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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jeremia 16,1-21

Das Wort des Herrn erging an mich:

Du sollst dir keine Frau nehmen und weder Söhne noch Töchter haben an diesem Ort.

Denn so spricht der Herr über die Söhne und Töchter, die an diesem Ort geboren werden, über ihre Mütter, die sie gebären, und über ihre Väter, die sie zeugen in diesem Land:

Eines qualvollen Todes müssen sie sterben; man wird sie nicht beklagen und nicht begraben; sie werden zum Dünger auf dem Acker. Durch Schwert und Hunger kommen sie um; ihre Leichen werden zum Fraß für die Vögel des Himmels und die Tiere des Feldes.

Ja, so hat der Herr gesprochen: Betritt kein Trauerhaus, geh nicht zur Totenklage, und bezeig niemandem Beileid! Denn ich habe diesem Volk mein Heil entzogen - Spruch des Herrn -, die Güte und das Erbarmen.

Groß und klein muß sterben in diesem Land; man wird sie nicht begraben und nicht beklagen. Niemand ritzt sich ihretwegen wund oder schert sich kahl.

Keinem wird man das Trauerbrot brechen, um ihn wegen eines Verstorbenen zu trösten; man wird ihm nicht den Trostbecher reichen wegen seines Vaters oder seiner Mutter.

Auch ein Haus, in dem ein Gastmahl stattfindet, sollst du nicht betreten, um mit den Leuten bei Speise und Trank zu sitzen.

Denn so spricht der Herr der Heere, der Gott Israels: Seht, verstummen lasse ich an diesem Ort, vor euren Augen und in euren Tagen, Jubelruf und Freudenruf, den Ruf des Bräutigams und den Ruf der Braut.

Wenn du nun diesem Volk das alles verkündest und man dich fragt: Warum droht der Herr uns all dieses schwere Unheil an? Worin besteht unsre Schuld, und welche Sünde haben wir gegen den Herrn, unsern Gott, begangen?,

so antworte ihnen: Eure Väter haben mich verlassen - Spruch des Herrn; sie liefen anderen Göttern nach, dienten ihnen und beteten sie an. Mich aber haben sie verlassen und meine Weisung nicht befolgt.

Ihr selbst aber habt es noch schlimmer getrieben als eure Väter. Seht, jeder von euch folgt dem Trieb seines bösen Herzens, ohne auf mich zu hören.

Darum schleudere ich euch aus diesem Land hinaus, in das Land, das euch und euren Vätern unbekannt war. Dort mögt ihr anderen Göttern dienen Tag und Nacht; ich aber werde euch keine Gnade mehr schenken.

[Darum seht, es werden Tage kommen - Spruch des Herrn -, da sagt man nicht mehr: So wahr der Herr lebt, der die Söhne Israels aus Ägypten heraufgeführt hat!,

sondern: So wahr der Herr lebt, der die Söhne Israels aus dem Nordland und aus allen Ländern, in die er sie verstoßen hatte, heraufgeführt hat. Ich bringe sie zurück in ihr Heimatland, das ich ihren Vätern gegeben habe.]

Seht, ich hole viele Fischer - Spruch des Herrn -, die sollen sie fangen; dann hole ich viele Jäger, die sollen sie erlegen auf jedem Berg und Hügel und in den Felsenklüften.

Denn meine Augen sehen alle ihre Wege; sie können sich vor mir nicht verstecken, und ihre Schuld ist vor meinen Augen nicht verborgen.

So vergelte ich zunächst nach dem Maß ihrer Schuld und Sünde, weil sie mein Land durch das Aas ihrer Scheusale entweiht und mein Erbteil mit ihren abscheulichen Götzen angefüllt haben.

Herr, meine Kraft und meine Burg, meine Zuflucht am Tag der Not! Zu dir kommen Völker von den Enden der Erde und sagen: Nur Trug besaßen unsre Väter, Wahngebilde, die nichts nützen.

Kann ein Mensch sich Götter machen? Das sind doch keine Götter.

Darum seht, ich bringe sie zur Erkenntnis; ja, diesmal bringe ich sie zur Erkenntnis meiner Macht und meiner Gewalt, und sie werden erkennen: Mein Name ist Jahwe, der Herr.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Sprache Jeremias scheint fast widersprüchlich. Zuerst spricht er vom Unglück, dann verkündet er das rettende Eingreifen Gottes. Der Prophet wird aufgefordert, die Momente der Trauer und des Festes seines Volkes nicht zu teilen. Das Leben des Propheten darf sich nicht der allgemeinen Mentalität und den üblichen Gewohnheiten anpassen. Er weiß wohl, dass er vor allem auf das Wort Gottes hören muss. Im Übrigen besteht der wahre Kern der Religiosität Israels weiterhin im Hören auf den Herrn und im Gehorsam auf das gehörte Wort. Als Israel fragt: „Warum droht der Herr uns all dieses schwere Unheil an? Worin besteht unsre Schuld und welche Sünde haben wir gegen den Herrn, unsern Gott, begangen?“ Dann wirst du ihnen antworten: „Ihr selbst aber habt es noch schlimmer getrieben als eure Väter. Seht, jeder von euch folgt dem Trieb seines bösen Herzens, ohne auf mich zu hören.“ Trotzdem resigniert der Herr nicht vor der Herzenshärte seines Volkes, er überlässt es nicht seinem Willen nach Auflehnung und Sünde. Mit der Drohung eines strengen aber guten Vaters droht der Herr Israel, weil er hofft, dass es seine Sünden erkennt und das Bedürfnis, gerettet zu werden. Ein solches Bewusstsein ist jedem Gläubigen zu eigen. Man kann nicht gerettet werden, ohne zutiefst demütig zu sein, ohne die eigene Sünde und damit das Bedürfnis anzuerkennen, dass einem vergeben wird. Oft leben wir in der Überzeugung, im Recht zu sein. In Wirklichkeit folgen wir nur uns selbst und sind überzeugt, dass wir uns auf der Seite der Vernunft befinden. Gott wird einschreiten und den Lauf der Geschichte verändern. Der Prophet schreibt: „Darum seht, es werden Tage kommen – Spruch des Herrn – da sagt man nicht mehr: So wahr der Herr lebt, der die Söhne Israels aus Ägypten heraufgeführt hat!, sondern: So wahr der Herr lebt, der die Söhne Israels aus dem Nordland und aus allen Ländern, in die er sie verstoßen hatte, heraufgeführt hat.“ Dies ist ein neues Glaubensbekenntnis eines Volkes, das die Anwesenheit Gottes anerkennt. Gott sammelt dieses Volk aus der Zerstreuung durch einen extremen Individualismus und führt es in ein Land, wo es lernt, zusammenzuleben. Gott zwingt sein Volk in gewisser Weise, zu ihm zurückzukehren und sich als sein Volk zu fühlen. Er wird Fischer und Jäger senden, um seine verstreuten Kinder ins Gelobte Land zurückzuführen. So kann Jeremia zum Schluss nicht anders als das Werk Gottes anzuerkennen: „Herr, meine Kraft und meine Burg, meine Zuflucht am Tag der Not! Zu dir kommen Völker von den Enden der Erde“, um ihre Sünden und die Anwesenheit Gottes anzuerkennen.


12/08/2013
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