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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den Tod Gandhis. Mit ihm gedenken wir aller, die im Namen der Gewaltlosigkeit Arbeiter für den Frieden sind.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Römer 12,1-8

Angesichts des Erbarmens Gottes ermahne ich euch, meine Brüder, euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das Gott gefällt; das ist für euch der wahre und angemessene Gottesdienst.

Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist.

Aufgrund der Gnade, die mir gegeben ist, sage ich einem jeden von euch: Strebt nicht über das hinaus, was euch zukommt, sondern strebt danach, besonnen zu sein, jeder nach dem Maß des Glaubens, das Gott ihm zugeteilt hat.

Denn wie wir an dem einen Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder denselben Dienst leisten,

so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, als einzelne aber sind wir Glieder, die zueinander gehören.

Wir haben unterschiedliche Gaben, je nach der uns verliehenen Gnade. Hat einer die Gabe prophetischer Rede, dann rede er in Übereinstimmung mit dem Glauben;

hat einer die Gabe des Dienens, dann diene er. Wer zum Lehren berufen ist, der lehre;

wer zum Trösten und Ermahnen berufen ist, der tröste und ermahne. Wer gibt, gebe ohne Hintergedanken; wer Vorsteher ist, setze sich eifrig ein; wer Barmherzigkeit übt, der tue es freudig.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Während sich der Apostel dem Ende des Briefes nähert, führt er ge-nauer aus, was von den Gläubigen angesichts des Erbarmens Gottes verlangt wird. Das gesamte Leben des Christen muss als Opfer für Gott dargebracht werden. Es geht um einen Gottesdienst, der nicht aus leeren Formeln und Ritualen besteht, sondern im täglichen Leben sichtbar wird. Ein solcher Gottesdienst der Gläubigen kann auch die Welt verändern, in der sie leben. Den Christen wurde mit der Liebe eine Kraft der Veränderung im Überfluss geschenkt, doch leider wird sie oft durch ihre Faulheit gebremst. Die Liebe hat in erster Linie die Einsamkeit besiegt und vereint die Menschen, um sie zu einem Volk zu machen. Dabei behält jeder jedoch die eigene Identität. Der Geist hebt die unterschiedlichen Identitäten nicht auf, sondern stimmt sie in einer neuen Kommunion aufeinander ab und fügt sie zu einem einzigen Leib zusammen. Die christliche Gemeinde entsteht nicht aus einzelnen Be-gabungen oder aus gleichartigen Bestandteilen, sondern nur aus der Liebe Gottes, die viele zu einer Einheit macht und aus unterschiedli-chen Menschen eine Gemeinschaft bildet. Das Bild des Leibes erklärt die enge Verbundenheit der Jünger mit Jesu und gleichzeitig die ge-schwisterlichen Beziehungen untereinander.


30/01/2013
Gedenken an die Heiligen und die Propheten


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