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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das erste Buch der Makkabäer 1,41-53

Damals schrieb der König seinem ganzen Reich vor, alle sollen zu einem einzigen Volk werden,

und jeder solle seine Eigenart aufgeben. Alle Völker fügten sich dem Erlaß des Königs.

Auch vielen Männern aus Israel gefiel der Gottesdienst, den er angeordnet hatte; sie opferten den Götterbildern und entweihten den Sabbat.

Der König schickte Boten nach Jerusalem und in die Städte Judäas mit der schriftlichen Anordnung, man solle eine Lebensform übernehmen, die dem Land fremd war.

Brand-, Schlacht- und Trankopfer im Heiligtum seien einzustellen, Sabbate und Feste zu entweihen,

das Heiligtum und die Heiligen zu schänden.

Man solle statt dessen Altäre, Heiligtümer und Tempel für die fremden Götter errichten sowie Schweine und andere unreine Tiere opfern.

Ihre Söhne dürften sie nicht mehr beschneiden, vielmehr sollten sie sich mit jeder denkbaren Unreinheit und Schande beflecken.

So sollte das Gesetz in Vergessenheit geraten, und alle seine Vorschriften sollten hinfällig werden.

Wer aber des Königs Anordnung nicht befolge, müsse sterben.

Ähnliche Anweisungen erließ er für sein ganzes Reich. Er setzte Beamte ein, die die Durchführung im ganzen Volk überwachen sollten; auch gab er den Befehl, der Reihe nach in allen Städten Judäas einen Opfergottesdienst zu halten.

Viele aus dem Volk schlossen sich ihnen an; sie alle fielen vom Gesetz ab und trieben es schlimm im Land.

Die Israeliten mußten sich vor ihnen verstecken, wo immer sie Zuflucht fanden.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Um die verschiedenen Volksgruppen in seinem Reich unter seine Macht zu zwingen, verlangte Antiochus, dass alle die gleichen Sitten und Gebräuche befolgten und eine einheitliche Kultur und Religion annahmen. Dies wird im Text so beschrieben: „Damals schrieb der König seinem ganzen Reich vor, alle sollen zu einem einzigen Volk werden und jeder solle seine Eigenart aufgeben.“ In Bezug auf die Re-ligion zwang er allen, auch den Juden, den Kult des Jupiter Olympus auf, dem er so ergeben war, dass er sich für eine lebendige Inkarnation dessen hielt. Durch eine Reihe von Edikten zwang er so Jerusalem und alle Städte Judäas dazu „eine Lebensform [zu] übernehmen, die dem Land fremd war“. Die Kulthandlungen im Tempel sollten einge-stellt werden und die Beachtung der jüdischen Religionsvorschriften musste aufhören. Wer nicht gehorchte, lief Gefahr, getötet zu werden. Dies war eine reine Diktatur, die so weit ging, dass sogar die Religions-freiheit aufgehoben war. Im vergangenen Jahrhundert und auch am Beginn des jetzigen Jahrtausends fehlt es nicht an Beispielen, es exis-tieren sogar leider sehr viele dramatische Beispiele für Diktaturen, die den Menschen nicht nur ihre Bürgerrechte rauben, sondern in denen man nicht mehr die Freiheit hat, den eigenen Glauben zu bekennen. Im Falle des Antiochus kommt klar der Machthunger zum Ausdruck, der ihn sogar so weit bringt, sich einem Gott gleich zu setzen. Dies ist eine Versuchung, der wir immer wieder im Laufe der Geschichte begegnen und die sich auf viele Weisen zeigt. Hochmut und Macht führen dazu, dass man die Grenzen des Erlaubten überschreitet mit einem gleich-sam religiösen Sendungsbewusstsein. Hochmut und Machtgier bewir-ken, dass das „Ich“ dermaßen überhöht wird, dass es die anderen Menschen erdrückt. Jede Generation und jede Zeit muss sich hüten vor dieser Diktatur des Ich. An jedem Ort und in jeder Gesellschaft kann es dazu kommen, dass das Ich das Leben der Menschen unter-jocht. Wenn man die diktatorischen Regime des vergangenen Jahr-hunderts betrachtet, so scheint eine Art Diktatur des Materialismus oder des Geldes vorzuherrschen, die zu einer Religion stilisiert wird, auf deren Altären Menschenleben geopfert werden. Das sind unsicht-bare, aber deswegen nicht weniger existente und starke Diktaturen. Wenn die Beziehung zu Gott aufgegeben wird, dann fehlt jegliche Be-grenzung der Macht des Einzelnen oder einer Gruppe. So wird der Machtmissbrauch leichter und das friedliche und dauerhafte Zusam-menleben der Menschen schwieriger. Nur die Anerkennung einer ge-meinsamen, übergeordneten Vaterschaft, der Vaterschaft Gottes, kann den Menschen helfen, in Frieden zusammenzuleben und einander mit allen Unterschieden zu respektieren. Die Mission, die als Erstes dem Volk Israel und dann der Kirche von Gott aufgetragen wurde, besteht darin, der Welt zu verkünden, dass es einen einzigen Gott gibt, der Vater aller Völker ist. Diese Aufgabe eint die beiden Religionen. Beide, Juden und Christen, haben eine universale Mission: Sie sollen der Welt, in der die Völker nur mühsam Harmonie und Frieden finden, den einzigen Gott verkünden, der alle und alles erschaffen hat und Vater aller ist.


03/10/2013
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