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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Geist des Herren ruht auf dir,
der von dir geboren wird, wird heilig sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Lukas 1,39-47

Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.

Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet.

Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt

und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.

Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt?

In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.

Selig ist die, die geglaubt hat, daß sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn,

und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Hier sind, Herr, deine Diener,
uns geschehe nach deinem Wort.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Im liturgischen Kalender wird heute der Gedenktag Maria Königin be-gangen. Er ergänzt in gewisser Hinsicht das am 15. August gefeierte Fest der Himmelfahrt Mariens. Hier handelt es sich um dasselbe Ge-heimnis der Mutter Jesu. Das Zweite Vatikanische Konzil sagt: „Schließlich wurde die unbefleckte Jungfrau … nach Vollendung des irdischen Lebenslaufs mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen und als Königin des Alls vom Herrn erhöht, um voll-kommener ihrem Sohn gleich gestaltet zu sein, dem Herrn der Herren (vgl. Offb 19,16) und dem Sieger über Sünde und Tod“ (LG 59). Dies ist ein wahrhaft großes Geheimnis, nicht nur, weil es uns die Zukunft erschließt, auf die wir alle zugehen. Es schenkt uns auch eine Mutter, die uns weiter als Zeichen der grenzenlosen Barmherzigkeit Gottes vor Augen steht. Das Evangelium vom Besuch bei Elisabet zeigt uns die Bereitschaft, mit der Maria auf den Herrn antwortet und die Barmher-zigkeit lebt und weitergibt, die sie als Erste erfahren hat. Lukas schreibt, dass Maria sofort zu Elisabet eilt, als sie vom Engel erfährt, dass diese ein Kind erwartet. Das Evangelium drängt immer zur Eile, damit wir unsere Gewohnheiten, Sorgen und Gedanken ablegen. Wie viele Gedanken gingen Maria dabei in diesem Augenblick durch den Kopf, nachdem das Wort Gottes ihr Leben vollkommen umgewälzt hat-te! Das Evangelium rüttelt uns auf, damit wir zu den Leidenden und Bedürftigen aufbrechen, so wie Maria zu Elisabet eilte, die in ihrer Schwangerschaft eine schwierige Zeit durchmachte. Als sie die junge Maria ihr Haus betreten sieht, ist sie sofort bis in ihr Innerstes von gro-ßer Freude erfüllt. Es ist die Freude der Armen und Schwachen, wenn sie von den Dienern und Dienerinnen des Herrn besucht werden, also von denen, die geglaubt haben, „dass sich erfüllt, was der Herr“ ihnen sagen ließ. Das Wort des Herrn schafft einen neuen und ungewöhnli-chen Bund in der Welt, der die Jünger des Evangeliums mit den Armen verbindet.


22/08/2013
Gedenken an die Mutter des Herrn


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