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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den heiligen Josef, den Arbeiter; Tag der Arbeit.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Philipper 1,12-26

Ihr sollt wissen, Brüder, daß alles, was mir zugestoßen ist, die Verbreitung des Evangeliums gefördert hat.

Denn im ganzen Prätorium und bei allen übrigen ist offenbar geworden, daß ich um Christi willen im Gefängnis bin.

Und die meisten der Brüder sind durch meine Gefangenschaft zuversichtlich geworden im Glauben an den Herrn und wagen um so kühner, das Wort Gottes furchtlos zu sagen.

Einige verkündigen Christus zwar aus Neid und Streitsucht, andere aber in guter Absicht.

Die einen predigen Christus aus Liebe, weil sie wissen, daß ich zur Verteidigung des Evangeliums bestimmt bin,

die andern aus Ehrgeiz, nicht in redlicher Gesinnung; sie möchten die Last meiner Ketten noch schwerer machen.

Aber was liegt daran? Auf jede Weise, ob in unlauterer oder lauterer Absicht, wird Christus verkündigt, und darüber freue ich mich. Aber ich werde mich auch in Zukunft freuen.

Denn ich weiß: Das wird zu meiner Rettung führen durch euer Gebet und durch die Hilfe des Geistes Jesu Christi.

Darauf warte und hoffe ich, daß ich in keiner Hinsicht beschämt werde, daß vielmehr Christus in aller Öffentlichkeit - wie immer, so auch jetzt - durch meinen Leib verherrlicht wird, ob ich lebe oder sterbe.

Denn für mich ist Christus das Leben, und Sterben Gewinn.

Wenn ich aber weiterleben soll, bedeutet das für mich fruchtbare Arbeit. Was soll ich wählen? Ich weiß es nicht.

Es zieht mich nach beiden Seiten: Ich sehne mich danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein - um wieviel besser wäre das!

Aber euretwegen ist es notwendiger, daß ich am Leben bleibe.

Im Vertrauen darauf weiß ich, daß ich bleiben und bei euch allen ausharren werde, um euch im Glauben zu fördern und zu erfreuen,

damit ihr euch in Christus Jesus um so mehr meiner rühmen könnt, wenn ich wieder zu euch komme.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Paulus ist von einer großen Sehnsucht erfüllt und setzt sich leidenschaft-lich für das Evangelium ein. Sein ganzes Leben steht im Dienst am Evangelium. Die Apostelgeschichte und seine Briefe sind ein eindeutiger Beweis dafür. Der Apostel schreibt an die Christen von Philippi, dass das Zeugnis für das Evangelium die eigentliche Aufgabe der Jünger Jesu ist. Diese Aufgabe ist so grundlegend und unverzichtbar, dass er sagt: „Auf jede Weise, ob in unlauterer oder lauterer Absicht, wird Christus verkün-digt und darüber freue ich mich.“ Denn die Weitergabe des Evangeliums geschieht, indem in Wort und Tat die Liebe Gottes bezeugt wird, die sich endgültig in Jesus Christus offenbart hat. Diese Leidenschaft des Paulus ist eine grundlegende Anfrage an uns Christen in diesem 21. Jahrhun-dert. Haben wir diese Aufgabe, die Gott doch ausnahmslos jedem Jünger anvertraut hat, nicht häufig an andere delegiert? Jeder Leser des Philip-perbriefes müsste sagen können: „Denn für mich ist Christus das Leben, und Sterben Gewinn.“ Der Herr schenkt uns das Leben, damit wir für ihn und für das Evangelium leben. Nur so können wir wahrhaft eine Hilfe für die anderen und für die Welt sein.


01/05/2013
Gedenken an die Heiligen und die Propheten


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