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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den heiligen Franz Xaver. Er lebte als Jesuit und Missio­nar im 16. Jahrhundert in Indien und Japan.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Römer 1,1-7

Paulus, Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, auserwählt, das Evangelium Gottes zu verkündigen,

das er durch seine Propheten im voraus verheißen hat in den heiligen Schriften:

das Evangelium von seinem Sohn, der dem Fleisch nach geboren ist als Nachkomme Davids,

der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten, das Evangelium von Jesus Christus, unserem Herrn.

Durch ihn haben wir Gnade und Apostelamt empfangen, um in seinem Namen alle Heiden zum Gehorsam des Glaubens zu führen;

zu ihnen gehört auch ihr, die ihr von Jesus Christus berufen seid.

An alle in Rom, die von Gott geliebt sind, die berufenen Heiligen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wir beginnen die Lektüre des Briefes an die Römer. Sowohl dem Umfang nach als auch von der Bedeutung des von ihm behandelten Themas her nimmt er den ersten Rang unter den Paulusbriefen ein. Mit ihm wendet sich der Apostel an die Gemeinde von Rom – die er nicht gegründet hat, deren Glaube aber „in der ganzen Welt verkündet wird“ (Röm 1,8) – und erklärt, was das Heil und die rettende Gerechtigkeit bedeuten, die Gott den Menschen durch Jesus Christus geschenkt hat, um so die Verheißung an Abraham zu erfüllen. Im Grußwort stellt sich Paulus als Knecht Jesu vor, denn er gehört ihm ganz und gar. Gerade deshalb wurde er zum Apostel „auserwählt“ und somit zu einer besonderen Sendung und Aufgabe berufen, die ihm der Herr selbst zum Aufbau der Kirche anvertraut hat. Es ist die Aufgabe, das Evangelium zu verkünden, das Gott „durch seine Propheten im Voraus verheißen hat in den heiligen Schriften“ und dessen Höhepunkt das Evangelium Jesu ist, „der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung der Toten“. Der Herr selbst hat Paulus berufen, dieses Evangelium der großen Welt der Völker zu verkünden, zu denen auch „alle in Rom“ gehören. Der Apostel weiß, dass die Gemeinde in Rom zum großen Teil aus Heidenchristen besteht, obwohl es in ihr auch eine größere Minderheit von Judenchristen gibt, und dass sie „heilig“ ist, weil sie das Evangelium empfangen und gehört hat. Deshalb wünscht er allen Gnade und Frieden, die Gaben, mit denen Gott das Leben seiner Kinder reich macht und beschützt. Diese Gnade errettet das Leben aus dem Tod und bereichert es mit Brüdern und Schwestern, die es zu lieben gilt. Es ist der Friede eines Daseins, das seine Erfüllung in der Nachfolge Jesu findet. Jeder Gläubige ist nach dem Beispiel des Apostels „Knecht Christi Jesu“ und „zum Apostel“ berufen.


03/12/2012
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