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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das erste Buch der Makkabäer 6,1-17

König Antiochus durchzog unterdessen die östlichen Provinzen. Er hörte von einer Stadt in Persien namens Elymaïs, die berühmt war wegen ihres Reichtums an Silber und Gold.

Auch gibt es in ihr einen sehr reichen Tempel; der mazedonische König Alexander, der Sohn des Philippus, der als erster Grieche König geworden war, hatte dort goldene Schilde, Rüstungen und Waffen hinterlassen.

Antiochus marschierte also hin und versuchte, die Stadt zu erobern und zu plündern. Doch er blieb ohne Erfolg; denn die Einwohner der Stadt hatten von seinem Plan erfahren

und leisteten ihm bewaffneten Widerstand. Er mußte fluchtartig abziehen und machte sich sehr niedergeschlagen auf den Rückweg nach Babylon.

Noch in Persien erreichte ihn ein Bote mit der Nachricht, daß die Heere, die in Judäa einmarschiert waren, geschlagen worden waren.

Auch Lysias, der an der Spitze einer starken Streitmacht in den Kampf gezogen war, habe gegen die Juden eine schwere Niederlage erlitten. Deren Bewaffnung und Kampfkraft habe sich durch die große Beute, die sie bei den geschlagenen Armeen machten, verstärkt.

Den Greuel, den er auf dem Altar in Jerusalem hatte aufstellen lassen, hätten sie wieder entfernt und den Tempelbezirk wie früher mit hohen Mauern umgeben, ebenso seine Stadt Bet-Zur.

Als der König das hörte, war er bestürzt und sehr beunruhigt. Er mußte sich niederlegen, da ihn eine Schwäche befiel; so niedergeschlagen war er, weil seine Pläne gescheitert waren.

So ging es mehrere Tage. Er bekam immer neue Anfälle tiefer Schwermut und rechnete schon damit, daß er sterben müsse.

Er rief seine Freunde zusammen und sagte zu ihnen: Der Schlaf flieht meine Augen, und ich bin vor Sorgen zusammengebrochen.

Ich habe mich gefragt: Wie bin ich nur in diese große Not und Bedrängnis geraten, in der ich mich jetzt befinde? Ich war während meiner Regierung doch immer leutselig und beliebt.

Jetzt fallen mir die bösen Dinge ein, die ich in Jerusalem getan habe. Ich habe dort alle Geräte aus Silber und Gold mitgenommen, ja, ich habe ohne Grund den Auftrag gegeben, die Bewohner Judäas auszurotten.

Deswegen ist dieses Unglück über mich gekommen, das weiß ich jetzt. Und nun sterbe ich ganz verzweifelt in einem fremden Land.

Er rief Philippus, einen seiner Freunde, zu sich und setzte ihn als Herrscher über sein ganzes Königreich ein.

Er überreichte ihm das königliche Diadem, sein Gewand und seinen Siegelring und gab ihm den Auftrag, seinen Sohn Antiochus anzuleiten und zu erziehen, bis er die Regierung übernehmen könne.

Dann starb König Antiochus dort im Jahr 149.

Als Lysias erfuhr, daß der König tot war, setzte er als dessen Nachfolger seinen Sohn Antiochus ein, dessen Erziehung ihm während seiner Minderjährigkeit oblag, und gab ihm den Beinamen Eupator.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Mit dem Bericht vom Tod Antiochus’ IV. Epiphanes verdeutlicht der Verfasser das traurige Ende eines jeden Menschen, der sich von der Gier nach Reichtum leiten lässt. Dies ist eine Versuchung, die leider in jeder Generation, so auch der unseren, wiederkehrt. Wer ihr nachgibt, wird zu bösem Tun sowohl den Menschen als auch Gott gegenüber getrieben. Wie bereits früher berichtet wurde (3,37), war Antiochus mit der Absicht der Beschaffung von Reichtümern für seine Militärausga-ben (3,31) nach Persien aufgebrochen. Er wusste, dass die Stadt des Elymais „berühmt war wegen ihres Reichtums an Silber und Gold“ und auch „einen sehr reichen Tempel“ besaß. „Der mazedonische König Alexander, der Sohn des Philippus, der als erster Grieche König ge-worden war, hatte dort goldene Schilde, Rüstungen und Waffen hinter-lassen“ (V. 1–2). Antiochus beschloss, diese Stadt anzugreifen, um sie zu plündern und auch die Reichtümer des Tempels einzuholen. Die Bewohner hörten von dem Plan des Königs und unternahmen einen Angriff gegen ihn, womit sie ihn zur Flucht zwangen. Nachdem dieser Versuch gescheitert war, trat er den Rückzug an. Inzwischen erhielt er die Nachricht über die zahlreichen Niederlagen, die sein Heer im Kampf gegen die Juden erlitten hatte. Die Juden brachten aber nicht nur sein Heer in Verlegenheit, sondern eroberten auch Jerusalem zu-rück und stellten den Tempel wieder her. Von diesen Nachrichten war der König schwer betroffen. Er war „bestürzt und sehr beunruhigt. Er musste sich niederlegen, da ihn eine Schwäche befiel; so niederge-schlagen war er, weil seine Pläne gescheitert waren. So ging es meh-rere Tage. Er bekam immer neue Anfälle tiefer Schwermut und rechne-te schon damit, dass er sterben müsse“ (V. 8–9). Der Verfasser weist darauf hin, dass der König nicht nur darüber erschrocken war, sondern geradezu krank wurde und in Depression verfiel. Der Verfasser unter-streicht den Schweregrad des Gemütszustands des Königs mit Adjek-tiven: tiefe Schwermut, große Not und Bedrängnis. Die erlittenen Nie-derlagen brachten den König dazu, über seine Vergangenheit nachzu-denken. In einer Art Sündenbekenntnis gelang es ihm die Ursachen seiner Übeltaten – nämlich die von ihm durchgeführte Plünderung des Tempels (1,20–24) und die von seinem Beamten angeordneten Hin-richtungen (1,29–32) – zu erkennen. In Wirklichkeit stand am Anfang all dessen seine Gier nach Reichtum, die ihn dazu drängte, böse Taten zu vollbringen. Der Durst nach „Silber und Gold“ (V. 1) hatte ihn nach Persien geführt und zuvor zur Plünderung Jerusalems und des Tem-pels veranlasst (V. 12). In diesem ersten Buch der Makkabäer taucht das Wort „Gold“ elf Mal auf und zwar immer in Verbindung mit „Silber“. Den Worten haftet aber immer eine negative Bedeutung an. Der Reich-tum überlistet sowohl das Herz eines Gläubigen als auch das Herz eines Menschen, der nicht glaubt. In diesem Falle war es Antiochus, der vom Reichtum verführt wurde. Doch im Laufe der Erzählung lassen sich die Söhne des Mattatias – im Unterschied zu deren Vater – von Gold und Silber verführen, und ihr Leben findet ein gewaltsames Ende. Bereits die Propheten lehnten sich vehement gegen die Versklavung durch das Geld auf. Jesus, der die Schrift zur Erfüllung führt, mahnt auf deutliche Weise: „Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon“ (Mt 6,24). Vor dem Hintergrund der heutigen mate-rialistischen Kultur, die uns auch durch das Beispiel des Antiochus plastisch vor Augen geführt wird, erhalten diese Worte noch mehr Ge-wicht und mahnen uns eindringlich, uns von der Gier fernzuhalten.


26/10/2013
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