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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das erste Buch der Makkabäer 16,1-24

Da kam Johanan von Geser herauf und berichtete seinem Vater Simeon von den Unternehmungen des Kendebäus.

Simeon rief seine beiden ältesten Söhne, Judas und Johanan, zu sich und sagte zu ihnen: Ich, meine Brüder und meine Familie haben von Jugend an bis auf den heutigen Tag die Kriege Israels geführt. Oft gelang es uns, Israel zu retten.

Nun bin ich alt geworden; ihr aber seid durch des Himmels Gnade herangewachsen. Tretet an meine und meines Bruders Stelle, zieht aus, und kämpft für unser Volk! Der Himmel möge euch helfen.

Er hob im Land zwanzigtausend besonders kampferprobte Männer aus, dazu Reiter. Sie zogen gegen Kendebäus und blieben über Nacht in Modeïn.

Früh am nächsten Morgen rückten sie aus in die Ebene. Plötzlich trafen sie auf ein großes Heer, Fußvolk und Reiterei. Es lag aber eine Schlucht zwischen ihnen.

Johanan machte mit seinen Leuten dem Feind gegenüber halt. Als er merkte, daß sie Angst hatten, die Schlucht zu durchqueren, ging er als erster hinüber. Das sahen seine Männer und folgten ihm auf die andere Seite.

Dann zog er das Heer auseinander und ließ die Reiterei sich mitten zwischen dem Fußvolk aufstellen; die Reiterei des Feindes war nämlich sehr stark.

Man stieß in die Trompeten, und Kendebäus wurde samt seinem Heer geschlagen und hatte viele Gefallene zu beklagen. Der Rest floh in die Festung.

Bei dieser Gelegenheit wurde Judas, der Bruder des Johanan, verwundet. Johanan aber nahm die Verfolgung auf, bis er nach Kidron kam, das Kendebäus ausgebaut hatte.

Da flohen sie weiter in die Türme bei Aschdod. Johanan ließ die Stadt in Brand stecken; dabei kamen etwa zweitausend Feinde um. Johanan aber kehrte wohlbehalten nach Judäa zurück.

Ptolemäus, der Sohn Abubs, war Befehlshaber in der Ebene von Jericho. Er besaß viel Silber und Gold;

denn er war der Schwiegersohn des Hohenpriesters.

Da wurde er stolz; er wollte die Herrschaft über das Land an sich reißen und plante einen heimtückischen Anschlag, um Simeon und seine Söhne aus dem Weg zu räumen.

Als Simeon die Städte in jener Gegend besuchte, um dort nach dem Rechten zu sehen, kam er mit seinen Söhnen Judas und Mattatias im elften Monat, das ist der Schebat, des Jahres 177 nach Jericho.

Der Sohn Abubs hatte eine kleine Festung namens Dok erbaut. Dort nahm er sie voll Hinterlist auf. Er veranstaltete für sie ein großes Gelage, hielt aber im Hintergrund einige Männer versteckt.

Als Simeon und seine Söhne betrunken waren, sprangen Ptolemäus und seine Leute auf, griffen zu ihren Waffen, drangen zu Simeon in den Speisesaal ein und erschlugen ihn und seine beiden Söhne und einige aus seinem Gefolge.

So beging Ptolemäus einen gemeinen Verrat und vergalt Gutes mit Bösem.

Ptolemäus berichtete darüber dem König in einem Brief, und bat ihn, ihm Truppen zu Hilfe zu schicken und ihm das Land und die Städte zu übergeben.

Auch schickte er einige Männer nach Geser, um Johanan ermorden zu lassen. Die Hauptleute forderte er schriftlich auf, zu ihm zu kommen; er wolle ihnen Silber und Gold und andere Geschenke geben.

Wieder andere schickte er aus, damit sie Jerusalem und den Tempelberg besetzten.

Aber jemand lief voraus und meldete Johanan in Geser, sein Vater und seine Brüder seien tot; er sagte: Er hat bereits Leute ausgeschickt, um auch dich umbringen zu lassen.

