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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den heiligen Athanasius (295–373), Bischof von Ale-xandria in Ägypten und Kirchenlehrer.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Philipper 1,27-30

Vor allem: lebt als Gemeinde so, wie es dem Evangelium Christi entspricht. Ob ich komme und euch sehe oder ob ich fern bin, ich möchte hören, daß ihr in dem einen Geist feststeht, einmütig für den Glauben an das Evangelium kämpft

und euch in keinem Fall von euren Gegnern einschüchtern laßt. Das wird für sie ein Zeichen dafür sein, daß sie verloren sind und ihr gerettet werdet, ein Zeichen, das von Gott kommt.

Denn euch wurde die Gnade zuteil, für Christus dazusein, also nicht nur an ihn zu glauben, sondern auch seinetwegen zu leiden.

Denn ihr habt den gleichen Kampf zu bestehen, den ihr früher an mir gesehen habt und von dem ihr auch jetzt hört.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Paulus ist sich bewusst, dass das Böse, das in der Welt anwesend ist, die Jünger des Herrn verängstigen könnte. Er selbst hat Gewalt erfah-ren und erfährt sie, während er diesen Brief schreibt, denn er befindet sich im Gefängnis. Doch er ermahnt die Jünger, sich nicht durch Schwierigkeiten einschüchtern zu lassen und auch nicht durch Men-schen, die den Weg der Gemeinschaft der Gläubigen behindern wol-len. Er schreibt an sie, damit sie so leben, „wie es dem Evangelium Christi entspricht“. Denn die Jünger Jesu sind zu „Mitbürgern der Heili-gen und Hausgenossen Gottes“ geworden (Eph 2,19). Nach den Wor-ten des Apostels verankert dieses „Wir“ der Familie Gottes die Jünger Jesu fest im Evangelium. Jünger ist man niemals allein, der Glaube an Jesus ist nie eine individuelle Initiative. Die Begegnung mit Jesus voll-zieht sich im Rahmen der Gemeinschaft der Jünger und führt immer in sie hinein. Denn die Gemeinschaft im Glauben schenkt Kraft und macht die Jünger bereit, der Welt das Evangelium weiterzugeben. Die-ser Einsatz bedeutet auch Kampf und Leiden, wie der Apostel erläutert. So war es bei Jesus, so ist es bei Paulus und so wird es auch bei den Jüngern aller Zeiten sein. Eine Sicherheit aber wohnt im Herzen der Gläubigen: Gott verlässt seine Kinder nicht. In der festen Überzeu-gung, dass der Christ in seinem irdischen Dasein zum Kampf aufgeru-fen ist, schreibt Paulus an die Christen von Ephesus: „Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt“ (6,13). Wenn wir die Rüs-tung der Liebe und der Bereitschaft zum Kampf für das Evangelium anlegen (vgl. Eph 6,15), dann werden wir trotz mancher Schwierigkei-ten die Freude erleben, dass Gott und die Schwestern und Brüder uns begleiten, auch wenn es nicht an Schwierigkeiten fehlen wird, wie Pau-lus in diesen Zeilen betont.


02/05/2013
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