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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den Patriarchen Abraham. Gläubig zog er in ein ihm un-bekanntes Land, das Gott ihm verheißen hatte. Aufgrund dieses Glau-bens wird er von Juden, Christen und Muslimen „Vater der Gläubigen“ genannt.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das erste Buch der Makkabäer 2,29-38

Damals gingen viele, die Recht und Gerechtigkeit suchten, in die Wüste hinunter, um dort zu leben.

Ihre Kinder und ihre Frauen und auch ihr Vieh nahmen sie mit; denn ihre Lage zu Hause war unerträglich geworden.

Aber man meldete den Beauftragten des Königs und der Besatzung, die in der Davidstadt von Jerusalem war: Die Leute, die die Anordnung des Königs mißachtet haben, sind in die Wüste zu den Höhlen hinabgezogen.

Da setzte ihnen eine starke Truppe nach; als sie die Juden eingeholt hatte, stellte sie sich ihnen gegenüber auf und machte sich zum Kampf bereit. An jenem Tag war gerade Sabbat.

Die Soldaten riefen ihnen zu: Jetzt ist noch Zeit. Kommt heraus und tut, was der König sagt; dann bleibt ihr am Leben.

Die Juden antworteten: Wir gehen nicht hinaus und tun nicht, was der König sagt; wir werden den Sabbat nicht entweihen.

Da gingen die Soldaten sofort zum Angriff über.

Die Juden gaben keine Antwort mehr; sie warfen nicht einmal Steine auf sie, noch versperrten sie die Eingänge der Höhlen.

Denn sie sagten: Wir wollen lieber alle sterben, als schuldig werden. Himmel und Erde sind unsere Zeugen, daß ihr uns gegen jedes Recht umbringt.

Am Sabbat begannen die Soldaten den Kampf; so starben die Juden mit ihren Frauen und Kindern, etwa tausend Menschen, und auch ihr Vieh kam zusammen mit ihnen um.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Dieser Text legt nahe, dass das Beispiel des Mattatias Wirkung gezeigt hat. Außer der Gruppe, die Mattatias gefolgt war, verlassen auch ande-re Juden Jerusalem und gehen in die Wüste, um ihr Leben in der Treue zum Bund mit Gott neu zu organisieren. Vielleicht war Jerusalem zur wahren Wüste geworden, weil es den Herrn zurückgewiesen und andere Götter verehrt hatte. Unsere Städte werden auch oft Wüsten ähnlich, wenn sie sich vom Hass, von Gewalt, von Ungerechtigkeit und vor allem von der Gottferne beherrschen lassen. Es ist dringend nötig, ja unerlässlich, dass Orte der Liebe, der Gerechtigkeit und des Frie-dens überall in unseren Städten geschaffen werden. Es ist nicht gut, wegzugehen aus den Städten. Die Gläubigen sollen vielmehr als Sau-erteig des Lebens mitten in der Gesellschaft bleiben. Es muss Orte des Gebetes geben, Orte, an denen alle Menschen geachtet werden, soli-darische Zufluchtsorte für die Armen und Schwachen. In der biblischen Sprache hat der Begriff Wüste manchmal auch eine positive Bedeu-tung. Das zeigt sich zum Beispiel während der 40 Jahre, in denen das Volk Israel auf dem langen Weg hin zum verheißenen Land war. Auf diesem Pilgerweg durch die Wüste musste das Volk Israel zwar harte Prüfungen durchstehen und Versuchungen erleiden, aber es erhielt auch das Gesetz. Die Wüste steht also auch für den Aufbruch hin zum verheißenen Land. Deshalb ist sie ein Symbol für die Bekehrung, für den Moment, in dem man wieder zu Gott findet. So schreibt der Pro-phet Hosea über Israel, die untreue Braut: „Ich will sie in die Wüste hinausführen und sie umwerben“ (Hos 2,16). Nachdem die treuen Isra-eliten in die Wüste geflohen waren, um sich dort neu zu sammeln, ver-folgten die Soldaten des Königs sie und beschlossen, sie am Sabbat anzugreifen. Denn diejenigen Juden, die vom Glauben abgefallen wa-ren, hatten sie darauf hingewiesen, dass der Sabbat für die Juden hei-lig war. Im Übrigen waren die Regeln für die Sabbatruhe in der nache-xilischen Zeit noch strenger geworden und auch auf Geschäftstätigkei-ten und sogar auf die Schließung der Stadttore ausgeweitet worden (Neh 10,32; 13,15–22). Als die Soldaten des Königs also in die Nähe der Höhlen gelangt waren, in denen sich die Juden aufhielten, forder-ten sie sie auf, in die Stadt zurückzukehren. Wenn sie dies getan hät-ten, hätten sie ihr Leben retten können. Doch die Juden weigerten sich, das Gebot der Sabbatruhe zu übertreten. Sie leisteten keinen Wider-stand und wollten lieber sterben, als gegen den Herrn zu sündigen. Der Verfasser des Makkabäerbuchs schreibt: „Die Juden gaben keine Ant-wort mehr, sie warfen nicht einmal Steine auf sie, noch versperrten sie die Eingänge der Höhlen. Denn sie sagten: Wir wollen lieber alle ster-ben als schuldig werden“ (V. 36–37). So wurden sie alle getötet. Das erinnert an eine ähnliche Begebenheit am Anfang der Geschichte der christlichen Kirche: In Abitene bei Karthago wurde im 4. Jahrhundert eine Gruppe von Christen zum Tode verurteilt, die auf die Feier des Sonntagsgottesdienstes nicht verzichten wollten. Dem heidnischen Richter, der sie aufforderte, ihren Gottesdienst zu verleugnen, antwor-teten sie: „Ohne den Sonntag können wir nicht leben“. Deshalb wurden sie alle hingerichtet. Sie wurden somit zu den ersten Märtyrern des Sonntags, genauso wie die Juden aus dem Makkabäerbuch Märtyrer des Sabbats waren. Ihre Geschichten sind eine Lektion auch für uns heutige Menschen, damit wir dem „Tag des Herrn“ wieder seinen gan-zen Sinn geben. Auch die Christen von heute werden in der Feier des Sonntags ihre Rettung finden, denn Gottesdienst, unentgeltliche Liebe und geschwisterliche Begegnung befreien aus der Sklaverei einer Ge-sellschaft, in der Geld und Geschäft immer mehr zu einer totalitären Macht werden.


09/10/2013
Gedenken an die Heiligen und die Propheten


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