Als Johanan das hörte, erschrak er sehr. Die Männer aber, die kamen, um ihn zu ermorden, ließ er ergreifen und niedermachen; denn er wußte, daß sie ihn umbringen wollten.

Die weitere Geschichte Johanans, die Kriege, die er führte, die Taten, die er vollbrachte, auch wie er die Mauern bauen ließ und was er sonst unternahm -

all das steht in der Chronik seines Hohenpriestertums geschrieben, von dem Tag an, da er anstelle seines Vaters Hoherpriester wurde.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Kapitel 16 erzählt den Abschluss der Geschichte der Makkabäerbrü-der. Zum Teil ist dieser Schluss rühmlich aufgrund der militärischen Tugenden der neuen Generation der Söhne Simeons, die dadurch be-weisen, würdige Erben der Vorväter zu sein. Sie besiegen die feindli-chen Truppen des Antiochus VII. Als Johanan Hyrkanus, dessen Fes-tung Geser ganz in der Nähe des Truppenlagers von Kendebäus lag, seinem Vater von den Ereignissen berichtet, schickt der nunmehr fast sechzigjährige Simeon Johanan und Judas, einen weiteren Sohn, um die Gefahr durch Kendebäus zu bannen. Er vertraut ihnen sein Werk an: „Ich, meine Brüder und meine Familie haben von Jugend an bis auf den heutigen Tag die Kriege Israels geführt. Oft gelang es uns, Israel zu retten. Nun bin ich alt geworden; ihr aber seid durch des Himmels Gnade herangewachsen. Tretet an meine und meines Bruders Stelle, zieht aus, und kämpft für unser Volk! Der Himmel möge euch helfen.“ Sofort stellt sich Johanan an die Spitze der Truppen und gibt ein erstes Beispiel für seinen Mut beim Angriff gegen Kendebäus. Die ganze Truppe wird durch sein Beispiel mitgerissen, und der Feind wird über-rollt. Doch der Machthunger hat sich in die Reihen der Anhänger der Makkabäer eingeschlichen, dem zunächst Simeon selbst und zwei seiner Söhne bei einem Anschlag zum Opfer fallen. Ptolemäus, der Schwiegersohn des Simeon, wurde vom Gedanken an ein Komplott gegen den Schwiegervater und die Schwäger angetrieben. Als Be-fehlshaber des fruchtbaren Gebietes im Norden des Toten Meers lädt er Simeon mit den Söhnen Judas und Mattatias zu einem Festmahl nach Dok ein und bringt dabei alle drei um. Um seine Ziele zu errei-chen, schließt sich Ptolemäus unverzüglich den Feinden seines Volkes an in der Sicherheit, dass ihn Antiochus VII. unterstützt und ihm die Herrschaft über das jüdische Gebiet anvertraut. Er kennt die Spannun-gen zwischen Simeon und dem syrischen König ganz genau und schreibt an Antiochus VII. mit der Bitte um Truppen, während er seine Männer gleichzeitig nach Geser schickt, um Johanan zu töten. Dieser wird jedoch rechtzeitig gewarnt und lässt die Männer umbringen, die ihn töten sollten. Der Verfasser beendet seinen Bericht mit dieser bluti-gen Episode und gibt zu verstehen, dass der Sohn Simeons durch In-formationen von ihm ergebenen Leuten siegreich aus dem Geschehen hervorging. Aus anderen Quellen wissen wir, dass Johanan nach Jeru-salem zurückkehrte, wo er vom Volk mit Jubel begrüßt wurde, und sei-nen Schwager Ptolemäus zurückdrängen konnte. In den abschließen-den beiden Versen lehnt sich der Verfasser an die Königsbücher an, in denen am Lebensende aller Herrscher von Juda oder Israel fast immer ein Hinweis auf weitere historische Quellen zu finden ist, die der Ver-fasser aus Gründen der Kürze ausgelassen hat. Dadurch betont der Verfasser seine Verbundenheit mit der Vergangenheit des Volkes Isra-el. Diese einzigartige Geschichte setzt sich mit all ihren Widersprüchen und mit all der menschlichen Untreue fort. Sie birgt jedoch die ununter-brochene Treue Gottes zu seinem Volk in sich.


29/11/2013
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