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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das erste Buch der Chronik 21,15-30; 22,1

Gott sandte einen Engel nach Jerusalem, um es ins Verderben zu stürzen. Doch als er mit der Vernichtung begann, sah es der Herr, und das Unheil reute ihn. Er sagte zu dem Engel des Verderbens: Es ist jetzt genug, laß deine Hand sinken! Der Engel des Herrn stand gerade bei der Tenne des Jebusiters Arauna.

Als David aufblickte, sah er den Engel des Herrn zwischen Erde und Himmel stehen. Er hielt das gezückte Schwert in der Hand gegen Jerusalem gerichtet. Da fielen David und die Ältesten, die in Trauergewänder gehüllt waren, auf ihr Angesicht nieder,

und David rief zu Gott: Habe nicht ich befohlen, das Volk zu zählen? Ich bin es doch, der gesündigt und Böses getan hat. Aber diese, die Herde, was haben denn sie getan? Herr, mein Gott, erheb deine Hand zum Schlag gegen mich und gegen das Haus meines Vaters, nicht aber gegen dein Volk!

Der Engel des Herrn befahl Gad, zu David zu sagen, er solle hinaufgehen und dem Herrn auf der Tenne des Jebusiters Arauna einen Altar errichten.

David ging hinauf, wie ihm Gad im Namen des Herrn befohlen hatte.

Arauna hatte sich umgewandt und den Engel erblickt. Seine vier Söhne, die bei ihm waren, versteckten sich. Er drosch gerade Weizen.

Als nun David zu Arauna kam und dieser aufschaute und David sah, kam er aus der Tenne heraus und warf sich vor David mit dem Gesicht zur Erde nieder.

Da sagte David zu Arauna: Überlaß mir den Platz der Tenne! Ich möchte auf ihm einen Altar für den Herrn errichten. Um den vollen Kaufpreis sollst du ihn mir geben, damit die Plage im Volk aufhört.

Arauna antwortete David: Du magst ihn nehmen; mein Herr und König tue, was er für gut findet. Ich gebe dir die Rinder für die Brandopfer, die Dreschschlitten als Brennholz und den Weizen zum Speiseopfer; ich will dir alles geben.

Doch König David sagte zu Arauna: Nein, ich will dir den Platz zum vollen Preis abkaufen. Ich will nicht dein Eigentum wegnehmen und dem Herrn unbezahlte Brandopfer darbringen.

So gab David dem Arauna für den Platz sechshundert abgewogene Goldschekel.

Er baute dort einen Altar für den Herrn, brachte Brand- und Heilsopfer dar und rief den Herrn an. Dieser antwortete ihm durch Feuer, das vom Himmel auf den Altar des Brandopfers niederfiel.

Dem Engel aber gebot der Herr, das Schwert in die Scheide zu stecken.

Damals merkte David, daß ihn der Herr auf der Tenne des Jebusiters Arauna erhörte, und brachte dort Opfer dar.

Die Wohnstätte des Herrn aber, die Mose in der Wüste angefertigt hatte, und der Brandopferaltar waren zu jener Zeit auf der Kulthöhe von Gibeon.

Doch David konnte sich nicht mehr dorthin begeben, um Gott aufzusuchen; denn ihn hatte vor dem Schwert des Engels des Herrn Schrecken erfaßt.

Damals sagte David: Hier soll das Haus Gottes, des Herrn, stehen und hier der Altar für die Brandopfer Israels.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

„Hier soll das Haus Gottes, des Herrn stehen und hier der Altar für die Brandopfer Israels“. Mit diesen Worten Davids endet der kurze Abschnitt der Bibel, der uns in das Herz der Erzählung des ersten Buches der Chronik eintreten lässt. Das „Haus des Herrn“ ist der Fachbegriff, der eben den Tempel von Jerusalem bezeichnet. David beginnt mit diesem Altar den Bau der Wohnung Gottes inmitten seines Volkes und verwirft dabei die anderen Kultorte, nämlich Samaria, die Hauptstadt des Nordreiches und den Berg Garizim, das religiöse Zentrum der Samariter. Dies wollte der Herr durch die bisher berichteten Ereignisse herausstellen. Sogar die Sünde Davids – die einzige, von der der Chronist berichtet – und die Plage, die daraufhin das ganze Volk befällt, ­unterstreichen die göttliche Eingebung, die zur Auswahl des Tempelplatzes führte. Der Herr ist es, der weiterhin die Entscheidungen Davids leitet, denn ein Engel tritt auf und befiehlt Gad, David aufzufordern, auf den Berg von Jerusalem zu steigen, den noch die Jebusiter besetzt hielten. Dort solle er Arauna treffen und seine Tenne kaufen, um dort den Altar zu bauen. Auch Arauna sieht den Engel, und dies unterstreicht die Heiligkeit des Ortes. Als Arauna den Engel und David sieht, wird er von Furcht ergriffen, und mit ihm seine ganze Familie. Nach dieser Vision will er David den Platz umsonst geben, und noch dazu alles, was für das Opfer nötig ist. Doch David lehnt dieses Geschenk ab. Er entscheidet, den Platz zu kaufen und viel mehr dafür zu bezahlen, als er eigentlich wert ist, und sein Kauf ist das deutliche Zeichen dafür, dass er dieses Land in Besitz nimmt. Denn David hat nun ein verbrieftes Eigentum in Jerusalem. Genauso war es, als Abraham sein Grab kaufte (Genesis 23), was die Besitznahme des Gelobten Landes ankündigte. Das zweite Buch der Chronik stellt ganz klar diese Beziehung her: „Salomo begann, das Haus des Herrn in Jerusalem auf dem Berg Morija zu bauen, wo der Herr seinem Vater David erschienen war, an der Stätte, die David bestimmt hatte, auf der Tenne des Jebusiters Arauna“ (3,1). Der Chronist seinerseits berichtet: David „baute dort einen Altar für den Herrn, brachte Brand- und Heilsopfer dar und rief den Herrn an. Dieser antwortete ihm durch Feuer, das vom Himmel auf den Altar des Brandopfers niederfiel“ (V.26). Gewissermaßen wurde mit diesem Altar nicht nur der Ort für den Tempel ausgewählt, sondern auch die Opfer wurden begonnen. David, so der Chronist, „merkte, dass ihn der Herr auf der Tenne des Jebusiters Arauna erhörte, und brachte dort Opfer dar“ (V.28). Das ist der Höhepunkt dieser Erzählung, denn David hat das Werk vollbracht, für das er von Gott erwählt worden war. Seine Größe liegt darin, dass er auf Gottes Ruf geantwortet hatte, der ihn teilhaben ließ an der Heilsgeschichte seines Volkes. Die Berufung Davids liegt, wie die eines jeden Gläubigen, nicht in der Verwirklichung seiner selbst, wie man leider so oft sagt und glaubt, sondern darin, teilzuhaben am Plan Gottes, der alle Völker der Erde retten will.


03/10/2012
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