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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den Propheten Elija, der in den Himmel entrückt wurde und Elischa seinen Mantel überließ.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jeremia 8,1-13

In jener Zeit - Spruch des Herrn - wird man die Gebeine der Könige von Juda, die Gebeine seiner Beamten, die Gebeine der Priester, die Gebeine der Propheten und die Gebeine der Einwohner Jerusalems aus ihren Gräbern holen.

Man wird sie hinstreuen vor die Sonne, den Mond und das ganze Himmelsheer, denen ihre Liebe galt, denen sie dienten und nachliefen, die sie befragten und anbeteten. Sie werden weder gesammelt noch bestattet werden. Dünger auf dem Acker sollen sie sein.

Besser als das Leben wäre der Tod auch für den Rest, für alle, die übrigbleiben von diesem bösen Geschlecht an allen Orten, überall, wohin immer ich sie verstoße - Spruch des Herrn der Heere.

Du sollst zu ihnen sagen: So spricht der Herr: Wer hinfällt, steht der nicht wieder auf? Wer vom Weg abkommt, kehrt der nicht wieder zurück?

Warum wendet dieses Volk sich ab [Jerusalem] und beharrt auf der Abkehr? Warum hält es am Irrtum fest, weigert sich umzukehren?

Ich horche hin und höre: Schlechtes reden sie, keiner bereut sein böses Tun und sagt: Was habe ich getan? Jeder wendet sich ab und läuft weg, schnell wie ein Roß, das im Kampf dahinstürmt.

Selbst der Storch am Himmel kennt seine Zeiten; Turteltaube, Schwalbe und Drossel halten die Frist ihrer Rückkehr ein; mein Volk aber kennt nicht die Rechtsordnung des Herrn.

Wie könnt ihr sagen: Weise sind wir, und das Gesetz des Herrn ist bei uns? Ja! Aber der Lügengriffel der Schreiber hat es zur Lüge gemacht.

Zuschanden werden die Weisen, sie stehen bestürzt da und werden gefangen. Das Wort des Herrn haben sie verworfen, und ihre eigene Weisheit, was nützt sie ihnen?

Darum gebe ich ihre Frauen an Fremde, ihre Felder an Eroberer. Sind sie doch alle, vom Kleinsten bis zum Größten, nur auf Gewinn aus; vom Propheten bis zum Priester betrügen sie alle.

Den Schaden der Tochter, meines Volkes, möchten sie leichthin heilen, indem sie rufen: Heil, Heil! Aber kein Heil ist da.

Schämen müßten sie sich, weil sie Greuel verüben. Doch sie schämen sich nicht; Scham ist ihnen unbekannt. Deshalb müssen sie fallen, wenn die anderen fallen. Sobald ich sie zur Rechenschaft ziehe, werden sie stürzen, spricht der Herr.

Will ich bei ihnen ernten - Spruch des Herrn -, so sind keine Trauben am Weinstock, keine Feigen am Feigenbaum, und das Laub ist verwelkt. Darum habe ich für sie Verwüster bestellt.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Sogar nach dem Tod findet der keinen Frieden, der sich vom Götzen-dienst hat mitreißen lassen. Das ist das Schändlichste, was es geben kann und was am Fernsten von der Liebe zum Leben und von einem würdigen Begräbnis nach dem Tod ist. Warum so viel Härte in den Worten des Propheten? Es handelt sich nicht um Drohungen oder Strafen Gottes. Vielmehr sehen wir hier die Beschreibung einer Situati-on, die sich aus den eigenen Entscheidungen ergibt, also ein Leben, das man damit verbringt, der Sinnlosigkeit der Götzen hinterherzulau-fen. Die Folge kann nur ein schändliches Ende sein. Doch es gibt eine Möglichkeit, dieses Schicksal des Todes noch umzukehren. Der Herr bietet dem Menschen immer Möglichkeiten an, zu ihm zurückzukehren, wie wir es lesen: „Wer hinfällt, steht der nicht wieder auf? Wer vom Weg abkommt, kehrt der nicht wieder zurück? Warum wendet dieses Volk sich ab und beharrt auf Abkehr?“ Ja, wer sich verfehlt, kann zu-rückkehren, kann dies immer tun. Aber man muss über das eigene Verhalten nachdenken, anstatt immer in der Gewissheit zu handeln, dass das, was man tut, richtig ist. Das Wort Gottes hilft, nachzudenken, zu sich zu kommen, es weist uns zurecht. Ja, das Wort gilt auch für uns: „Keiner bereut sein böses Tun und sagt: Was habe ich getan? Jeder wendet sich ab und läuft weg, schnell wie ein Ross, das im Kampf dahinstürmt“. Wir sind von Gewohnheiten und vom Instinkt be-herrscht. Wir bleiben nicht stehen, um nachzudenken, und deshalb verändert sich auch nichts in uns und um uns herum. Die Weisheit, um gut zu leben, kommt vom treuen und beständigen Hören auf das Wort Gottes. Ohne diese Weisheit bleibt man Gefangener einer engstirnigen Sicht der Wirklichkeit. Zum zweiten Mal (vgl. 6,14) wiederholt Jeremia die Ermahnung: „Den Schaden der Tochter, meines Volkes, möchten sie leichthin heilen, indem sie rufen: Heil, Heil! Aber kein Heil ist da“. Wie wahr sind diese Worte auch heute. Wir sprechen von Heil und Frieden, wir glauben, mit uns selbst in Frieden zu leben, indem wir die Ungerechtigkeit und Gewalt der Gesellschaft nicht sehen wollen, um in Ruhe zu leben. Sich vom Leid der Welt und der Armen abzuschotten, ist nicht der Weg, auf dem wir Frieden finden werden. Doch anstatt uns dafür zu schämen, wie viel Böses in jedem von uns ist, nehmen wir alles hin und rechtfertigen alles, auch das Böse, als wäre es etwas völlig Normales, nur um uns selbst zu retten und uns in Sicherheit zu bringen. Der Prophet aber fordert uns auf, keine Angst davor zu haben, das Böse zu erkennen, das in uns ist.


20/07/2013
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