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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Danksagung an den Herrn für das vergangene Jahr.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Verherrlicht ist Gott in der Höhe
und auf Erden ist Frieden bei den Menschen seiner Gnade.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Johannes 1,1-8

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

Im Anfang war es bei Gott.

Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.

In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfaßt.

Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes.

Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen.

Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Halleluja, Halleluja, Halleluja
Halleluja, Halleluja, Halleluja
Halleluja, Halleluja, Halleluja

Halleluja, halleluja, halleluja.

Am Ende des Kalenderjahres wird uns in der Liturgie der Johan-nes­prolog verkündet. Das „Wort“ oder vielmehr die „Schrift“ ist Fleisch geworden. Der Evangelist schreibt, dass dieses Wort vom Himmel he-rabgekommen ist, um mitten unter uns zu wohnen. Noch eindrücklicher könnte man sagen, dass dieses Wort, das im Himmel wohnt, auf die Erde kam, damit wir es hören und von seiner Kraft angetrieben zum Himmel emporsteigen, wo es für immer zu Hause ist. Hierin liegt das Geheimnis, das in den Seiten der Heiligen Schrift verborgen bleibt. Wir wissen, dass die Bibel nicht das Wort Gottes ist, dieses aber in außer-gewöhnlicher Weise enthält, damit ein jeder Mensch ihm begegnen und es im Herzen aufnehmen kann. In gewissem Sinne wird die Bibel zum „Sakrament“ des Wortes. Wenn sie in der Liturgie gelesen wird, wendet sich Gott direkt und in verständlichen Worten an uns alle. Die gesamte Bibel wurde geschrieben, damit wir mit unseren Händen das Geheimnis der Liebe Gottes berühren können. Leider trifft diese Liebe Gottes auf die Ablehnung der Menschen, wie der Evangelist mehrmals feststellt. Das Wort leuchtete, doch die Menschen zogen die Finsternis vor. Das Wort kam zu den Seinen, aber sie haben es nicht angenom-men. Hierin liegt das Geheimnis des Bösen, das auch unser Leben umfängt. So ist jeder von uns zu Wachsamkeit und Aufmerksamkeit aufgefordert, damit das Böse nicht die Oberhand gewinne. Im Buch Genesis steht geschrieben: „Wenn Du nicht Recht tust, lauert an der Tür die Sünde“ (Gen 4,7). Wehe, wenn wir sie eintreten lassen. Sie würde dann die Tür verschließen für jeden anderen Besucher. Öffnen wir dagegen unser Herz weit für das Wort Gottes, so werden wir Gottes Kinder sein. An Weihnachten wurde uns die erste Seite des Evangeli-ums verkündet. Heute wird sie für uns erneut wiederholt. Hierin liegt die Aufforderung, das Evangelium Tag für Tag und Seite für Seite auf-zuschlagen. Auf diese Weise werden wir wachsen in der Erkenntnis des Herrn und in seiner Liebe. Das Evangelium muss auch in unserem Leben Fleisch werden. Die regelmäßige Lektüre des Evangeliums ist die beste Art und Weise, um dem Herrn für seine immerwährende Lie-be zu uns zu danken.


31/12/2012
Te Deum


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