Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

change language
sie sind in: home - gebet - das tägliche gebet kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  

Das tägliche Gebet


 
druckversion

Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das erste Buch der Makkabäer 11,1-37

Damals zog der König von Ägypten Truppen zusammen, so zahlreich wie der Sand am Ufer des Meeres, dazu viele Schiffe; denn er wollte mit List die Herrschaft über das Reich Alexanders gewinnen, um es seinem Reich anzugliedern.

Er rückte in Syrien ein, aber so, als komme er in friedlicher Absicht. Die Einwohner der Städte öffneten ihm die Tore und gingen ihm entgegen. König Alexander hatte es so angeordnet, weil Ptolemäus sein Schwiegervater war.

Jedesmal, wenn Ptolemäus eine Stadt betreten hatte, ließ er eine Abteilung seiner Truppen als Besatzung dort.

Als er nach Aschdod zog, zeigte man ihm den niedergebrannten Tempel Dagons und die durch das Feuer verwüstete Stadt und Umgebung von Aschdod. Dazu häufte man an seinem Weg die Leichen der Erschlagenen und Verbrannten aus dem Krieg mit Jonatan auf.

Man erzählte dem König, was Jonatan getan hatte, um ihn in ein schlechtes Licht zu setzen, aber der König schwieg dazu.

Jonatan kam dem König in Jafo mit einem glänzenden Gefolge entgegen. Sie begrüßten einander und blieben die Nacht über dort.

Anschließend begleitete Jonatan den König bis zum Fluß Eleutherus; dann kehrte er nach Jerusalem zurück.

König Ptolemäus aber brachte alle Küstenstädte bis nach Seleuzia am Meer in seine Gewalt; denn er führte gegen Alexander Böses im Schild.

Dem König Demetrius ließ er durch Gesandte mitteilen: Wir wollen einen Bund miteinander schließen. Ich will dir meine Tochter geben, die Alexander jetzt zur Frau hat. Du sollst im Reich deines Vaters als König herrschen.

Ich bereue, daß ich ihm meine Tochter gegeben habe; denn er hat versucht, mich zu ermorden.

Ptolemäus aber machte Alexander deswegen so schlecht, weil er sein Reich haben wollte.

Er nahm ihm seine Tochter weg und gab sie Demetrius zur Frau. So brach er mit Alexander, und es wurde überall bekannt, daß sie zu Feinden geworden waren.

Ptolemäus zog in Antiochia ein und setzte sich die Krone von Asien auf; zwei Kronen trug er nun: die von Ägypten und die von Asien.

König Alexander war zu dieser Zeit gerade in Zilizien, weil die Bevölkerung jenes Gebietes von ihm abzufallen drohte.

Sobald er von den Vorfällen hörte, zog er zum Kampf gegen Ptolemäus aus. Dieser rückte ihm mit einem starken Heer entgegen und schlug ihn in die Flucht.

Alexander floh nach Arabien, weil er glaubte, dort einen Zufluchtsort zu finden; nun stand König Ptolemäus auf der Höhe seiner Macht.

Der Araber Sabdiël ließ Alexander den Kopf abschlagen und an Ptolemäus schicken.

Doch drei Tage später starb auch König Ptolemäus. Seine Besatzungstruppen wurden von den Einwohnern der befestigten Städte niedergemacht.

So kam im Jahr 167 Demetrius an die Herrschaft.

Zur selben Zeit rief Jonatan die Männer von Judäa zusammen, um die Burg von Jerusalem zu belagern. Sie stellten viele Belagerungsmaschinen gegen sie auf.

Da gingen einige Verräter, Feinde ihres eigenen Volkes, zum König und berichteten ihm, Jonatan belagere die Burg.

Als der König das hörte, wurde er sehr wütend. Kaum hatte er die Nachricht erhalten, da begab er sich sofort nach Ptolemaïs. Er erteilte Jonatan schriftlich den Befehl, die Belagerung abzubrechen und sofort zu einer Unterredung zu ihm nach Ptolemaïs zu kommen.

