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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Weihetag des Petersdoms und der Basilika St. Paul vor den Mauern in Rom.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Matthäus 14,22-33

Gleich darauf forderte er die Jünger auf, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken.

Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Spät am Abend war er immer noch allein auf dem Berg.

Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind.

In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See.

Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst.

Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!

Darauf erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl, daß ich auf dem Wasser zu dir komme.

Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu.

Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich!

Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?

Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind.

Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Seit Beginn des zweiten Jahrtausends wird in Rom der Weihetag der Basiliken St. Peter und St. Paul gemeinsam begangen, um somit auf die Verbundenheit zwischen den beiden Aposteln hinzuweisen, die als „Säulen“ der Kirche von Rom bezeichnet werden. In ihnen erkennen wir die doppelte Dimension der Kirche, die petrinisch institutionelle und die paulinisch charismatische Dimension. Beide gehören zum Geheim-nis der Kirche und müssen in allen christlichen Gemeinden mit Leben erfüllt werden. In der Apostelgeschichte wird die Ankunft des Paulus in Rom überliefert, wo er trotz der Gefangenschaft zwei Jahre das Evan-gelium ungehindert und mit allem Freimut verkündete. Im Evangelium hören wir vom Glauben des Petrus. Nach der Brotvermehrung berichtet der Evangelist Matthäus, dass Jesus die Jünger aufruft, in das Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren, während er die Leute nach Hause schicken will. Nachdem sowohl die Menge als auch die Jünger fortgegangen sind, steigt Jesus dann allein auf den Berg, um zu beten. Darüber berichten die Evangelien häufig, denn dieses Verhalten Jesu musste die Jünger und die Urgemeinde beeindruckt haben. Wäh-rend das Boot den See überquert, erhebt sich ein heftiger Sturm. Der Evangelist weist unterschwellig darauf hin, dass sich ohne Jesus sehr schnell Stürme und Unwetter erheben. Zudem ist die Nacht immer von Angst erfüllt. Doch dann kommt der Morgen. Während die Sonne auf-geht, nähert sich Jesus den Jüngern und kommt über das Wasser. Die Angst bringt die Gedanken durcheinander und verändert den Blick der Jünger, sodass sie meinen, ein Gespenst zu sehen. Jesus spricht sie an: „Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!“ Sofort erhört er das Gebet des Petrus und sagt zu ihm: „Komm!“ Vielleicht hat Petrus die Stimme erkannt, die er bei der ersten Begegnung am Ufer dessel-ben Sees gehört hatte, sodass er noch einmal sofort Boot und Netze zurücklässt und zu Jesus hingeht. Nun geht auch er über das Wasser. Die vertrauensvolle und unmittelbare Antwort auf den Ruf des Herrn lässt immer Wunder vollbringen. Doch dann kommen die Zweifel, und Petrus geht unter. Wieder fängt er an zu beten, und Jesus ergreift die Hand des armen Petrus. Es kommt darauf an, sich nie vom Herrn zu trennen und immer seiner Stimme zu folgen. Die beiden Apostel Petrus und Paulus rufen uns erneut und mit einer Stimme auf, immer der Stimme des Herrn zu folgen.


18/11/2013
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