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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den heiligen Stephan, König von Ungarn († 1038). Er bekehrte sich zum Evangelium und förderte die Evangelisierung in seinem Land.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Johannes 3,19-24

Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse.

Jeder, der Böses tut, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.

Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, daß seine Taten in Gott vollbracht sind.

Darauf ging Jesus mit seinen Jüngern nach Judäa. Dort hielt er sich mit ihnen auf und taufte.

Aber auch Johannes taufte damals, und zwar in Änon bei Salim, weil dort viel Wasser war; und die Leute kamen und ließen sich taufen.

Johannes war nämlich noch nicht ins Gefängnis geworfen worden.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Apostel möchte den Gläubigen unbedingt bewusst machen, dass ihr Heil in der Gemeinschaft mit Gott liegt, die durch die Gemeinschaft mit den Schwestern und Brüdern erlangt wird. Dieses Prinzip steht in radikalem Gegensatz zum Instinkt, nur an sich zu denken und um die eigenen Dinge besorgt zu sein, sei es in Überheblichkeit oder indem man nur um die eigene Schuld kreist. Das Ergebnis lautet jeweils, dass das Ich im Mittelpunkt steht. Egoismus schenkt keine Sicherheit. Er macht das Herz vielmehr unbeständig und unterwirft es dem Instinkt und den Gefühlen. Der Prophet Jeremia bringt das sehr gut zum Ausdruck: „Arglistig ohnegleichen ist das Herz und unverbesserlich. Wer kann es ergründen? Ich, der Herr, erforsche das Herz und prüfe die Nieren“ (17,9f). Deshalb will der Apostel unseren Blick auf Gott richten, damit wir erkennen, um wie viel größer sein Herz als unseres ist. Zudem spricht die ganze Heilsgeschichte von der Größe und Großzügigkeit der Liebe Gottes, der sich bis zum Geringsten der Menschen hinabgebeugt hat, um uns zu retten. Johannes erinnert daran, dass unsere Zuversicht in dieser Liebe begründet ist. Die Standfestigkeit des Christen ist nicht das Ergebnis seiner Tüchtigkeit, seines Besitzes, seiner Traditionen oder Fähigkeiten, sondern nur des auf die Treue der Liebe Gottes zum Menschen gegründeten Glaubens. Daher spricht Johannes noch einmal über das eine Gebot der Gottesliebe und der Nächstenliebe, das in Jesus mit aller Klarheit sichtbar geworden ist: „Und das ist sein Gebot: Wir sollen an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben und einander lieben, wie es seinem Gebot entspricht“. Dieses absolute Vertrauensverhältnis ermöglicht uns, zu Gott zu sprechen, wie Kinder sich an den Vater wenden, in der Sicherheit, dass ihre Bitten erfüllt werden. Dann werden wir leben, wie es ihm gefällt. Der Apostel fasst das Leben der Gläubigen folgendermaßen zusammen: Vertrauen auf Jesus, in Gemeinschaft mit ihm leben durch den Geist, der uns gegeben ist, und einander lieben, wie Jesus es uns gelehrt hat.


16/08/2012
Gebet für den Frieden


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