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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das erste Buch der Makkabäer 3,1-9

An die Stelle des Mattatias trat sein Sohn Judas mit dem Beinamen der Makkabäer.

Alle seine Brüder unterstützten ihn, wie auch alle, die sich seinem Vater angeschlossen hatten. Freudig kämpften sie für Israel.

Er machte sein Volk weithin berühmt. Als Kriegsheld zog er seinen Panzer an, legte seine Waffen um und führte Krieg; sein Schwert war der Schutz seines Heeres.

Er glich im Kampf einem Löwen, einem jungen Löwen, der sich brüllend auf die Beute stürzt.

Er verfolgte die Sünder und spürte sie auf; er vertilgte alle, die sein Volk verwirrten.

Aus Furcht vor ihm verloren die Sünder den Mut, alle Übeltäter vergingen vor Angst. Seiner Hand gelang die Befreiung.

Vielen Königen schaffte er großen Verdruß, doch Jakob erfreute er mit seinen Taten. Sein Andenken sei ewig gepriesen.

Er zog durch die Städte Judäas, vernichtete die Frevler im Land und wandte Gottes Zorn von Israel ab.

Man sprach von ihm bis ans Ende der Welt; er sammelte wieder, was verloren war.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Unmittelbar nach dem Tod seines Vaters Mattatias übernimmt Judas den Oberbefehl über das Heer. Mithilfe seiner Brüder macht er sich sofort daran, den Kampf wieder aufzunehmen und mit genaueren Zie-len auszuweiten. Es geht darum, den Hellenismus und die Fremdherr-schaft zu bekämpfen. Der Verfasser unterstreicht, dass Judas und sei-ne Mitstreiter diese Aufgabe voller Begeisterung lösten. Dies war die logische Folge aus der Sicht von Menschen, die wussten, dass sie für ein hohes Gut wie die Rückeroberung des Landes kämpften, und da-für, dass das gesamte Volk in Freiheit und in Fülle den von Gott gestif-teten Bund würde leben können. Sie lebten in dem Bewusstsein, Kin-der des einzigen Gottes zu sein, des Herrn des Himmels und der Erde. Sie unterschieden sich von den anderen Völkern, daran bestand für sie keinerlei Zweifel. Offenbar stand ihnen das unauslöschbare Paradox ihrer Identität sehr deutlich vor Augen. Es galt, sie zu leben und zu verteidigen. Der Bund mit Gott war das eigentliche Fundament ihres Lebens und auch ihrer Stärke. Dieses Volk, so einzigartig im Umkreis seiner Nachbarvölker es war, hatte seine Kraft allein im Namen Gottes. Der Verfasser will mit seinem Hymnus auf Juda die Stärke eines gan-zen Volkes, das glaubt, beschreiben. Judas wird wie ein Riese darge-stellt, der sich in seiner Kriegsrüstung sicher bewegt und in seinen Un-ternehmungen einer Raubkatze gleicht und „einem jungen Löwen, der sich brüllend auf die Beute stürzt“. Der Text lässt die Beschreibung des Jakobssohns Juda aus dem Buch Genesis anklingen: „Ein junger Löwe ist Juda. Vom Raub, mein Sohn, wurdest du groß. Er kauert, liegt da wie ein Löwe, wie eine Löwin. Wer wagt, sie zu scheuchen?” (Gen 49,9). Mit wenigen kräftigen Pinselstrichen umreißt er die Handlung: Judas verfolgte die Verräter am Glauben Israels „und spürte sie auf. Er vertilgte alle, die sein Volk verwirrten“. Damit nicht genug, der Verfas-ser fügt an: „Er gab vielen Königen Verdruss“; nicht nur den Dreien, die den Seleukidenthron während der sechsjährigen Herrschaft des Judas nacheinander bestiegen, sondern auch den kleinen Stammesfürsten Idumäas und Transjordaniens. Indem er die Feinde erbitterte, erfreute er gleichzeitig alle zwölf Stämme, die hier nach dem Namen ihres Stammvaters Jakob benannt sind. Es gelang ihm außerdem, alle Zer-streuten zu sammeln. Die Israeliten hatten sich vor und zu Beginn des Gegenschlages der Makkabäer ausgegrenzt gefühlt, nunmehr führer-los geworden hatten sie sich zur Flucht in die Wüstenhöhlen gezwun-gen gesehen. Jetzt konnten sie sich endlich wieder sammeln und in Frieden leben, geführt und beschützt von Judas.


12/10/2013
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