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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jeremia 32,1-25

Das Wort, das vom Herrn an Jeremia erging im zehnten Jahr Zidkijas, des Königs von Juda - das ist das achtzehnte Jahr Nebukadnezzars.

Damals belagerte das Heer des Königs von Babel Jerusalem. Der Prophet Jeremia befand sich im Wachhof am Palast des Königs von Juda in Haft.

Dort hatte ihn Zidkija, der König von Juda, gefangengesetzt mit der Begründung: Warum hast du geweissagt: So spricht der Herr: Ich gebe diese Stadt in die Hand des Königs von Babel, und er wird sie erobern.

Auch Zidkija, der König von Juda, wird der Hand der Chaldäer nicht entrinnen, sondern in die Hand des Königs von Babel gegeben werden, so daß er von Mund zu Mund mit ihm reden und ihn Auge in Auge sehen wird.

Er wird Zidkija nach Babel bringen; dort wird er bleiben, bis ich ihn zur Rechenschaft ziehe - Spruch des Herrn. Wenn ihr mit den Chaldäern Krieg führt, werdet ihr kein Glück haben.

Jeremia sagte: Das Wort des Herrn erging an mich:

Hanamel, der Sohn deines Onkels Schallum, wird zu dir kommen und sagen: Kauf dir meinen Acker in Anatot; denn dir steht es nach dem Einlösungsrecht zu, ihn zu kaufen.

Tatsächlich kam Hanamel, der Sohn meines Onkels, dem Wort des Herrn gemäß zu mir in den Wachhof und sagte zu mir: Kauf doch meinen Acker in Anatot [im Land Benjamin]; denn du hast das Erwerbs- und Einlösungsrecht. Kauf ihn dir! Da erkannte ich, daß es das Wort des Herrn war.

So kaufte ich von Hanamel, dem Sohn meines Onkels, den Acker in Anatot und wog ihm das Geld ab; siebzehn Silberschekel betrug die Summe.

Ich schrieb die Kaufurkunde, versiegelte sie, nahm auch Zeugen hinzu und wog das Silber auf der Waage ab, alles nach Gesetz und Vorschrift.

Dann nahm ich die Kaufurkunde, die versiegelte und die offene.

Ich übergab die Urkunde Baruch, dem Sohn Nerijas, des Sohnes Machsejas, in Gegenwart Hanamels, des Sohnes meines Onkels, und vor den Zeugen, die die Kaufurkunde unterschrieben hatten, sowie in Gegenwart aller Judäer, die sich im Wachhof aufhielten.

In ihrer Gegenwart gab ich Baruch den Auftrag:

[So spricht der Herr der Heere, der Gott Israels:] Nimm diese Urkunden, die versiegelte Kaufurkunde und auch die offene, und leg sie in ein Tongefäß, damit sie lange Zeit erhalten bleiben.

Denn so spricht der Herr der Heere, der Gott Israels: Man wird wieder Häuser, Äcker und Weinberge kaufen in diesem Land.

Nachdem ich die Kaufurkunde Baruch, dem Sohn Nerijas, übergeben hatte, betete ich zum Herrn:

Ach, mein Herr und Gott! Du hast Himmel und Erde erschaffen durch deine große Kraft und deinen hoch erhobenen Arm. Nichts ist dir unmöglich.

Du übst Gnade an Tausenden, doch zahlst du die Schuld der Väter ihren Söhnen heim, die nach ihnen kommen, du gewaltiger, starker Gott, dessen Name Herr der Heere ist.

Groß bist du an Rat und mächtig an Tat; deine Augen wachen über alle Wege der Menschen, um jedem entsprechend seinem Verhalten und seinem Verdienst zu vergelten.

Du hast an Israel und an den Menschen Zeichen und Wunder getan, in Ägypten und bis auf den heutigen Tag. So hast du dir einen Namen gemacht, wie du ihn noch heute hast.

Du hast dein Volk Israel unter Zeichen und Wundern, mit starker Hand, mit hoch erhobenem Arm und gewaltigen Schreckenstaten aus Ägypten herausgeführt.

Du hast ihnen dieses Land gegeben, das du ihren Vätern eidlich zugesichert hattest, ein Land, in dem Milch und Honig fließen.

Als sie aber dorthin kamen und es in Besitz nahmen, hörten sie nicht auf deine Stimme und folgten deiner Weisung nicht. Nichts von alledem, was du ihnen befohlen hast, haben sie getan; darum hast du über sie all dies Unheil gebracht.

Schon kommen die Wälle bis an die Stadt heran, bald wird man sie einnehmen; durch Schwert, Hunger und Pest ist die Stadt den Chaldäern preisgegeben, die gegen sie ankämpfen. Was du angedroht hast, ist eingetroffen; du siehst es ja selbst.

Dennoch, mein Herr und Gott, sagst du zu mir: Kauf dir den Acker für Geld, und nimm Zeugen hinzu! Aber die Stadt ist doch den Chaldäern preisgegeben.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Heer der Chaldäer hatte Jerusalem umstellt und belagert. Die mili-tärische Macht, gegen die sich die Stadt verteidigen muss, ist wesent-lich stärker als die Streitkräfte von König Zidkija, der sich in den Schutz der Stadtmauer geflüchtet hat. Ein Ausweg ist nicht in Sicht und das Ende der Stadt naht. Nebukadnezzars Truppen werden nicht lange zögern, nach Jerusalem einzumarschieren. So wird sich die Weissa-gung des Jeremia erfüllen. Zu dieser Zeit sitzt der Prophet als Gefan-gener im Kerker des Königspalastes. Der Überfall durch das chaldäi-sche Heer steht kurz bevor. Da geschieht etwas gänzlich Unerwarte-tes: Jeremia wird beauftragt, den Acker des Sohnes seines Onkels in Anatot zu kaufen, nördlich von Jerusalem. Kann es eine neue Welt geben, wenn die alte gerade zugrunde geht? Kann sich die Welt für die Zukunft öffnen, wenn die Gegenwart jegliche Hoffnung verloren hat? Die Propheten sind groß darin, die Zeichen der Zeit zu deuten. Dies gilt für Johannes XXIII., der das Zweite Vatikanische Konzil einberief. Auch auf Jeremia trifft es zu, der erkannte, dass der Kauf des Ackers nichts als das „Wort des Herrn“ (V. 8) war. In jenem tragischen Moment, in dem der Herr sein Volk vergessen zu haben schien und die Stadt den Chaldäern preisgegeben war, nimmt Jeremia das Wort auf, das ihm Gott zugesprochen hatte: „Kauf dir den Acker für Geld und nimm Zeu-gen hinzu!“ (V. 25). Das ganze Volk, das gekennzeichnet ist durch die Taufe im Heiligen Geist, ist dazu befähigt, die Zeichen der Zeit zu le-sen.
Die Geschichte ist nicht dunkel und unverständlich. Vielmehr spricht sie zu denen, die versuchen, sie mit dem Geist der Prophetie des Evangeliums zu verstehen. Die Zukunft bleibt nicht verschlossen vor den Augen derer, die sich dem Herrn anvertrauen und sich mit ihrer starken Bitte an ihn wenden, er möge die Augen des Geistes erleuch-ten und das Verständnis für die Zeichen der Zeit schenken. Im Hören auf das Wort Gottes und im Gebet lassen sich immer wieder neu die Spuren der Barmherzigkeit des Herrn entdecken, die Zeichen der Wunder seiner Liebe.


16/09/2013
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