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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das zweite Buch der Chronik 15,1-19

Über Asarja, den Sohn Odeds, kam der Geist Gottes.

Er ging zu Asa hinaus und sagte zu ihm: Hört mich an, Asa und ihr alle von Juda und Benjamin! Der Herr ist mit euch, wenn ihr zu ihm haltet. Wenn ihr ihn sucht, läßt er sich von euch finden; wenn ihr ihn aber verlaßt, verläßt er euch.

Lange Zeit lebte Israel ohne den wahren Gott, ohne einen belehrenden Priester, ohne Gesetz.

In ihrer Not bekehrten sie sich zum Herrn, dem Gott Israels, und da sie ihn suchten, ließ er sich von ihnen finden.

In jenen Zeiten konnte niemand sicher aus- und eingehen; denn große Unruhe lag über allen Bewohnern der Länder.

Ein Volk wurde vom andern bedrängt, eine Stadt von der andern; denn Gott beunruhigte sie durch allerlei Not.

Ihr aber, seid stark! Eure Hände sollen nicht erschlaffen; denn euer Tun wird seinen Lohn finden.

Als Asa diese Worte und Weissagungen des Propheten Asarja, des Sohnes Odeds, hörte, entfernte er mutig die Götzenbilder aus dem ganzen Gebiet von Juda und Benjamin sowie aus den Städten, die er im Gebirge Efraim erobert hatte. Auch erneuerte er den Altar des Herrn, der vor dem Tempel des Herrn stand.

Dann versammelte er ganz Juda und Benjamin sowie die Leute von Efraim, Manasse und Simeon, die sich bei ihnen aufhielten. Sehr viele waren nämlich aus Israel zu ihm übergegangen, als sie sahen, daß der Herr, sein Gott, mit ihm war.

Im dritten Monat des fünfzehnten Jahres der Regierung Asas kamen sie in Jerusalem zusammen

und opferten an jenem Tag dem Herrn siebenhundert Rinder und siebentausend Schafe von der Beute, die sie gemacht hatten.

Sie gingen die Verpflichtung ein, mit ganzem Herzen und ganzer Seele den Herrn, den Gott ihrer Väter, zu suchen.

Wer aber nicht den Herrn, den Gott Israels, suchen würde, sollte getötet werden, sei er klein oder groß, Mann oder Frau.

Das schworen sie dem Herrn mit lauter Stimme, unter Freudenrufen, beim Schall der Trompeten und Hörner.

Ganz Juda freute sich über den Schwur; denn sie hatten ihn mit ganzem Herzen geleistet. Und da sie mit bestem Willen den Herrn suchten, ließ er sich von ihnen finden und verschaffte ihnen ringsum Ruhe.

König Asa enthob auch seine Großmutter Maacha ihrer Stellung als Herrin, weil sie der Aschera ein Schandbild errichtet hatte. Er ließ das Schandbild umhauen, es zertrümmern und im Kidrontal verbrennen.

Nur die Kulthöhen verschwanden nicht aus Israel. Doch das Herz Asas war ungeteilt (beim Herrn), solange er lebte.

Er brachte auch die Weihegaben seines Vaters und seine eigenen Weihegaben in das Haus Gottes: Silber, Gold und allerlei Geräte.

Es gab keinen Krieg bis zum fünfunddreißigsten Jahr der Regierung Asas.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Chronist greift hier noch einmal das Thema der religiösen Reform auf, die Asa angefangen hat, diesmal angeregt durch die Prophezeiung des Asarja. Dieser nimmt Hinweise und Anspielungen aus früheren biblischen Weissagungen auf. Er wendet sich an die Stämme von Juda und Benjamin und fordert sie auf, auf ihn zu hören. Mit Ernst und Würde sagt er ihnen, dass in ihrem Leben alles davon abhängt, dass der Herr ihnen nahe sei: „Der Herr ist mit euch, wenn ihr zu ihm haltet. Wenn ihr ihn sucht, lässt er sich von euch finden” (V.2). Er fügt aber gleich hinzu: „Wenn ihr ihn aber verlasst, verlässt er euch”. Dies ist nicht nur ein zentrales Thema in beiden Chronikbüchern, sondern charakterisiert das ganze Auf und Ab in der Geschichte Israels. Der Prophet erinnert an die bitteren Zeiten, in denen Israel „ohne den wahren Gott lebte, ohne einen belehrenden Priester, ohne Gesetz“ (V.3). Der Prophet Hosea wiederholt die gleiche Beobachtung: „Denn viele Tage bleiben Israels Söhne ohne König und Fürst, ohne Opfer und Steinmal, ohne Efod und Terafim. Danach werden die Söhne Israels umkehren und den Herrn ihren Gott suchen und ihren König David. Zitternd werden sie zum Herrn kommen und seine Güte suchen am Ende der Tage” (Hos 3,4–5). Gott suchen, gehört zu unserem Glauben, ja, es gehört zur Natur des Menschen. Das Leben eines jeden Menschen, wie das Leben der Völker findet seinen letzten Sinn in der Frage nach Gott, im Suchen nach Gott. Jeder, der an den Gott der Bibel glaubt, ist gerufen, dafür zu sorgen, dass diese Frage im eignen Leben und im Leben eines jeden nie verstummt. Das Wort des Propheten weist darauf hin, dass der Mensch oft erst dann beginnt, Gott zu suchen, wenn er mit seiner eigenen Hilflosigkeit und Erbärmlichkeit konfrontiert wird: „In ihrer Not bekehrten sie sich zum Herrn, dem Gott Israels, und da sie ihn suchten, ließ er sich von ihnen finden” (V.4). Mit seiner Prophezeiung will Asarja das Volk aufrütteln, dass es sich nicht in Sicherheit wiegt und aufhört, Gott zu suchen. Jedes Mal, wenn das Volk nur noch sich selbst sah und um sich selbst kreiste, verlor es Gott aus den Augen und suchte ihn nicht mehr und hat auf diese Weise das Unheil selbst beschworen. Die Antwort des Königs auf die Worte des Propheten ließ nicht auf sich warten und er begann eine weitreichende religiöse Reform, die man mit jener des Hiskija (2Chr 29–31) und der des Joschija (2Chr 34–35) vergleichen kann. Der erste Schritt war immer die Zerstörung der Götzenbilder, dann wurde der Altar aufgebaut und mit einer feierlichen Liturgie der Bund mit Gott erneuert. An dieser feierlichen Liturgie des Volkes von Juda und Benjamin nahmen auch Leute aus Efraim, Manasse und Simeon teil (dieser letzte Stamm war schon seit geraumer Zeit mit jenem von Juda verbunden), als sie sahen, dass der Herr mit dem König Asa war (2Chr 15,9). Das Fest wurde wahrscheinlich zusammen mit dem Pfingstfest gefeiert, in den letzten Jahrhunderten Gedenken an den Bundesschluss am Sinai (2Chr 15,10). Die Teilnehmer der Versammlung waren geeint; sie wollen Gott suchen und seinen Willen mit ganzem Herzen erfüllen. Der Eid, mit dem sie sich an Gott binden, erfüllt das Volk mit einer unbändigen Freude – sie wissen sich von Gott geliebt und beschützt. Beim Schall von Trompeten und Hörnern rufen sie mit lauter Stimme zum Herrn. Die Worte des Propheten Asarja bewahrheiten sich: Der Herr ließ sich von denen finden, die ihn suchten, und schenkt von neuem Frieden. Aber ein jeder, der sich gegen den einen und einzigen Gott stellte, wie Maacha, die Großmutter des Königs, die eine Statue des Baal hatte errichten lassen, wird entfernt.


31/10/2012
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