Als Jonatan die Nachricht erhielt, befahl er, die Belagerung fortzusetzen; dann wählte er sich einige Begleiter aus den Ältesten Israels und den Priestern aus und wagte die Reise.

Mit Silber, Gold, Gewändern und mit vielen anderen Geschenken fuhr er zum König nach Ptolemaïs. Es gelang ihm, den König umzustimmen.

Einige Verräter aus dem Volk brachten zwar Beschuldigungen gegen ihn vor,

aber der König verhielt sich ihm gegenüber wie seine Vorgänger und erwies ihm Ehre in Gegenwart all seiner Freunde.

Er bestätigte ihn im Hohenpriesteramt und in allen anderen Würden, die man ihm bis dahin übertragen hatte, und verlieh ihm den Titel Freund ersten Ranges.

Jonatan bat den König, Judäa, die drei Bezirke und Samarien steuerfrei zu machen, und versprach ihm dafür dreihundert Talente zu geben.

Der König war einverstanden und stellte Jonatan über alle diese Punkte folgende Urkunde aus:

König Demetrius grüßt seinen Bruder Jonatan und das jüdische Volk.

Wir haben euretwegen unserem Verwandten Lasthenes einen Brief geschrieben, dessen Abschrift wir auch euch zu eurer Unterrichtung zukommen lassen:

König Demetrius grüßt Vater Lasthenes.

Das mit uns befreundete jüdische Volk ist seinen Verpflichtungen uns gegenüber nachgekommen. Darum haben wir beschlossen, ihnen ihre Freundschaft zu vergelten.

Wir bestätigen ihnen den Besitz von Judäa und den drei Bezirken Efraim, Lod und Ramatajim. Diese sind mit allem, was zu ihnen gehört, von Samarien abgetrennt und zu Judäa geschlagen worden. Für alle, die in Jerusalem opfern, gelte das als Ersatz für die königlichen Steuern, die der König bei ihnen bisher jährlich von den Erträgen der Felder und Bäume erhoben hat.

Wir überlassen ihnen auch alle unsere anderen Einkünfte, den Zehnten und die Steuern, die uns von jetzt an zustehen, ferner die Abgaben aus den Salzteichen und die Kränze, auf die wir Anspruch haben.

Nichts davon soll je rückgängig gemacht werden.

