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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an die heilige Therese von Lisieux, eine Karmelitin, die von einem tiefen Gespür für die Sendung der Kirche erfüllt war.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das erste Buch der Chronik 21,1-6

Der Satan trat gegen Israel auf und reizte David, Israel zu zählen.

David befahl Joab und den Anführern des Volkes: Geht, zählt Israel von Beerscheba bis Dan, und bringt mir Bescheid, damit ich weiß, wie viele es sind.

Joab aber sagte zum König: Der Herr möge sein Volk vermehren, hundertmal mehr, als es jetzt ist. Sind denn nicht alle, mein Herr und König, Untertanen meines Herrn? Warum hat mein Herr diesen Wunsch? Warum soll Israel in Schuld geraten?

Doch der König beharrte gegenüber Joab auf seinem Befehl. So ging Joab weg und durchzog ganz Israel. Als er nach Jerusalem zurückkam,

gab er David das Ergebnis der Volkszählung bekannt. Ganz Israel zählte 1100000 Krieger, die mit dem Schwert kämpfen konnten, und Juda zählte 470000 Mann, die mit dem Schwert kämpfen konnten.

Levi und Benjamin hatte Joab nicht zusammen mit ihnen gezählt; denn der Befehl des Königs war ihm ein Greuel.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Mit diesem Kapitel beginnt der letzte Teil des ersten Buches der Chronik, das mit dem Kapitel 29 endet. Er ist den Vorbereitungen für den Tempelbau gewidmet, also der Bestimmung des Ortes, den Anordnungen für den Tempeldienst, den Aufgaben der Priester, der Sänger, der Torwächter und so weiter. Schließlich ruft David seinen Sohn Salomo zum König aus. So bereitet David alles vor, bevor die eigentliche Arbeit beginnt und benennt am Ende, ganz wie Mose, seinen Nachfolger. Damit will der Chronist herausstellen, dass David der Begründer des Tempels wie seines Kultes ist. Bemerkenswert ist allerdings, dass all dies mit der Darstellung von Davids schwerer Schuld beginnt, die dieser mit dem Befehl zur Volkszählung auf sich geladen hat. Einige meinen, dass der Verfasser des Buches, der bisher jeden Hinweis auf Davids Sünden vermieden hat, die Volkszählung als besondere Sünde darstellt, weil diese die Bestimmung des Tempelplatzes ermöglicht, geht doch aus dieser Sünde die wegweisende Entscheidung von Davids Regierung hervor, nämlich der Tempelbau und die Einrichtung des Kultes. Jedenfalls bildet die Sünde Davids hier den dramatischen Auftakt zum Tempelbau. In gewisser Weise zeigt sich hier ein Geheimnis des Bösen, das die gesamte Heilsgeschichte durchzieht, die keine linear verlaufende Geschichte ist und nicht die Geschichte von reinen Männern und Frauen, die frei von Schuld sind. Vielmehr scheint die Sünde unabdingbar zur Heilsgeschichte zu gehören. Dies erinnert daran, wie die Kirche in der Osternacht im Bewusstsein der Sünden ihrer Kinder und im Gedenken an Adams Ursünde im Exsultet singt: „O wahrhaft Heil bringende Sünde des Adam, du wurdest uns zum Segen, da Christi Tod dich vernichtet hat. O glückliche Schuld, welch großen Erlöser hast du gefunden!“ Darin liegt das Geheimnis des Primates Gottes, der alleine das Gute über das Böse siegen lässt. Dies kann natürlich die Sünden der Gläubigen nicht rechtfertigen, doch erinnert es uns daran, dass alleine Gott rettet, und nicht etwa unsere Prinzipientreue. So muss man auch Davids Sünde sehen, als er die Volkszählung befiehlt. In Wirklichkeit ist es der Satan – dessen Name hier als Eigenname gebraucht wird, also als der Name eines Wesens mit seiner eigenen Identität – der David dazu aufreizt, das Böse zu tun, das seinem Vorhaben zugrunde liegt. Wir befinden uns hier in der Entwicklung einer Vorstellung vom Satan, wie sie im späteren Judentum und in den christlichen Schriften deutlich zum Vorschein treten wird. Der Chronist beginnt seine Schilderung mit der Aussage, dass Satan gegen Israel auftritt. Hier zeigt sich das Böse, das das Gute behindern will und sich ihm in den Weg stellt. Es „reizt David auf“, eine Volkszählung anzuordnen. Der König will sich damit nicht nur ein klares Bild von seinen Eroberungen und besonders von seinen militärischen Möglichkeiten verschaffen. Vielmehr glaubt er, er selbst sei der wahre Anführer und das wahre Haupt Israels. Es ist dies die alte Sünde Adams, der „wie Gott“ werden oder, genauer gesagt, an Gottes Stelle treten wollte. David achtete nicht auf Joabs Warnung, diesen Weg nicht zu beschreiten und die Volkszählung nicht zu unternehmen. Er vergaß dabei, dass alleine Gott der Herr seines Volkes und die wahre Kraft ist, und ließ sich stattdessen von seinem Stolz leiten. In den Augen der anderen – vielleicht auch in unseren Augen – erschien Davids Entscheidung vernünftig. Doch hinterhältig in ihr verborgen liegen Stolz und Selbstüberhöhung. So dachte David wie die Menschen denken und folgte nicht Gottes Gedanken. Wenn er sich dagegen an die Episode von Gideon erinnert hätte, dann hätte er nicht auf der Volkszählung beharrt. In dieser Episode aus dem Buch der Richter forderte der Herr Gideon auf, die Zahl seiner Männer zu verringern – zuerst ließ er ihn zehntausend auswählen und dann nur dreihundert. Mit ihnen aber schlug er die Midianiter, und dabei waren seine Leute nur mit Widderhörnern und Krügen bewaffnet (Ri 7). Diese Logik beherrscht die ganze Heilsgeschichte, bis heute.


01/10/2012
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