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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jeremia 20,1-8

Der Priester Paschhur, der Sohn des Immer, der Oberaufseher im Haus des Herrn, hörte, wie Jeremia diese prophetischen Worte verkündete.

Da ließ Paschhur den Propheten Jeremia schlagen und in den Block spannen, der im oberen Benjamintor beim Haus des Herrn war.

Als ihn Paschhur am nächsten Morgen aus dem Block entließ, sagte Jeremia zu ihm: Nicht mehr Paschhur nennt dich der Herr, sondern: «Grauen ringsum».

Denn so spricht der Herr: Ja, ich gebe dich dem Grauen preis, dich und alle deine Freunde. Sie werden unter dem Schwert ihrer Feinde fallen, und du mußt mit eigenen Augen zusehen. Ganz Juda aber gebe ich in die Hand des Königs von Babel; er wird sie nach Babel wegführen und mit dem Schwert erschlagen.

Auch allen Besitz dieser Stadt, all ihre Habe, alles Kostbare und alle Schätze der Könige von Juda gebe ich in die Hand ihrer Feinde; sie werden alles rauben, wegschleppen und nach Babel bringen.

Du aber, Paschhur, und alle deine Hausgenossen, ihr werdet in die Verbannung ziehen; nach Babel wirst du kommen, dort wirst du sterben und dort begraben werden, du und alle deine Freunde, denen du Lügen geweissagt hast.

Du hast mich betört, o Herr, und ich ließ mich betören; du hast mich gepackt und überwältigt. Zum Gespött bin ich geworden den ganzen Tag, ein jeder verhöhnt mich.

Ja, sooft ich rede, muß ich schreien, «Gewalt und Unterdrückung!» muß ich rufen. Denn das Wort des Herrn bringt mir den ganzen Tag nur Spott und Hohn.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Dieser Abschnitt gliedert sich in zwei Teile: Der erste Teil reicht von Vers 1 bis 6, der zweite von Vers 7 bis 18. Im ersten Teil erzählt der Verfasser von der gewalttätigen Reaktion des Paschhur, einem der bedeutenderen Priester des Tempels zu Jerusalem, der vielleicht für die Verwaltung ver-antwortlich war. Mit harten Worten hatte der Prophet eine Religiosität angegriffen, die nur aus Zeichen und liturgischen Handlungen besteht, aber nicht die Entscheidung umfasst, auf Gottes Wort zu hören. Jeremia kommt – wenn auch nur für kurze Zeit – ins Gefängnis. Es war der Ver-such, das prophetische Wort zum Schweigen zu bringen. Doch sobald Jeremia frei ist, beginnt er wieder zu sprechen. Er wendet sich direkt an Paschhur, droht ihm, weil er sich den prophetischen Worten widersetzt. Die harte Erfahrung des Gefängnisses und der Gegnerschaft der Priester des Tempels drängt den Propheten zu einem „Trotzdem“, selbst im An-gesicht des Kerkers und ständiger Feindschaft. Jeremia kann gar nicht anders, er muss immer wieder der Berufung folgen, die der Herr ihm ge-geben hat. Es ist nicht der Initiative des Einzelnen überlassen, Prophet zu sein, und keiner kann diese Aufgabe weiterführen, nur weil er persön-lich davon überzeugt ist. Im folgenden Monolog zeigt sich, mit welcher Innerlichkeit Jeremia von der Tiefe der Berufung spricht, die er erhalten hat. Der Prophet wendet sich an Gott und macht aus der Darlegung sei-ner schwierigen Lage ein Gebet. Es ist ein Flehen um Hilfe und zugleich ein Ausdruck seines Vertrauens in die Nähe Gottes: „Du hast mich betört, o Herr, und ich ließ mich betören; du hast mich gepackt und überwältigt“. So beginnt der Prophet. Diese Worte zeigen die Macht des Wortes Got-tes. Es wird zu einem „brennenden Feuer“, das dem Herzen des Prophe-ten keine Ruhe lässt und ihn zum Sprechen zwingt, selbst im Angesicht von Schwierigkeiten und Leiden. Wer könnte auch die Worte Gottes für sich selbst behalten wollen? Es kommen uns wieder die Worte Jesu an die Jünger in den Sinn: „Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“ (Lk 12,49). Die pro-phetische Botschaft aber trifft auf die Macht des Bösen, das in der Welt gegenwärtig ist. Jede christliche Generation erlebt diese Begegnung zwi-schen der Liebe Gottes und der Gewalt des Bösen. Es ist eine Auseinan-dersetzung, der sich die kirchlichen Gemeinschaften und die einzelnen Gläubigen stellen müssen wie auch jeder Mensch guten Willens. Wir sehen es im Leben der Kirche, ganz besonders im Leben der Christen, die in der Vergangenheit und auch heute, wegen ihres Glaubens leiden. Die Worte des Jeremia unterstreichen die Gewalt und Härte dieser Aus-einandersetzung. Doch der Gläubige, der auf das Wort des Herrn gehört hat, lässt sich vom Wort und seiner Kraft gleichsam in Besitz nehmen. Wenn man das Wort Gottes gekostet hat, ist es schwierig, es auf-zugeben. Auch in Not und Gefahr findet der Prophet Worte, um den Ruhm Gottes zu besingen. Trotz der Feinde, die ihn umgeben, und der Gegner, die seinen Untergang wollen, erfährt der Prophet Freiheit und Rettung. Er lobt den Herrn, der das Böse besiegt.


19/08/2013
Gebet für den Frieden


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