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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Der erste Brief an die Korinther 15,35-38

Nun könnte einer fragen: Wie werden die Toten auferweckt, was für einen Leib werden sie haben?

Was für eine törichte Frage! Auch das, was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt.

Und was du säst, hat noch nicht die Gestalt, die entstehen wird; es ist nur ein nacktes Samenkorn, zum Beispiel ein Weizenkorn oder ein anderes.

Gott gibt ihm die Gestalt, die er vorgesehen hat, jedem Samen eine andere.

 

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Um die Frage nach den Umständen der Auferstehung des Fleisches zu beantworten, greift der Apostel das Bild des Samenkorns auf – womit der irdische Leib gemeint ist – das, wenn es gestorben ist, zu einer Pflanze wird, zum auferstandenen Leib. Dieses Bild bringt wirksam zum Ausdruck, dass wir am Tag der Auferstehung wir selbst, aber auch anders sein werden, mit unserem „Fleisch“, aber mit Unvergäng-lichkeit bekleidet. Die Auferstehung ist in gewisser Weise der Ab-schluss eines Prozesses, der das ganze Leben andauert. Keiner von uns kann sich vorstellen, was ein auferstandener Leib ist. Aber die eine oder andere Idee können wir den Evangelien entnehmen, die von den Tagen Jesu nach Ostern erzählen. Die Evangelien zeigen denselben Jesus, der den Tod am Kreuz erlitten hat – er trägt noch die Wundmale der Nägel – und doch ist er anders: Die beiden Emmausjünger erken-nen ihn nicht, wie Maria und die anderen Jünger. Das Erkennen des auferstandenen Jesus ist allein durch den Glauben bestimmt. Das soll bedeuten, dass wir nur als spirituelle Menschen einen spirituellen Kör-per wahrnehmen können. Der Apostel macht deutlich, dass die Aufer-stehung einen inneren Weg verlangt, eine Veränderung von Herz und Geist und auch des Körpers, unserer Verhaltensweisen. Es geht in der Tat darum, in uns „die Samen der Unsterblichkeit“ aufzunehmen. Das geschieht, wenn wir das Evangelium hören, an der heiligen Liturgie teilnehmen, die Geschwisterlichkeit leben und die Liebe in die Tat um-setzen. So wächst in uns dieser Same der Unsterblichkeit, der uns am Tag der Taufe geschenkt worden ist. Dieser Same muss bewahrt, ge-schützt und jeden Tag gepflegt werden. In diesem Sinn ist unser gan-zes inneres Leben ein Kampf zwischen dem Bösen, das uns in die Tiefe zieht, und der Gnade Gottes, die uns in Richtung Himmel empor-heben will. Während der Tod seinen Ursprung in Sünde und Stolz hat, die in unserem Herzen sind, beginnt die Auferstehung dann, wenn wir unser Leben an Christus binden. Der Stachel des Todes, bekräftigt Paulus, erleidet eine Niederlage, wenn wir uns an Jesus binden. Es handelt sich dabei selbstverständlich um eine lebendige Verbindung, bestehend aus dem Hören auf das Evangelium, dem Einsatz in der Liebe und dem Kampf gegen die eigene Ichbezogenheit. Aber der Apostel fügt hinzu: „Denkt daran, dass im Herrn eure Mühe nicht ver-geblich ist“.


20/03/2013
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