen werdet: euer Heil.

Nach diesem Heil haben die Propheten gesucht und geforscht, und sie haben über die Gnade geweissagt, die für euch bestimmt ist.

Sie haben nachgeforscht, auf welche Zeit und welche Umstände der in ihnen wirkende Geist Christi hindeute, der die Leiden Christi und die darauf folgende Herrlichkeit im voraus bezeugte.

Den Propheten wurde offenbart, daß sie damit nicht sich selbst, sondern euch dienten; und jetzt ist euch dies alles von denen verkündet worden, die euch in der Kraft des vom Himmel gesandten Heiligen Geistes das Evangelium gebracht haben. Das alles zu sehen ist sogar das Verlangen der Engel.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Apostel lädt die Christen ein, die vom Widerspruch der Welt geprüft werden, sich nicht entmutigen zu lassen, sondern Lobpreis zu singen: "Deshalb seid ihr voll Freude, obwohl ihr jetzt vielleicht kurze Zeit unter mancherlei Prüfungen leiden müsst." Die Prüfungen, die das Leben mit sich bringt, reinigen das Leben der Jünger, so wie das Feuer das Gold reinigt, um es von der Schlacke zu befreien. Bereits das Buch der Weisheit schreibt: "Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand ... Denn Gott hat sie geprüft und fand sie seiner würdig. Wie Gold im Schmelzofen hat er sie erprobt" (Weish 3,1-7). Diese Reinigung soll die Jünger Jesus ähnlich machen. Auf ihn müssen sie ihren Blick richten. Der Apostel schreibt ihnen: "Ihn habt ihr nicht gesehen und dennoch liebt ihr ihn." Es sind die Augen des Herzens, die einen das Angesicht Jesu sehen lassen. Petrus wollte vielleicht, dass die Christen die gleiche Erfahrung erleben können, wie er selbst, als seine Augen denen des Meisters in der Nacht des Verrats begegneten oder als er an den Ufern des Sees von Galiläa nach seiner Liebe gefragt wurde: "Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?" Er antwortete ihm: "Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe" (Joh 21,15-17). Den Blick fest auf Jesus gerichtet zu haben, ist eine Quelle unsagbarer Freude und eine Hilfe, um die Rettung der Seele zu erreichen. Der Apostel versteht darunter die Rettung der gesamten Gemeinschaft der Christen, um die sich jeder Jünger sorgen muss. Ja, die Rettung aller muss die erste Sorge jedes Gläubigen sein, so wie sie es für die alten Propheten war. Deswegen suchten und meditierten sie "Tag und Nacht" (Psalm 1,2) in den Schriften. Derselbe Geist, der die Propheten führte, ist auch heute am Werk. Jedes Mal, wenn die Christen das Evangelium in ihr Herz aufnehmen, werden sie vom Heiligen Geist dahin geführt, jenes verborgene Geheimnis des Heils zu verstehen, das der Vater seinen Kindern offenbart hat.


09/07/2012
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