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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jeremia 5,1-19

Zieht durch Jerusalems Straßen, schaut genau hin, und forscht nach, sucht auf seinen Plätzen, ob ihr einen findet, ob einer da ist, der Recht übt und auf Treue bedacht ist: Dann will ich der Stadt verzeihen - Spruch des Herrn.

Doch selbst wenn sie sagen: «So wahr der Herr lebt», schwören sie gewiß einen Meineid.

Herr, sind deine Augen nicht auf Treue gerichtet? Du hast sie geschlagen, aber es tut ihnen nicht weh; du hast sie beinahe vernichtet, aber sie wollen sich nicht erziehen lassen. Ihre Stirn ist härter als Stein, sie weigern sich umzukehren.

Ich aber dachte: Nur die geringen Leute, nur sie handeln töricht, weil sie den Weg des Herrn nicht kennen, das Recht ihres Gottes.

Ich will doch lieber zu den Großen gehen und zu ihnen reden; denn sie kennen den Weg des Herrn, das Recht ihres Gottes. Doch auch sie haben das Joch zerbrochen, die Stricke zerrissen.

Darum schlägt sie der Löwe des Waldes, der Steppenwolf überwältigt sie. Vor ihren Städten lauert der Panther, alle, die herauskommen, werden zerfleischt. Denn zahlreich sind ihre Verbrechen, schwer wiegt ihre Abtrünnigkeit.

Weshalb sollte ich dir vergeben? Deine Söhne haben mich verlassen und bei Nichtgöttern geschworen. Ich machte sie satt, doch sie trieben Ehebruch und waren zu Gast im Dirnenhaus.

Hengste sind sie geworden, feist und geil, jeder wiehert nach der Frau seines Nächsten.

Sollte ich das nicht bestrafen - Spruch des Herrn - und an einem solchen Volk keine Rache nehmen?

Steigt auf ihre Rebenhänge, und verwüstet sie! Doch völlig vernichten sollt ihr sie nicht. Reißt ihre Reben weg; denn sie gehören nicht dem Herrn.

Sie sind mir ja gänzlich untreu geworden, das Haus Israel und das Haus Juda - Spruch des Herrn.

Sie haben den Herrn verleugnet und gesagt: Er ist ein Nichts! Kein Unheil kommt über uns, weder Schwert noch Hunger werden wir spüren.

Doch diese Propheten werden zunichte; das Gotteswort ist nicht bei ihnen. [So wird es ihnen ergehen.]

Darum - so spricht der Herr, der Gott der Heere: Weil man solche Reden führt, seht, darum mache ich meine Worte in deinem Mund zu Feuersglut und dieses Volk da zum Brennholz, das von ihr verzehrt wird.

Seht, ich lasse über euch herfallen, Haus Israel, ein Volk aus der Ferne - Spruch des Herrn. Ein unüberwindliches Volk ist es, ein uraltes Volk, ein Volk, dessen Sprache du nicht kennst und dessen Rede du nicht verstehst.

Sein Köcher ist wie ein offenes Grab, sie alle sind Helden.

Es frißt deine Ernte und dein Brot, es frißt deine Söhne und Töchter, es frißt deine Schafe und Rinder, es frißt deinen Weinstock und Feigenbaum, es zerschlägt mit dem Schwert deine befestigten Städte, auf die du vertraust.

Doch auch in jenen Tagen - Spruch des Herrn - will ich euch nicht völlig vernichten.

Wenn man dann fragt: Weshalb hat der Herr, unser Gott, uns das alles angetan?, so sag zu ihnen: Wie ihr mich verlassen und fremden Göttern in eurem Land gedient habt, so müßt ihr Fremden dienen in einem Land, das euch nicht gehört.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

In diesem Abschnitt scheint die Stimme Abrahams zu ertönen, der Gott darum bittet, die Stadt Sodom zu verschonen. Aber es gab dort keinen Gerechten, die Stadt wurde zerstört (Gen 19). Hier, in Jerusa-lem, scheinen alle Einwohner töricht zu handeln. Denn sie laufen sich selbst nach und hören nicht auf die Stimme Gottes. Ein trauriges Ende scheint die Folge zu sein, ähnlich wie in Sodom. Das prophetische Wort ruft dazu auf, sich Gedanken über das Fehlen von gerechten Menschen zu machen, damit auch wir lernen, nach ihnen zu suchen. Liegt darin nicht die Berufung der Jünger? Gott resigniert nicht vor der Ungerechtigkeit, er hört nicht auf, nach Menschen zu suchen, die sich berühren lassen: „Ich will doch lieber zu den Großen gehen und zu ihnen reden; denn sie kennen den Weg des Herrn, das Recht ihres Gottes. Doch auch sie haben das Joch zerbrochen, die Stricke zerris-sen“. Gerechtigkeit bedeutet, das Joch nicht zu zerbrechen, das Zei-chen des Bundes mit dem Herrn, und auch, die Stricke nicht zu zer-reißen. Der Individualismus schafft Ungerechtigkeit, denn er zerbricht die Beziehung zu Gott und zerreißt die Verbindung zu den anderen, besonders die zu den Armen. Heute scheint immer mehr eine Welt von einsamen Menschen vorzuherrschen, von Männern und Frauen, die sich davor fürchten, sich an andere zu binden und dauerhaft mit anderen zusammenzuleben. Immer deutlicher setzt sich die Tendenz durch, zu leben ohne sich der anderen bewusst zu werden oder schlimmer noch: sogar gegen die anderen zu leben. Doch der Got-tesmann weiß, dass das Geheimnis der Rettung darin besteht, auf die Stimme des Herrn zu hören und danach zu leben. So wird das Leben fruchtbar und ermöglicht Bindungen und Bündnisse zum Guten (Ps 1). Leider wird das Wort Gottes nicht als ein Leben spendender Geist aufgefasst (Ez 37), sondern „wie Wind“, der verweht, ohne ins Herz einzudringen. Sogar über die Propheten sagt Jeremia: „Doch diese Propheten werden zunichte; das Gotteswort ist nicht bei ihnen“. Diese Gefahr besteht, wenn man nicht von Herzen zuhört: Man vertrocknet, wenn man von sich selbst ausgefüllt ist. Und doch ist Gott wie ein Va-ter, der seine Kinder zurechtweist und sie zu einem barmherzigen Le-ben führt: „Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des Herrn, widersetz dich nicht, wenn er dich zurechtweist“ (Spr 3,11). Im Brief an die Heb-räer wird gleichsam als Kommentar hinzugefügt: „Haltet aus, wenn ihr gezüchtigt werdet. Gott behandelt euch wie Söhne. Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt?“ (Hebr 12,7). Oft ist der Stolz trü-gerisch: Er vermittelt eine Sicherheit, die uns die drohende Gefahr nicht spüren lässt. Der Prophet ist wie ein Wachposten, der uns er-mahnt, vom Bösen abzulassen und unser Herz auf Gott hin auszurich-ten.


13/07/2013
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