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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jeremia 6,16-30

So spricht der Herr: Stellt euch an die Wege, und haltet Ausschau, fragt nach den Pfaden der Vorzeit, fragt, wo der Weg zum Guten liegt; geht auf ihm, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Sie aber sagten: Wir gehen nicht.

Auch habe ich Wächter für euch aufgestellt: Achtet auf den Schall der Trompete! Sie aber sagten: Wir achten nicht darauf.

Darum hört, ihr Völker, und erkennt, was ich ihnen antun will.

Höre es, Erde! Schon bringe ich Unheil über dieses Volk als die Frucht seiner bösen Gesinnung. Denn auf meine Worte haben sie nicht geachtet, und meine Weisung haben sie verschmäht.

Was soll mir der Weihrauch aus Saba und das gute Gewürzrohr aus fernem Land? Eure Brandopfer gefallen mir nicht, eure Schlachtopfer sind mir nicht angenehm.

Darum - so spricht der Herr: Ich lege diesem Volk Hindernisse in den Weg, so daß sie darüber straucheln. Väter und Söhne zusammen, einer wie der andere geht zugrunde.

So spricht der Herr: Seht, ein Volk zieht vom Nordland heran, ein großes Volk bricht auf von den Grenzen der Erde.

Sie kommen mit Bogen und Sichelschwert, grausam sind sie und ohne Erbarmen. Ihr Lärm gleicht dem Brausen des Meeres, und sie reiten auf Rossen, Krieger, zum Kampf gerüstet gegen dich, Tochter Zion.

Kaum hörten wir diese Nachricht, da erschlafften uns die Hände, es packte uns die Angst, das Zittern wie eine Gebärende.

Geht nicht aufs Feld hinaus, macht euch nicht auf den Weg; denn der Feind greift zum Schwert - Grauen ringsum!

Tochter, mein Volk, leg das Trauerkleid an, und wälz dich im Staub! Halte Trauer wie um den einzigen Sohn, bitterste Klage: «Ach, jählings kam über uns der Verwüster.»

Zum Prüfer für mein Volk habe ich dich bestellt [zum Metallprüfer]; du sollst sein Verhalten erkennen und prüfen.

Sie alle sind schlimme Empörer, Verleumder sind sie, Bronze und Eisen sind sie, alle zusammen Verbrecher.

Der Blasebalg schnaubt, doch das Blei bleibt unberührt vom Feuer. Umsonst versucht der Schmelzer zu schmelzen; die Bösen lassen sich nicht ausscheiden.

«Verworfenes Silber» nennt man sie; denn verworfen hat sie der Herr.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Prophet Jeremia beschreibt das vom Krieg versehrte Jerusa-lem. Darin erkennen wir das heutige Jerusalem, in dem das Zu-sammenleben schwierig geworden ist, und auch die zahlreichen Städte dieser unserer Welt, die durch Kriege und Konflikte zerstört werden. Diese Kriege sind oft unbekannt, doch deshalb nicht weni-ger grausam. Es geschieht leicht, dass man besonders in der rei-chen Welt fern von diesen Dramen lebt. Viele sagen: „Heil, Heil!“ Doch der Prophet fügt mit Bitterkeit hinzu: „Aber kein Heil ist da“. Die Menschen im Wohlstand wollen in ihrer Ruhe nicht von den Dramen derer gestört werden, die fern von ihnen sind. Doch das Wort Gottes stellt diese geizige Ruhe infrage und zeigt, wie klein-geistig sie ist. Daher sind die Gläubigen aufgerufen, sich nicht von der Selbstbezogenheit blenden zu lassen, sondern die Augen für das Schicksal dieser Welt zu öffnen, sich im Herzen berühren zu lassen, stehen zu bleiben und nachzudenken, wie der Prophet mahnt: „Stellt euch an die Wege und haltet Ausschau, fragt nach den Pfaden der Vorzeit, fragt, wo der Weg zum Guten liegt; geht auf ihm, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele“. Es ist nötig, stehen zu bleiben und nicht ständig zu laufen, weil man dabei nicht nach-denkt und deshalb nichts versteht. Das Leben jedes Tages ist von der Hast beherrscht, und unsere Gesellschaft hilft uns gewiss nicht dabei, Raum zum Nachdenken zu finden. Wir haben fast schon Angst davor stehen zu bleiben, und so lassen wir uns in unserem Handeln von Gewohnheit und Instinkt leiten. Wir glauben, frei und verantwortlich zu sein, doch in Wirklichkeit sind wir konformistisch und folgen banalen Moden und Gedanken. Gott aber hat uns Wäch-ter eingesetzt, damit sie über uns wachen. Es sind die Propheten, die zu uns auch heute von Gott sprechen und uns sein Wort erklä-ren, um uns so zu helfen, damit wir nachdenken. Doch auch wir sol-len Wächter für die Welt sein, um allen das Wort des Herrn zu ver-künden und den Weg des Guten und des Friedens zu zeigen. Jeder ist berufen, im Herzen das Wort Gottes aufzunehmen, denn es öff-net unsere Augen, damit wir die Wunden der Menschen sehen, und es schenkt uns das Mitleid, mit dem wir uns über sie beugen. Am Ende des Abschnitts sagt der Herr zu Jeremia: „Zum Prüfer für mein Volk habe ich dich bestellt; du sollst sein Verhalten erkennen und prüfen“. Das ist eine wichtige Aufgabe, vor der wir nicht zurückwei-chen dürfen. Bitten wir den Herrn, dass er uns helfe, weise Wächter zu sein, um das Böse wahrzunehmen und anderen zu helfen, das Gute zu tun.


17/07/2013
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