Laßt euch nun eine Abschrift machen; sie soll Jonatan übergeben und auf dem heiligen Berg an einem Ort, der allen zugänglich ist, aufgestellt werden.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das 11. Kapitel ist beinahe zur Gänze der Geschichte innerhalb des syrischen Reiches gewidmet, das aufs Neue mit Machtkämpfen kon-frontiert ist, welche die Makkabäer jedoch zu ihren Gunsten nutzen können. Es wird auf diesen Seiten von einem weiteren Kampf berich-tet, in dem es um die Machtergreifung ging. So verhielt es sich damals, und diese Spannung kennzeichnet weiterhin die Geschichte. Der Ver-fasser erzählt von der Unternehmung des Ptolemäus, des Königs von Ägypten, der eine hinterlistige Tat gegen den Seleukidenkönig Alexan-der organisierte, um den alten Traum einer Ausdehnung des Ägypti-schen Reichs bis zur gesamten Gegend südlich von Syrien, das 198 v. Chr. unter die Seleukiden fiel, zu verwirklichen: „Damals zog der König von Ägypten Truppen zusammen, so zahlreich wie der Sand am Ufer des Meeres, dazu viele Schiffe; denn er wollte mit List die Herrschaft über das Reich Alexanders gewinnen, um es seinem Reich anzuglie-dern. Er rückte in Syrien ein, aber so, als komme er in friedlicher Ab-sicht. Die Einwohner der Städte öffneten ihm die Tore und gingen ihm entgegen. König Alexander hatte es so angeordnet, weil Ptolemäus sein Schwiegervater war. Jedes Mal, wenn Ptolemäus eine Stadt be-treten hatte, ließ er eine Abteilung seiner Truppen als Besatzung dort“ (Verse 1–3). Um seinen Plan zu verwirklichen, zögerte der ägyptische König nicht, den alten Verbündeten Alexander zu verraten und sich mit dessen historischem Feind, Demetrius II. zu verbünden. Im Text wird außerdem angemerkt, wie die Bewohner von Aschdod versuchten, Jonatan bei Ptolemäus in ein schlechtes Licht zu rücken, indem sie ihm die Grausamkeiten zeigten, die Jonatan durch die Zerstörung von Da-gon und durch das Massaker an den dort lebenden Menschen began-gen hat. Ptolemäus ließ sich jedoch nicht überzeugen und zog es vor, sich mit Jonatan zu verbünden. Als Letzterer sah, wie die Lage stand und weil er daraus Vorteile zu ziehen suchte, ging er Ptolemäus entge-gen und näherte sich ihm siegessicher „mit einem glänzenden Gefol-ge“. Sie begegneten sich in Jafo, wo sie die ganze Nacht verbrachten, und beide wollten aus einem gemeinsamen Bündnis gegen Alexander ihre Vorteile ziehen. Ptolemäus schickte seine Gesandten zu Demetri-us, um mit ihm ein Abkommen zu schließen. Er versprach ihm Kleopat-ra, seine Tochter, zur Frau, die er zuvor dem König Alexander als Frau zuerkannt hatte. An dieser Stelle legte Ptolemäus klar seinen Plan zu-tage: Er wollte ganz Asien erobern. Er betrat Antiochia und „setzte sich die Krone von Asien auf; zwei Kronen trug er nun: die von Ägypten und die von Asien“ (V. 13). Der Widerstand Alexanders war vergeblich. Besiegt von Ptolemäus musste er in Arabien Zuflucht suchen. Jonatan machte sich unterdessen die Lage zunutze und dachte daran, die Fes-tung Akra zu erobern, um somit Jerusalem von der fremden Besatzung zu befreien. Jene Juden, die aufseiten der Griechen standen, versuch-ten sich Jonatan zu widersetzen, indem sie zum König gingen, um Be-schwerde einzulegen. Dieser schrieb an Jonatan, er habe die Belage-rung abzubrechen. Jonatan ließ sich vom Befehl des Königs aber nicht einschüchtern. Er trat ihm mit Weisheit entgegen, bis es ihm gelang, ihn von seinen Gründen zu überzeugen. Jonatan war derart geschickt, dass er darüber hinaus weitere Steuerbefreiungen erreichen konnte. Um die neue Lage zu besiegeln, schrieb Demetrius II. einen Brief an Jonatan, in welchem er ihn „Bruder“ nennt und das ganze „jüdische Volk“ grüßt. Darin bestätigt er auch alle Privilegien, die er den Juden zugestanden hat. Es ist bemerkenswert, dass der König anordnete, der Brief möge „auf dem heiligen Berg an einem Ort, der allen zugänglich ist, aufgestellt werden“ (V. 37). In Stein oder Bronzetafeln gehauen bestätigte er auch juristisch gesehen das Bündnis zwischen Jonatan und seinem Volk und dem seleukidischen König. Die Friedensstrategie, die Jonatan weise verfolgt hatte, zog diese außergewöhnliche Wirkung nach sich.


14/11/2013
Gedenken an die Kirche


Veranstaltungen der woche
NOV
27
Sonntag 27 November
Liturgie des Sonntags
NOV
28
Montag 28 November
Gedenken an die Armen
NOV
29
Dienstag 29 November
Gedenken an die Mutter des Herrn
NOV
30
Mittwoch 30 November
Gedenken an die Apostel
DEZ
1
Donnerstag 1 Dezember
Gedenken an die Kirche
DEZ
2
Freitag 2 Dezember
Gedenken an den gekreuzigten Jesus
DEZ
3
Samstag 3 Dezember
Vorabend des Sonntags
DEZ
4
Sonntag 4 Dezember
Liturgie des Sonntags