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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jeremia 5,20-31

Verkündet dies im Haus Jakob, und ruft es in Juda aus:

Hör das, du törichtes Volk ohne Verstand: Augen haben sie und sehen nicht; Ohren haben sie und hören nicht.

Fürchtet ihr mich denn nicht - Spruch des Herrn -, zittert ihr nicht vor meinem Angesicht? Ich bin es, der dem Meer die Düne als Grenze gesetzt hat, als ewige Schranke, die es nicht überschreiten darf. Mag es auch toben, es richtet nichts aus; mögen seine Wogen auch tosen, sie können die Schranke nicht überschreiten.

Dieses Volk aber hat ein störrisches, trotziges Herz. Sie wichen vom Weg ab und gingen davon.

Sie sagten nicht bei sich selbst: Laßt uns den Herrn fürchten, unseren Gott, der Regen spendet im Herbst und im Frühjahr zur rechten Zeit, der uns die feste Ordnung der Erntewochen bewahrt.

Eure Frevel haben diese Ordnung gestört, eure Sünden haben euch den Regen vorenthalten.

Ja, Frevler gibt es in meinem Volk; sie lauern, gebückt wie Vogelsteller, Fallen stellen sie auf, Menschen wollen sie fangen.

Wie ein Korb mit Vögeln gefüllt ist, so sind ihre Häuser voll Betrug; dadurch sind sie mächtig und reich geworden,

fett und feist. Auch sündigen sie durch ruchloses Tun. Das Recht pflegen sie nicht, das Recht der Waisen, die Erfolg erwarten, und die Sache der Armen entscheiden sie nicht.

Sollte ich das nicht bestrafen - Spruch des Herrn - und an einem solchen Volk keine Rache nehmen?

Wüstes, Gräßliches geschieht im Land:

Die Propheten weissagen Lüge, und die Priester richten ihre Lehre nach ihnen aus; mein Volk aber liebt es so. Doch was werdet ihr tun, wenn es damit zu Ende geht?

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Prophet spricht bittere Worte gegen sein Volk, das „ein störrisches, trotziges Herz“ hat. Das kommt für Jeremia daher, dass sie den Herrn nicht fürchten: „Sie sagen nicht bei sich selbst: Lasst uns den Herrn fürchten, unseren Gott, der Regen spendet im Herbst und im Frühjahr zur rechten Zeit, der uns die feste Ordnung der Erntewochen bewahrt“. Vielleicht ist das ein vergessenes Wort im Wortschatz des Glaubensle-bens. Man hat viele Ängste, aber wenig „Gottesfurcht“. Die Gottes-furcht ist kein Gefühl der Angst, sondern das Bewusstsein unserer Be-grenztheit und Zerbrechlichkeit. Das entdecken wir im Gebet, hier wird es uns offensichtlich. Wenn wir vor Gott hintreten, werden wir uns sei-ner Größe und unserer Armut bewusst. Im Buch Deuteronomium ist die Gottesfurcht begleitet von der Liebe zu Gott und vom Hören auf sein Wort: „Und nun, Israel, was fordert der Herr, dein Gott, von dir außer dem einen: dass du den Herrn, deinen Gott, fürchtest, indem du auf allen seinen Wegen gehst, ihn liebst und dem Herrn, deinem Gott, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele dienst; dass du ihn fürchtest, indem du auf die Gebote des Herrn und seine Gesetze achtest, auf die ich dich heute verpflichte“ (10,12–13). Laut dem Buch der Sprichwörter ist die Gottesfurcht der Anfang der Weisheit. Es besteht also eine enge Verbindung zwischen der Furcht des Herrn und einem guten Leben, Wohlergehen und Lebensweisheit. Dabei geht es nicht um die alte Überzeugung, dass Unglück oder Armut mit der Sünde zusammen-hängt und der Reichtum mit der Treue zu Gott. Denn es gibt ein gutes und glückliches Leben auch in Leiden und Armut. Ungerechtigkeit, Un-recht, Gewalt, fehlende Gottesfurcht und das mangelnde Bewusstsein von Gottes Anwesenheit zerstören die Ordnung der Schöpfung und auch das Zusammenleben der Menschen. So weist Jeremia auf ein beständiges Thema der prophetischen Verkündigung hin, nämlich auf den Zusammenhang zwischen Reichtum und Ungerechtigkeit: „Wie ein Korb mit Vögeln gefüllt ist, so sind ihre Häuser voll Betrug; dadurch sind sie mächtig und reich geworden, fett und feist. Auch sündigen sie durch ruchloses Tun. Das Recht pflegen sie nicht, das Recht der Wai-sen, die Erfolg erwarten, und die Sache der Armen entscheiden sie nicht“. Jeremia verwendet eine Sprache, die für uns vielleicht nicht leicht zu verstehen ist, aber er berührt einen der wunden Punkte unse-rer materialistischen Gesellschaft: Unser Leben ist vom Geld und von einer Logik des Marktes beherrscht, und wir vergessen, das Herz zu pflegen und die Seele zu kräftigen, um das Gute zu tun und Gerechtig-keit zu schaffen.


15/07/2013
Gebet für den Frieden


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