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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der zweite Brief an die Korinther 6,3-8

Niemand geben wir auch nur den geringsten Anstoß, damit unser Dienst nicht getadelt werden kann.

In allem erweisen wir uns als Gottes Diener: durch große Standhaftigkeit, in Bedrängnis, in Not, in Angst,

unter Schlägen, in Gefängnissen, in Zeiten der Unruhe, unter der Last der Arbeit, in durchwachten Nächten, durch Fasten,

durch lautere Gesinnung, durch Erkenntnis, durch Langmut, durch Güte, durch den Heiligen Geist, durch ungeheuchelte Liebe,

durch das Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der Gerechtigkeit in der Rechten und in der Linken,

bei Ehrung und Schmähung, bei übler Nachrede und bei Lob. Wir gelten als Betrüger und sind doch wahrhaftig;

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Paulus spricht noch einmal über seinen apostolischen Dienst. Er sorgt sich weder um sich selbst noch um seinen Ruf. Ihm liegt allein am Her-zen, dass er als Gesandter des Herrn aufgenommen wird. Dabei er-mahnt er die Korinther, „dass ihr seine Gnade nicht vergebens emp-fangt“ (V. 1). Es gilt, keine Zeit zu verschwenden. Jetzt ist der günstige Moment. Zudem ist der Apostel bei seinem apostolischen Dienst un-zähligen Schwierigkeiten begegnet, die er aufzählt: Schläge, Gefäng-nis, Zeiten der Unruhe, die Last der Arbeit, durchwachte Nächte, Fas-ten usw. Keine konnte ihn von seiner Sendung abhalten, das Evangeli-um zu verkünden. Im Gegenteil: Erfüllt mit Gefühlen der Reinheit, der Weisheit, der Geduld, der Güte, der Heiligkeit und ehrlicher Liebe, hat er niemals aufgehört, das Evangelium zu predigen und den Gemein-den zu dienen. Dieses Wort wurde ihm vom Herrn anvertraut und ist seine Stärke und seine Stütze. Man könnte sagen, dass die Jünger arm an äußerlichen Gütern sind, jedoch einen innerlichen Reichtum besitzen, der sie stützt, während sie ihn verkündigen, ja der sie stärker macht und ihr Herz weitet. Paulus schreibt den Korinthern: „Unser Mund hat sich für euch aufgetan, Korinther, unser Herz ist weit gewor-den“ (V. 11). Doch die Weite des Herzens des Apostels trifft auf die Kleinlichkeit der Korinther: „In uns ist es nicht zu eng für euch; eng ist es in eurem Herzen“ (V. 12). Die Enge des Herzens der Korinther erbit-tert den Apostel, denn sie hindert ihn daran, ihnen die gute Speise der Predigt des Evangeliums vorzusetzen. Mit der Liebe eines Vaters („Ich rede wie zu meinen Kindern“) schreibt er ihnen: „Lasst … auch euer Herz weit aufgehen!“, macht euer Herz weit. Nur unter dieser Voraus-setzung lässt sich das Evangelium aufnehmen. Das Gegenteil erfolgt, wenn man sich „mit Ungläubigen unter das gleiche Joch“ beugt (V. 14). Ein Kompromiss zwischen „Christus und Beliar“, zwischen Christus und dem Satan, ist nicht möglich. Sein Joch stellt eine erdrückende Last dar, während das Joch des Evangeliums „leicht“ ist (Mt 11,30). Wer das Evangelium aufnimmt, wird zum „Tempel Gottes“, zum Zeu-gen der Liebe und der Barmherzigkeit des Herrn. Wenn wir unser Herz für das Evangelium öffnen, werden wir befreit vom Joch des Satans. Dann wird sich auch die Welt für die Liebe öffnen.


15/04/2013
Gebet für den Frieden


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