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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an die Deportation der Juden Roms im Zweiten Weltkrieg.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das erste Buch der Makkabäer 3,45-60

Jerusalem war menschenleer wie eine Wüste, von den Kindern der Stadt ging keines mehr ein oder aus. Die heilige Stätte war entweiht. Ausländer hausten in der Burg, sie war ein Gasthaus für fremde Völker. Die Freude war aus Jakob verschwunden, Flöte und Harfe waren verstummt.

Sie versammelten sich also und gingen nach Mizpa. Das ist ein Ort, der Jerusalem gegenüber liegt und an dem die Israeliten früher eine Gebetsstätte hatten.

Sie fasteten an jenem Tag, zogen Bußkleider an, streuten sich Staub auf das Haupt und zerrissen ihre Gewänder.

Sie breiteten die Gesetzesrolle aus, um eine Entscheidung zu erhalten, so wie die fremden Völker ihre Götterbilder befragen.

Auch brachten sie die priesterlichen Gewänder, die Erstlingsfrüchte und den Zehnten herbei, befahlen den Nasiräern, deren Zeit abgelaufen war, sich zu versammeln,

und schrien laut zum Himmel: Was sollen wir mit diesen Dingen und diesen Menschen tun, wo sollen wir sie hinbringen?

Man entweiht und schändet dein Heiligtum; deine Priester leben in Trauer und Elend.

Sieh her: Man führt fremde Völker zusammen, um uns auszurotten. Du weißt, was sie mit uns vorhaben.

Wie können wir ihrem Angriff standhalten, wenn du uns nicht hilfst?

Dabei ließen sie die Trompeten blasen und schrien laut.

Danach setzte Judas Heerführer ein, jeweils über tausend, hundert, fünfzig und zehn.

Alle, die (kurz zuvor) ein Haus gebaut, eine Frau geheiratet oder Weinberge angelegt hatten oder die Angst hatten, ließ er nach Hause zurückkehren, wie es das Gesetz vorschreibt.

Danach brach das Heer auf und schlug südlich von Emmaus sein Lager auf.

Judas sagte: Legt eure Waffen an, und seid tapfer! Macht euch bereit, morgen früh mit diesen fremden Völkern zu kämpfen, die man zusammengeführt hat, um uns und unser Heiligtum zu vernichten.

Denn wir wollen lieber im Kampf fallen als zusehen, wie Unglück über unser Volk und über das Heiligtum kommt.

Doch wie der Himmel will, so soll es geschehen.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Volksversammlung wurde nicht in Jerusalem abgehalten, das be-reits von Heiden besetzt war, sondern in Mizpa, einer kleinen Stadt, die 13 Kilometer von der Hauptstadt entfernt war und in früherer Zeit von Asa, dem König von Juda, erbaut worden war, um sich gegen die An-griffe aus dem Nordreich (1 Kön 15,22) zu schützen. Mizpa wurde auch Regierungssitz von Gedalja, nachdem Jerusalem durch Nebukadnez-zar (2 Kön 25,22–25) zerstört worden war. Die Bemerkung über das Vorhandensein eines Altars scheint die Ortswahl für eine Versammlung mit eindeutig religiösem Charakter zu rechtfertigen, denn der Verfasser schreibt: „Sie fasteten an jenem Tag, zogen Bußkleider an, streuten sich Staub auf das Haupt und zerrissen ihre Gewänder“ (V. 46–47). Dies war die Haltung des gesamten Volkes, mit der es sich vor Gott stellte, in seinem Zustand der Armut und somit der absoluten Bedürf-tigkeit nach Hilfe aus der Höhe. Es bereitet sich auf diese Weise darauf vor, die Schrift anzuhören, durch die der Herr zu ihm spricht: „Sie brei-teten die Gesetzesrolle aus, um eine Entscheidung zu erhalten, so wie die fremden Völker ihre Götterbilder befragen“ (V. 48). Der Verfasser gibt uns zu verstehen, dass die Juden zum heiligen Buch Zuflucht nehmen, um den Schutz eines himmlischen Segens zu erlangen. Dies ist die einzige Stelle in der Bibel, in welcher von einer Befragung der Heiligen Schrift durch zufälliges Öffnen einer Schriftstelle gesprochen wird. In der Geschichte des Christentums wird dies hingegen häufiger vorkommen. Die Juden wurden sich dessen bewusst, dass sie nicht fern vom Tempel leben können und versuchten, die Riten nachzuah-men, indem sie priesterliche Gewänder, Erstlingsfrüchte und den Zehn-ten herbeibrachten und auch einige Nasiräer (Gläubige, die alkoholi-sche Getränke mieden und ihr Haar nicht schnitten) herbeiriefen, um ihre Gelübde zu erfüllen, so wie sie es auch im Tempel getan hätten. Sie bliesen also in die Widderhörner, und das gemeinsame Gebet des ganzen Volkes stieg zum Himmel empor. Sie waren sich gewiss, dass Gott nicht anders kann, als auf sein Volk zu hören, das sich im Ver-trauen und mit einer einzigen Stimme an ihn wandte. Auch Jesus be-tont die unwiderstehliche Kraft des gemeinsamen Gebets vor dem Va-ter, der im Himmel ist: „Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt 18,19–20). Nachdem sie das gemeinsame Gebet beendet hatten, sorgte sich Judas um die bevor-stehende Schlacht. Seine erste Sorge galt der Schaffung einer Ord-nung unter seinen Leuten und dazu wählte er verschiedene Verant-wortliche über Gruppen zu je tausend, hundert, fünfzig und zehn aus, wie man im Buch Exodus (18,21–26) lesen kann. Dann wählte er Sol-daten aus, so wie es das Buch Deuteronomium vorschreibt (20,5–8). Sodann brach er mit seinem Heer nach Emmaus auf.
Nachdem sie ihr Lager aufgeschlagen hatten, ermahnt sie Judas: „Seid tapfer.“ Dann bittet er sie, bereit zu sein, für die Rettung des Volkes ihr Leben zu geben: Denn wir wollen lieber im Kampf fallen, als zusehen, wie Unglück über unser Volk und über das Heiligtum kommt. Doch wie der Himmel will, so soll es geschehen“. Das sind Worte, die uns an jene Nacht in Getsemani erinnern, als Jesus bereit war, den Willen des Vaters zu erfüllen und sein Leben für alle hinzugeben.


16/10/2013
Gedenken an die Heiligen und die Propheten


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